Noch ist die Übernahme jener 35,5%, die CVC Capital Partners an der Formel 1 hält und für die das US-amerikanische Medienunternehmen Libery Media 8,5 Milliarden Dollar zahlen will, nicht offiziell, eine wichtige Entscheidung scheint allerdings bereits gefallen zu sein. Medienberichten zufolge bleibt Bernie Ecclestone als Geschäftsführer der Formel 1 für drei weitere Jahre im Amt, erhält mit Chase Carey als Vorsitzenden jedoch einen neuen starken Mann an seiner Seite.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Ecclestone würde sich mit der Übernahme zurückziehen, diese Gerüchte wies der 85-Jährige nun jedoch zurück. "Es wurde beschlossen, dass ich als Formel-1-Geschäftsführer bleibe. Ich werde weiterhin all jene Dinge tun, die ich bisher getan habe, wie Verhandlungen mit Rennstrecken und Fernsehanstalten führen", erklärt Ecclestone gegenüber Autosport.

Chase Carey unterstützt Ecclestone

Unterstützung erhält Ecclestone künftig von Chase Carey. Der 61-Jährige US-Amerikaner war zuletzt stellvertretender Vorsitzender des Medienunternehmens 21st Century Fox und beim Fernsehsatellitenbetreiber Direct TV in führender Position tätig. Carey löst den Österreicher Peter Brabeck-Letmathe ab, der das Amt erst vor drei Jahren übernommen hatte, und soll unter anderem dazu beitragen, die Darstellung der Formel 1 in den sozialen Medien zu verbessern.

Die Formel 1 steht vor der Übernahme - Foto: Sutton
Die Formel 1 steht vor der ÜbernahmeFoto: Sutton

"Peter war ein perfekter Vorsitzender und hat die Dinge so organisiert, wie es ein Vorsitzender tun sollte, verfügt in gewissen Bereichen aber nicht über so viel Wissen wie Chase", erläutert Ecclestone die Personalrochade. "Es gibt drei Dinge, die für mich wichtig sind: Seine Verbindungen zum Fernsehen in Amerika, seine Verbindungen zu Sponsoren, zu Leuten, mit denen er seit Jahren zusammengearbeitet hat, und schließlich Social Media, worin er gut ist. Das ist alles positiv für den Sport."

Verhandlungen dauern an

Bis wann die Übernahme in trockenen Tüchern ist, bleibt abzuwarten. Für den späten Mittwochabend sowie nächsten Dienstag sind weitere Meetings in London anberaumt, die Ecclestone davon abhalten könnten, dem Singapur GP beizuwohnen. Unter anderem muss die FIA ihre Zustimmung erteilen, da sie mit einem Anteil von einem Prozent ebenfalls an der Formel 1 beteiligt ist.