Der Circuit of the Americas bleibt Marc-Marquez-Land! Der Repsol-Honda-Pilot, in Austin noch ungeschlagen, schnürte im zweiten Freien Training am Freitag den Bestzeiten-Doppelpack, nachdem er bereits die erste Session des Tages angeführt hatte. Mit einer schnellsten Runde von 2:04.034 Minuten setzte er sich vom restlichen Feld mehr als deutlich ab, obwohl er in seinem vielleicht schnellsten Versuch gestürzt war.

Die Platzierungen: Über sieben Zehntelsekunden trennten Marc Marquez am Ende des zweiten Trainings von seinem ersten Verfolger Andrea Iannone. Maverick Vinales überzeugte als Dritter einmal mehr. Scott Redding sorgte mit Rang vier einmal mehr für eine positive Überraschung. Die Yamaha-Werkspiloten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi klassierten sich auf den Plätzen fünf und sechs. Rossi blieb mit 940 Tausendstelsekunden Rückstand als letzter Fahrer unter einer Sekunde. Loris Baz wurde Siebenter vor Dani Pedrosa, Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow.

Rossi und Teamkollege Lorenzo verloren viel Zeit - Foto: Movistar Yamaha
Rossi und Teamkollege Lorenzo verloren viel ZeitFoto: Movistar Yamaha

Stefan Bradl gewann als 17. das Teamduell bei Aprilia. Er verlor 1,888 Sekunden auf die Bestzeit von Marquez und war 0,235 Sekunden schneller als der direkt hinter ihm klassierte Alvaro Bautista.

Die Zwischenfälle: Zur Halbzeit der Session war Marc Marquez auf dem Weg zu einer überlegenen neuen Bestzeit, doch in der letzten Kurve kam er zu Sturz. Er rutschte mit seiner Honda über das Vorderrad weg und landete im Kies. Marquez blieb unverletzt und schob seine Honda selbst über die Strecke zurück in die Boxengasse.

Fünf Minuten vor Ende flog Eugene Laverty bei hohem Tempo in Kurve zwei ab. Er rutschte aber gleichmäßig über den Asphalt und verletzte sich nicht. Auf seiner letzten Runde stürzte auch Aleix Espargaro noch, konnte aber sogar selbst mit seiner Suzuki an die Box zurückkehren.

Das Wetter: Absolutes herrliches Motorradwetter im zweiten Freien Training der MotoGP-Klasse in Austin. Ein paar Wolken über dem Circuit of the Americas störten nicht, die Außentemperatur erreichte dennoch angenehmen 28 Grad. Der Asphalt erwärmte sich auf 39 Grad.

Die Analyse: Marc Marquez gab sich im Vorfeld des Rennwochenendes von Austin selbst vorsichtig und machte sich Sorgen, in den Beschleunigungszonen des Circuit of the Americas zu viel Zeit zu verlieren. Diese Sorgen scheinen aber unberechtigt gewesen zu sein, sieht man sich die Dominanz Marquez' am ersten Tag in Austin an. Valentino Rossi hätte seinem Erzrivalen am Ende von FP2 aber noch sehr nahe kommen können. Er war nach zwei Sektoren in seinem letzten Versuch auf Bestzeitkurs, machte dann aber am Ende der langen Gegengeraden einen schweren Fehler und konnte sich so nicht mehr verbessern. Entschieden ist dieses Wochenende also noch lange nicht.