Mercedes: Doppelsieg beim Auftakt

Fahrer Grid Ergebnis Schn. Runde Stopps MSM-Note
Nico Rosberg P2 P1 1:30.557 1 1
Lewis Hamilton P1 P2 1:30.961 1 2

  • Statistik: Vierter Sieg in Serie von Rosberg, 59. Rennen in Folge in den Punkten
  • Besonderheiten: Schlecher Start
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Nico Rosberg: "Das war ein perfektes Rennen für mich"
  • Lewis Hamilton: "Der zweite Platz ist nach einem solchen Start als Schadensbegrenzung nicht schlecht"

Der Start ins erste Rennen war für Mercedes beinahe eine Katastrophe. Nico Rosberg fiel auf Rang drei zurück, Lewis Hamilton sogar auf die sechste Position. Rosberg hielt mit den beiden Ferraris vor ihm mit, doch Hamilton fiel, aufgehalten durch Felipe Massa und Max Verstappen, immer weiter zurück. Daher entschied man sich die Strategien zu splitten. Rosberg blieb bei zwei Stopps, Hamilton wählte die Ein-Stopp-Variante.

Durch den Rennabbruch wurde die Strategie jedoch durcheinandergeworfen und beide Mercedes wechselten auf den medium-Reifen und fuhren damit bis ins Ziel. Mit einer starken Pace konnten sie dabei auch von den Strategiefehlern der Konkurrenz profitieren und fuhren einen relativ ungefährdeten Doppelsieg ein. Dabei geriet gegen Ende Hamilton noch einmal ein wenig unter Druck durch Sebastian Vettel, konnte sich jedoch behaupten.

Ferrari: Starker Start - Schlechte Strategie

Räikkönen hatte schon wieder Pech mit der Technik - Foto: Sutton
Räikkönen hatte schon wieder Pech mit der TechnikFoto: Sutton
Fahrer Grid Ergebnis Schn. Runde Stopps MSM-Note
Sebastian Vettel P3 P3 1:29.951 2 1
Kimi Räikkönen P4 - 1:30.701 1 2

  • Statistik: 3. Podium in Folge für Vettel
  • Besonderheiten: Schlechte Rennstrategie, Missglückte Stopps bei Vettel und Räikkönen, Vettel-Fahrfehler in vorletzter Runde
  • Techn. Probleme: Aus durch Defekt bei Räikkönen
  • Strafen: -
  • Sebastian Vettel: "Vielleicht hätten wir bei der Strategie ein bisschen was besser machen können"
  • Kimi Räikkönen: "Der Speed ist da, aber offensichtlich haben wir noch ein wenig Arbeit vor uns"

Für Ferrari beginnt die Saison 2015 mit einer verpatzten Strategie. Dabei hatten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen nach einem starken Start bis zum Boxenstopp die Doppelführung. Zu späte Reifenwechsel und eine falsche Reifenwahl nach dem Rennabbruch warfen Vettel jedoch auf den dritten Rang zurück. Zwar konnte er am Ende noch einmal Hamilton im Kampf um die zweite Position attackieren, aber durch einen Fahrfehler nahm er sich auch die letzten Chancen den Mercedes-Piloten zu überholen. Kimi Räikkönen schied auf Podiumskurs durch einen Defekt aus.

Red Bull: Zwei ganz unterschiedliche Rennen

Kvyat musste seinen Red Bull schon vor dem Start abstellen - Foto: Sutton
Kvyat musste seinen Red Bull schon vor dem Start abstellenFoto: Sutton
Fahrer Grid Ergebnis Schn. Runde Stopps MSM-Note
Daniel Ricciardo P8 P4 1:28.997 2 1
Daniil Kvyat P18 - - 0 -

  • Statistik: Sechstes Punkterennen in Folge für Red Bull, Bestes Ergebnis für Ricciardo beim Heimrennen
  • Besonderheiten: -
  • Techn. Probleme: Kvyat mit Elektronikproblem vor dem Start
  • Strafen: -
  • Daniel Ricciardo: "Das hat Spaß gemacht, es war so gut, wieder Rennen zu fahren"
  • Daniil Kvyat: "Das Auto ist einfach ausgegangen"

Nach einer Qualifikation die von Glück und Pech geprägt war, lief das Rennen der Red-Bull-Piloten genau so weiter. Daniil Kvyat schaffte es nach der Einführungsrunde nicht einmal bis in die Startaufstellung und musste das Rennen schon vor dem Start aufgeben. Daniel Ricciardo zeigte eine stärkere Pace als beim Kampf um die Poleposition und sortierte sich hinter den beiden Mercedes-Piloten und Sebastian Vettel ein. Aus seiner Startposition hat der Australier das bestmögliche Ergebnis gemacht.

