Fünfter MotoGP-Testtag 2020, vierte Bestzeit für Fabio Quartararo. Nachdem der Petronas-Yamaha-Mann am Samstag erstmals die Spitzenposition abgeben musste, setzte er sich am am Sonntag in Katar wieder an den obersten Rang der Zeitenliste.

Das Ergebnis: Quartararo holte sich die Tagesbestzeit in 1:54.038 Minuten und war damit über vier Zehntelsekunden schneller als Alex Rins am Samstag. Der Suzuki-Pilot landete am Sonntag auf P2, 0,162 Sekunden hinter Quartararo. Maverick Vinales wurde Dritter vor Franco Morbidelli und Francesco Bagnaia. Johann Zarco überraschte mit P6 vor Joan Mir, Andrea Dovizioso, Valentino Rossi und Takaaki Nakagami.

Marc Marquez wurde nur 14., über eine Sekunde hinter der Bestzeit Quartararos. Seine Kollegen auf der 2020er-Honda, Alex Marquez und Cal Crutchlow, kamen gar nur auf die Positionen 19 und 21.

Die Zwischenfälle: Marc Marquez sorgte gegen 15 Uhr für den ersten Sturz des Tages. Dieser fiel aber gleich richtig heftig aus. Der körperlich immer noch angeschlagene Weltmeister flog im schnellen Rechtsknick Turn 9 ab. Er selbst kam mit dem Schrecken davon, seine Honda wurde aber in zwei Teile zerfetzt.

Auch Cal Crutchlow, Aleix Espargaro, Brad Binder und Joan Mir kamen am Sonntag zu Sturz.

Die Technik: Am Lenker von Marc Marquez' Honda RC213V war am Sonntag erstmals ein neuer Schalter zu sehen. Über dessen Funktion herrscht noch Unklarheit, es könnte sich aber um ein Holeshot-Device handeln. Am Samstag meinte Marquez auf ein derartiges System bei Honda angesprochen noch, dass dieses aktuell nicht verfügbar, aber in Arbeit sei.

Gut zu sehen: Der Schalter an Marquez' Lenker - Foto: LAT Images
Gut zu sehen: Der Schalter an Marquez' LenkerFoto: LAT Images

Die Bedingungen: Der zweite Testtag begann ähnlich wie der erste in Katar. Bei Sonnenschein wurden um die 25 Grad Außentemperatur gemessen. Während am Samstag allerdings bis Ende der Session um 20 Uhr Ortszeit ohne Probleme schnelle Zeiten möglich waren, schloss sich dieses Fenster am Sonntag für die Fahrer schon früher. Der übliche Tau kam unter einer aufziehenden Wolkendecke eher und intensiver als gewohnt und machte die Strecke somit rutschig. Persönliche Bestzeiten waren noch möglich, der Grat aber schmal.