Die Rallye Frankreich, die vom 2. bis zum 4. Oktober stattfindet, zeigt sich 2015 in völlig neuem Gewand. Nach fünf Jahren im Elsass, kehrt die Veranstaltung wieder auf die Insel Korsika zurück. Die Tour de Corse, wie sie genannt wird, war bereits von 1973 bis einschließlich 2008 Teil der Weltmeisterschaft.

Der Service Park der Asphalt-Rallye liegt im Ort Corte, der sich im Zentrum der Insel Korsika befindet. Von dort aus brechen die Piloten auf 332,57 gewertete Kilometer auf. Eine Besonderheit: An den drei Wertungstagen werden lediglich neun Sonderprüfungen absolviert - drei pro Tag. Mit Ausnahme der Power Stage sind alle Prüfungen mindestens 30 Kilometer lang.

Die Rallye Korsika stellt die Piloten vor die verschiedensten Herausforderungen. Sehr schnelle und teils weitläufige Passagen, wechseln sich mit engen und langsamen Bereichen ab. Durch sehr kurvige Strecken und einem Knick nach dem anderen erreichen die Fahrzeuge kaum Höchstgeschwindigkeiten.

Der Asphalt bietet stellenweise extrem viel Grip, um im nächsten Moment wieder rau und sehr rutschig zu werden. Die Insel selbst besteht zum Großteil aus Hochgebirge, was permanent wechselnde Bergauf- und Bergab-Passagen mit sich bringt. In der Spitze fahren die Autos 1.300 Meter über dem Meeresspiegel.

Vorschau Rallye Korsika: (02:56 Min.)

Ein großer Faktor ist das Wetter auf der lediglich 8,68 Quadratkilometer großen Insel. Zum Zeitpunkt der Rallye ist Herbst und zwischen 35 und 10 Grad Celsius ist alles möglich. Hinzu kommt starker Südwestwind, der sich zu teils heftigen Böen entwickeln kann.

Als Favorit geht das Volkswagen-Team in die Rallye Frankreich. Die Mannschaft feiert bei der Tour de Corse Premiere und möchte am liebsten bereits im ersten Anlauf siegen. Weltmeister Sebastien Ogier bestreitet auf Korsika sein Heimspiel. Der Franzose war in seiner Karriere allerdings noch nie zuvor in einem WRC unter Wettkampfbedingungen bei dieser Rallye unterwegs. Als Geheimfavoriten gehen Citroen-Pilot Kris Meeke und Hyundai-Fahrer Thierry Neuville an den Start. Meeke kennt die Rallye - wenn auch in anderer Form - noch aus seiner Zeit in der IRC, Neuville zählt zu den absoluten Asphalt-Spezialisten im Feld.