Williams: Bottas betreibt Schadensbegrenzung

Massa fuhr im Williams auf Platz fünf - Foto: Sutton
Massa fuhr im Williams auf Platz fünfFoto: Sutton
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Felipe Massa P6 P5 1:32.288 1 3
Valtteri Bottas P16 P8 1:32.725 1 2

  • Statistik: Viertes Punkterennen in Folge
  • Besonderheiten: -
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Felipe Massa: "Platz fünf ist ein guter Start in die Saison"
  • Valtteri Bottas: "Es war nicht das schöne Rennen, dass wir erhofft hatten"

Die Plätze fünf und acht waren nicht das, was Williams sich für die Saison 2016 vorgestellt hatte. Anvisiert war der Kampf um den Titel. Davon waren Valtteri Bottas und Felipe Massa jedoch weit entfernt. Von Startposition sechs ging es für Massa direkt auf den fünften Platz nach vorne. Zwar profitierte der brasilianische F1-Pilot später noch vom Ausfall Kimi Räikkönens, doch er wurde auch noch von Daniel Ricciardo überholt. Valtteri Bottas musste sich von Startplatz 16 derweil nach vorne kämpfen und beendete das Rennen auf Rang acht.

Haas: Die Überraschung gelingt

Haas fuhr beim F1-Debüt gleich in die Punkte - Foto: Sutton
Haas fuhr beim F1-Debüt gleich in die PunkteFoto: Sutton
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Romain Grosjean P19 P6 1:32.862 0 1
Esteban Gutierrez P20 - 1:32.998 0 2

  • Statistik: Erste Punkte im ersten Rennen
  • Besonderheiten: Unfall Gutierrez mit Alonso
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Romain Grosjean: "Es fühlt sich für uns wie ein Sieg an"
  • Esteban Gutierrez: "Ich bin schnell zu ihm hingelaufen um zu sehen, ob es ihm gut geht."

Nach einer enttäuschenden Qualifikation zeigte sich schnell, dass die Haas-F1-Boliden deutlich konkurrenzfähiger sind. Einen Platz nach dem anderen eroberten Romain Grosjean und Esteban Gutierrez, bis es in Runde 16 zum Unfall zwischen dem Mexikaner und Fernando Alonso kam. Glücklicherweise blieben beide Fahrer unverletzt.

Der größte Gewinner des Unfalls war Gutierrez Teamkollege Romain Grosjean, der beim Rennabbruch noch ohne Stopp war und ohne und Positionsverlust auf die medium-Reifen wechseln konnte. Danach konnte der Haas-Pilot jedoch erst richtig auftrumpfen, denn er konnte die Zeiten der Konkurrenz ohne Schwierigkeiten mitgehen und hielt Fahrer wie Nico Hülkenberg im Force India oder Valtteri Bottas im Williams hinter sich.

Force India: Langer Kampf mit Haas

Hülkenberg sammelte für Force India bereits Punkte - Foto: Sutton
Hülkenberg sammelte für Force India bereits PunkteFoto: Sutton
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Nico Hülkenberg P10 P7 1:32.833 1 2
Sergio Perez P9 P13 1:32.780 1 3

  • Statistik: Zehntes Punkterennen in Folge
  • Besonderheiten: -
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Nico Hülkenberg: "Das erste Rennen mit ein paar Punkten in der Tasche zu beenden, ist ein positiver Saisonstart für uns"
  • Sergio Perez: "Das Safety-Car und die rote Flagge haben mein Rennen ruiniert"

Force India hatte gute Karten durch einen stark auf frischen weichen Pneus und plante einen Ein-Stopp-Strategie zu fahren. Doch dabei wechselten sie ein wenig zu früh auf die medium-Mischung. Nur eine Runde nach dem Wechsel wurde das Rennen unterbrochen und sie hätten die Reifen ohne Zeitverlust wechseln können. Dieser Strategiefehler warf Nico Hülkenberg und Sergio Perez zeitweise auf die Plätze 11 und 14 zurück. Während Hülkenberg sich jedoch noch bis auf Rang sieben vorkämpfen konnte und am Ende noch lange mit Romain Grosjean um Platz sechs kämpfte, blieb Perez auf Platz 13 hängen.

