Gab es im ersten Freien Training zum Großen Preis von Monaco noch jede Menge Fahrbetrieb, wurden in der zweiten Session deutlich weniger Runden abgespult. Verantwortlich dafür zeichnete der Regen, der nach 20 Minuten einsetzte. Da für das weitere Rennwochenende trockenes Wetter vorhergesagt ist, entschieden sich die Piloten dazu, den Großteil der Session in der Garage zu verbringen. Erst in den letzten Minuten wagten sich wieder einige Fahrer mit Intermediates respektive Regenreifen auf die Strecke. Die Longruns mit vollen Tanks fielen ins Wasser.

Ferrari belegte die Plätze drei und vier - Foto: Sutton
Ferrari belegte die Plätze drei und vierFoto: Sutton

Die Platzierungen: Bevor der Himmel seine Schleusen öffnete, erzielte Lewis Hamilton auf den weichen Reifen in 1:17.192 Minuten die Bestzeit. Rund sieben Zehntel dahinter klassierte sich sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. Auf den Plätzen drei und vier folgten die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen, gefolgt von Daniil Kvyat und Carlos Sainz. Komplettiert wurden die Top-10 von Max Verstappen, Fernando Alonso, Nico Hülkenberg und Romain Grosjean.

Die Premiere der rot markierten superweichen Reifen fiel dem Regen zum Opfer. Lediglich Pastor Maldonado wagte sich mit dem weichsten Pneu aus dem Pirelli-Sortiment auf die nasse Strecke, kehrte aber schon nach einer Runde an die Boxen zurück.

Merhi sorgte für eine rote Flagge - Foto: Sutton
Merhi sorgte für eine rote FlaggeFoto: Sutton

Die Zwischenfälle: Roberto Merhi sorgte für die erste rote Flagge des Wochenendes. Der Spanier verlor beim Anbremsen der Schikane nach dem Tunnel seinen Manor-Boliden und schlug rechts in die Leitplanken ein. "Ich hatte ein anderes Bremssetting und die Hinterräder haben blockiert. Zum Glück wurde nur der Frontflügel beschädigt", schilderte er den Unfall. "Es war knifflig, weil wir nicht so viel Downforce wie die anderen Teams haben."

Nahezu standesgemäß gab es einige Verbremser. Kimi Räikkönen, Daniil Kvyat und Nico Rosberg nutzten den Notausgang in Sainte Devote, Pastor Maldonado und Sebastian Vettel fuhren hingegen in Mirabeau geradeaus und sorgten kurzzeitig für gelbe Flaggen.

Das Wetter: Monaco präsentierte sich am Donnerstagnachmittag alles andere als frühsommerlich. Nach 20 Minuten setzte Regen ein und sorgte dafür, dass die Zuschauer kaum Autos auf der Strecke zu sehen bekamen. Die Lufttemperatur kam nicht über 15 Grad hinaus, auf dem Asphalt wurden lediglich kühle 22 Grad gemessen.

Die Analyse: Viel Regen und wenig Fahrbetrieb - so lässt sich das zweite Training im Fürstentum zusammenfassen. Die Erkenntnisse tendieren gegen Null, wenngleich es nicht überrascht, dass ein Mercedes-Pilot die Bestzeit markierte. Viel Verkehr wird es somit am Samstag im dritten Training geben, da die Teams bislang nicht in der Lage waren, mit vollen Tanks für das Rennen zu üben.