Wie bereits Alexander Wurz im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com ankündigte, wird die GPDA am Donnerstag eine Umfrage starten. Dabei sind die Fans gefragt. Die Fahrervereinigung will wissen, was die Zuschauer über die Zukunft der Königsklasse denken. GPDA-Präsident Wurz betonte, dass ihm viel an der Kommunikation mit den Anhängern des Sports liege, deren Meinung oftmals zu kurz komme.

McLaren-Pilot Jenson Button glaubt indes, dass die Umfrage letztlich wenig Wirkung zeigen wird. Die laut GPDA weltweit umfangreichste und ausführlichste Fan-Umfrage, die es je im Sport gegeben hat, wird dem Briten nach ihr Anliegen verfehlen, der Stimme der Fans Gewicht zu verleihen.

Dennoch erhofft sich Button interessante Erkenntnisse: "Es wird sehr interessant sein zu sehen, in welche Richtung der Sport den Anhängern - und damit den Fans - nach gehen soll." Das impliziere jedoch nicht, dass sich dadurch irgendetwas ändern könnte. "Aber es ist interessant für uns Fahrer, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen. Und da so etwas schon länger nicht durchgeführt wurde, ist es notwendig und ich hoffe, wir werden einige positive Ergebnisse daraus ziehen können."

Den Fans mehr für ihr Geld bieten: die GPDA hakt nach - Foto: Sutton
Den Fans mehr für ihr Geld bieten: die GPDA hakt nachFoto: Sutton

Von der Umfrage erwartet sich Button eine gewisse Signalwirkung. "Es ist ungeheuer wichtig, denn wir wären nicht hier ohne die Fans", so der McLaren-Pilot. "Das ist ein Sport, der Fans braucht. Wir haben weltweit Millionen von Fans und es ist immer interessant, ihre Meinung zu hören, zu sehen, was ihnen der Sport bedeutet und wohin er sich entwickeln könnte."

Und auch wenn Button der Meinung ist, dass die F1 in einer guten Verfassung sei, gibt es auch hier ausreichend Spielraum für Verbesserungen: "Insbesondere in einem Sport wie der Formel 1, der sich bezüglich der Technologie ständig verändert. Daher denke ich, dass die Umfrage wirklich wichtig ist."

Etwas überrascht ist der Brite, dass die Strategy Group die Fahrer bislang noch nicht kontaktiert und nach ihrer Meinung gefragt worden sind. "Ich bin mir aber sicher, dass das noch geschehen wird", sagte er. "Wir haben eine Menge zu geben, eine Menge Meinungen darüber, wie der Sport besser für uns werden könnte. Wir sind erfahren darin, unterschiedliche Autos zu fahren und unterschiedliche Situation zu meistern. Daher könnten wir mit unserer Meinung helfen."