Es hätte so schön sein können. Nach zwei mehr oder weniger erfolgreichen Rennen in Katar und Argentinien ging es für Jack Miller zum ersten Mal in der Saison auf eine seiner Lieblingsstrecken: dem Circuit of the Americas in Austin. Doch die Pechsträhne ließ Miller auch hier nicht los. Gleich im FP1 stürzte der Marc VDS-Pilot nach einem schweren Highsider. Zwar verließ Miller die Unfallstelle nach dem Sturz selbstständig, wurde von seinem Team aber dennoch ins Clinica Mobile geschickt. Die Röntgenbilder geben Entwarnung: Miller ist unverletzt und kann am Qualifying teilnehmen.

Das Urteil aus dem Clinica Mobile

Ein gelungener Start ins Wochenende sieht jedoch anders aus, das weiß auch der Australier, der mit einer Tagesbestzeit von 2:06.77 nur auf dem 20. Platz landete. "Es ist sehr schade, dass ich das Wochenende mit dem schweren Sturz von heute Morgen beginnen muss", so Miller, der die Ursache seines Highsiders genau benennen kann: "Auf meinem zweiten Bike waren neue Reifen. Ich habe nicht genug Hitze in den Hinterreifen bekommen, bevor ich angefangen habe, zu pushen. Das Endergebnis ist der Sturz gewesen." Sein Team schickte Miller sofort nach dem Crash ins Clinica Mobile. Nach einigen Röntgenaufnahmen gab es Entwarnung von den Ärzten: Kein Knochen ist gebrochen. Das bedeutete für Miller freie Bahn in Richtung FP2 und Qualifying-Samstag.

Beim Wochenende in Argentinien war Jack Miller stark - bis zu seinem Sturz - Foto: MarcVDS
Beim Wochenende in Argentinien war Jack Miller stark - bis zu seinem SturzFoto: MarcVDS

Ganz ohne ist der Sturz des Marc VDS-Piloten dennoch nicht. Nach seinem Motocross-Unfall in der Winterpause ist Miller immer noch nicht bei 100 Prozent Fitness angekommen. Hätte der Sturz seinen noch immer verletzten rechten Fuß betroffen, hätte es sicher düster für den Australier ausgesehen. Glück im Unglück für den Australier also.

Ganz ohne Schmerzen kann Miller den Highsider trotzdem nicht hinter sich lassen. "Mein rechtes Bein tut sehr weh, aber ich werde eng mit den Ärzten aus dem Clinica Mobile zusammenarbeiten, um schnell wieder fit zu sein", erklärte Miller. "Morgen werde ich es dann nochmal probieren und im Qualifying hart pushen." Die schlechtesten Voraussetzungen hat Miller nicht, im Jahr 2014 konnte er sein letztes Moto3-Rennen auf dem COTA für sich entscheiden.

Update: Am Freitagmorgen wurde Miller im Clinica Mobile erneut geröntgt. Mit überraschendem und unerfreulichem Ergebnis. Die erneute Untersuchung Millers Fußes hat ergeben, dass der Australier sich bei seinem Highsider im FP1 eine Fraktur zugezogen hat. Im FP3 und FP4 nahm Miller noch teil, doch bereits in der letzten Trainingssession verkündete sein Crewchief, dass Miller aufgrund seiner Verletzung das Rennen am Sonntag aussetzen wird und erst in Jerez wieder am Start sein wird.