Nach sechs spannenden Rennstunden belegten Marco Sørensen und Christoffer Nygaard im von Aston Martin Racing eingesetzten Young Driver AMR-Aston Martin Vantage GTE Rang sechs in der GTE-Pro-Klasse. Das Rennen in Spa brachte für Young Driver AMR nicht das erwartete Ergebnis, lieferte aber wertvolle Daten für das nun anstehende Saisonhighlight in Le Mans, bei dem Young Driver AMR seinen Klassensieg aus dem vergangenen Jahr wiederholen möchte.

Nachdem Sørensen/Nygaard den Aston Martin Vantage GTE im Qualifying auf Startplatz fünf stellten, fuhr Sørensen den Start und kämpfte in den ersten beiden Stunden um einen Podiumsplatz. Nygaard übernahm dann für den Mittelteil des Rennens, ehe Sørensen anschließend nochmals für weitere zwei Stunden im Auto saß. Nachdem der Aston Martin mit der #95 in der ersten Rennhälfte zeitweise auf Rang drei lag, gestaltete sich die zweite Rennhälfte deutlich schwieriger. Der Young Driver AMR-Aston Martin war das Auto mit der geringsten Boxenstandzeit in seiner Klasse, doch die Taktik die letzten beiden Rennstunden auf einem Reifensatz zu absolvieren, zahlte sich in der letzten Rennstunde nicht aus und das dänische Duo beendete das Rennen auf Rang sechs.

"Das war kein einfaches Rennen für uns", sagte Jan Struve von Young Driver AMR. "Das Rennen war sehr spannend und die Abstände waren extrem gering, aber am Ende hatten wir kein Glück. Viele unserer Gegner hatten heute kleinere Probleme oder Strafen, doch wir konnten daraus leider keinen Nutzen ziehen. Spa hat aber auch viele sehr positive Aspekte gebracht. Wir haben uns in einigen Bereichen sehr deutlich gesteigert, unsere nun gut funktionierenden Boxenstopps sind vielleicht der deutlich sichtbarste Teil. An den drei Tagen haben wir sehr viele Daten für Le Mans gesammelt, das ist für uns das wichtigste Rennen der Saison. Glückwunsch an unser Schwesterauto von Aston Martin Racing, die in Spa unsere Klasse heute gewonnen haben."

Die Doppelstint-Taktik zahlte sich nicht aus - Foto: Speedpictures
Die Doppelstint-Taktik zahlte sich nicht ausFoto: Speedpictures

Stimmen der Fahrer

Marco Sørensen: "Zum Rennende habe ich erstmals in meiner Rennfahrerkarriere einen Doppelstint auf einem Reifensatz gefahren. Wir haben uns davon einen Vorteil versprochen und gehofft, eine oder zwei Positionen zu gewinnen, doch es ist sich nicht ausgegangen. Unsere Leistung war in Belgien grundsätzlich gut, allerdings müssen unsere Strategie noch etwas perfektionieren. Heute hatten wir keine Chance auf den Sieg, aber wir haben im Qualifying ein gutes Tempo und grundsätzlich alles, um vorn zu fahren. Nun müssen wir für Le Mans alles zusammen bekommen."

Christoffer Nygaard: "Ich bin mit meinem Rennen nicht besonders zufrieden. Ich hatte einfach im Rennen nicht genügend Vertrauen in das Auto, es hat mir heute nicht gelegen und unter diesen Umständen ist es auch sehr schwer, zu attackieren. Meine Rundenzeiten waren so anders als gewohnt auch nicht konstant und so kann man in einer so wettbewerbsfähigen Klasse wie unserer nicht ganz vorn fahren."