In seinem siebten WSBK-Rennen hat es endlich geklappt für Nicky Hayden. Der US-Amerikaner holte beim ersten Lauf in Assen endlich sein erstes Podium in der Superbike-WM! Und das ausgerechnet beim Heimrennen seines Teams und seines Stallgefährten Michael Van Der Mark. Der Holländer fightete selbst lange Zeit um den Sieg mit und musste dann sein Rennen mit einem Sturz in der vorletzten Runde beenden. Hayden machte seine Sache besser und spielte im Finish seine ganze Routine aus über 200 MotoGP-Schlachten aus, um Platz drei über die Bühne zu bringen.

Und diese Routine auszuspielen war aufgrund der schwierigen Verhältnisse mit drei nassen Trainings und einem trockenen Qualifying auch notwendig. "Wir hatten so wenig Streckenzeit im Trockenen und wussten daher nicht, was uns erwartet", atmete Hayden tief durch. "Mein Start war super und ich konnte mit der Spitzengruppe mitgehen, auch wenn sie sehr schnell waren." Das überraschte offenbar Hayden selbst. Zeit zum Luft holen hatte Hayden nämlich keine.

Nicky Hayden hielt in Assen mit der Spitzengruppe gut mit - Foto: Honda
Nicky Hayden hielt in Assen mit der Spitzengruppe gut mitFoto: Honda

Van Der Marks Sturz beeinflusst Haydens WSBK-Rennen in Assen

"Immer, wenn ich mich zurückgelehnt habe, hat sich sofort eine Lücke nach vorn geöffnet", wunderte sich Hayden. Doch er konnte sich in der fünfköpfigen Spitzengruppe festsetzen. Nach Sykes' Sturz reduzierte sich diese Gruppe auf vier Mannen, die sich immer wieder schöne Zweikämpfe lieferten. "Am Ende habe ich mich immer wohler mit meinem Bike und den Verhältnissen gefühlt, deshalb dachte ich, ich könnte in den letzten beiden Runden noch etwas mehr herauskitzeln", verrät Hayden nach dem Rennen.

Doch dann kam alles anders: In der vorletzten Runde stürzte Van Der Mark, das Podium vor Augen, bei seinem Heimrennen. Und auch für Hayden lief nicht alles glatt: "Gleich nach Michaels Crash hatte ich auch einen Moment in Turn 5, daher war es dann besser, das Ergebnis nach Hause zu fahren", so Hayden. Über das erste Podium seit dem MotoGP-Rennen in Jerez 2011 freut er sich dennoch: "Das ist mein erstes Superbike-Podium und überhaupt das erste nach langer Zeit, daher möchte ich mich ganz herzlich beim Team für seine Arbeit bedanken."