Toro Rosso: Gute Plätze durch Strategiefehler verloren

Verstappen und Sainz kämpften sich gemeinsam durch das Feld - Foto: Sutton
Verstappen und Sainz kämpften sich gemeinsam durch das FeldFoto: Sutton
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Carlos Sainz Jr. P7 P9 1:31.671 2 3
Max Verstappen P5 P10 1:31.516 2 3

  • Statistik: 1000. Runde und 5000. Kilometer in der F1 für Sainz
  • Besonderheiten: Kollision zwischen Sainz und Verstappen, Unplanmäßiger Stopp bei Verstappen
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Carlos Sainz Jr.: "Auch wenn es nicht der einfachste Kurs zum Überholen ist, konnte ich ein paar gute Manöver zeigen"
  • Max Verstappen: "Wie oft habe ich euch gesagt, dass ich Probleme mit den Reifen hatte?"

Nach guten Startpositionen begann das Rennen für die beiden Toro-Rosso-Piloten stark. Max Verstappen fuhr auf der vierten Position und Carlos Sainz Jr. hielt Rang sieben. Trotz früher Stopps lagen sie beim Rennabbruch sogar auf den Rängen fünf und sechs. Doch dann wählte das Team die falsche Strategie. Mit den weichen Reifen waren Sainz und Verstappen weder richtig schnell noch konnten sie durchfahren. Der weitere Stopp kostete viel Zeit und am Ende gute Positionen. Mit den Plätzen neun und zehn holten sie immerhin die letzten Punkte.

Renault: Knapp an den Punkten vorbei

Palmer schlug sich bei seinem F1-Debüt beachtlich - Foto: Sutton
Palmer schlug sich bei seinem F1-Debüt beachtlichFoto: Sutton
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Jolyon Palmer P13 P11 1:32.955 1 2
Kevin Magnussen P14 P12 1:32.452 2 2

  • Statistik: Erste Doppelzielankunft der dritten Renault-Ära
  • Besonderheiten: Reifenschaden Magnussen Runde 1
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Jolyon Palmer: "Das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet es ins Q2 zu schaffen"
  • Kevin Magnussen: "Ich hatte zu Beginn einen leichten Kontakt, was unglücklich ist"

Jolyon Palmer und Kevin Magnussen sind ein solides Rennen gefahren und haben sich aus allen Problemen herausgehalten. Doch trotzdem reichte es knapp nicht für die ersten Punkte in der dritten Ära als Werksteam. Bis Runde 41 lag Jolyon Palmer sogar in den Punkterängen. Doch dann kamen die beiden Toro-Rosso-Piloten von hinten angerauscht und verdrängten den Rookie von Rang neun auf die elf, auf der er das Rennen beendete. Magnussen komplettierte mit dem zwölften Platz ein Ergebnis, über das sich das Team freuen kann.

McLaren: Zwischen Enttäuschung und Erleichterung

Alonso klettert aus dem Wrack seines McLaren - Foto: Sutton
Alonso klettert aus dem Wrack seines McLarenFoto: Sutton
Fahrer Grid Ergebnis Schn. Runde Stopps MSM-Note
Jenson Button P12 P14 1:31.684 2 3
Fernando Alonso P11 P- 1:32.553 1 3

  • Statistik: -
  • Besonderheiten: Unfall mit Gutierrez
  • Techn. Probleme: -
  • Strafen: -
  • Jenson Button: "Wir haben eine schlechte Strategieentscheidungen getroffen"
  • Fernando Alonso: "Ich bin froh, den Unfall überlebt zu haben"

Für McLaren endete ein vielversprechender Tag mit einer herben Enttäuschung, denn Punkte waren nach den Startplätzen elf und zwölf so nah. Auf der anderen Seite ist das Team jedoch zutiefst erleichtert, dass es Fernando Alonso gut geht. Der Spanier kollidierte mit Esteban Gutierrez und überschlug sich in der Folge mehrfach. Glücklicherweise blieb er unverletzt. Für Jenson Button lief der Australien GP auch nicht wie erhofft. Von Startplatz zwölf hatte sein Team Pech bei der Strategiewahl und trotz einiger starker Rundenzeiten musste der Brite das Rennen am Ende überrundet auf dem 14. Platz beenden.

Sauber: Erhoffte Pace blieb aus

Ericsson musste das Rennen frühzeitig beenden - Foto: Sutton
Ericsson musste das Rennen frühzeitig beendenFoto: Sutton
Fahrer Grid Ergebnis Schn. Runde Stopps MSM-Note
Felipe Nasr P17 P15 1:32.711 1 4
Marcus Ericsson P15 - 1:33.892 2 4

  • Statistik: -
  • Besonderheiten: -
  • Techn. Probleme: Aus durch Defekt für Ericsson
  • Strafen: Durchfahrtsstrafe für Ericsson
  • Felipe Nasr: "Im Vergleich zu unseren Konkurrenten hatten wir mit dem Renntempo zu kämpfen"
  • Marcus Ericsson: "Nach der Wiederaufnahme des Rennens, spürte ich Vibrationen am linken Hinterrad und kehrte in die Box zurück."

Im Rennen wollten sich Felipe Nasr und Marcus Ericsson nach vorne arbeiten, doch stattdessen wurden sie durchgereicht. Am Ende kämpfte Sauber mit Manor darum, wer die rote Laterne nicht bekommt. Zwar gelang es dem schweizer Formel-1-Team zwar den verbleibenden Manor von Pascal Wehrlein deutlich zu schlagen, doch eine Meisterleistung war das Rennen insgesamt auch nicht. Die Strategie passte nicht und der Speed fehlte weiterhin. Nach der finanziellen Krise scheint auch die Leistungskrise nicht aufzuhalten zu sein.

Manor: Starker Start von Wehrlein

Wehrlein schoss durch einen Raketenstart sogar vor einen Williams - Foto: Sutton
Wehrlein schoss durch einen Raketenstart sogar vor einen WilliamsFoto: Sutton
Fahrer Grid Ergebnis Schn. Runde Stopps MSM-Note
Pascal Wehrlein P21 P16 1:32.673 2 1
Rio Haryanto P22 - 1:33.847 1 4

  • Statistik: -
  • Besonderheiten: Raketenstart von Wehrlein
  • Techn. Probleme: Haryanto nach Technikproblem raus
  • Strafen: -
  • Pascal Wehrlein: "Die erste Hälfte des Rennens war sehr stark"
  • Rio Haryanto: "Mein Rennen war kurz, aber gut"

Wie viel unterschied der Fahrer machen kann zeigte Pascal Wehrlein mit dem unterlegenen Manor Boliden eindrucksvoll zu Beginn des Auftaktrennens der Formel-1-Saison 2016. Direkt vor seinem Teamkollegen startete er, die erste Runde beendete er fünf Plätze vor ihm. Doch er kam nicht nur kurzzeitig vor, sondern er hielt sich auch bis zum ersten Stopp auf der 14. Position. Nach dem Rennabbruch war wegen eines Bremsproblems für Wehrlein nicht mehr viel zu machen und er erreichte das Ziel als 16.

Rundenprotokolle der Fahrer, Teams & Motorenhersteller

Beim ersten Rennwochenende der Formel 1 2016 in Australien teilen sich drei Fahrer das Fleißkärtchen. Lewis Hamilton, Jenson Button und Carlos Sainz Jr. absolvierten jeweils 118 Runden. Dabei war Jenson Button nah dran, die meisten Runden zu haben, doch die knappe Überrundung kostete ihn den Vorsprung. Besonders hevorzuheben ist die Zuverlässigkeit der beiden Renault-Boliden, deren Fahrer mit 116 und 114 Runden nur knapp hinter der Spitze liegen.