"Meine 100 Prozent sind in diesem Jahr leider nicht genug", erklärt Aleix Espargaro in der MotoGP-Pressekonferenz am Donnerstag in Barcelona. Die Aprilia RS-GP macht dem Spanier auch in diesem Jahr das Leben schwer. Im Moment liegen die angestrebten Top-10-Platzierungen in weiter Ferne. Doch mehr als sein Bestes kann Espargaro nicht geben. Deshalb sieht er jetzt von Seiten Aprilias Handlungsbedarf.

In den sechs Rennen der bisherigen Saison schaffte es Espargaro erst zweimal in die Top-10, beim Saisonstart in Katar mit P10 und beim zweiten Rennen in Argentinien mit P9. Die anderen vier Rennen endeten für den Spanier knapp außerhalb der angestrebten Plätze. "Ich tue mein Möglichstes und gebe immer alles. Aber in diesem Jahr reicht das nicht, um das Bike in die Top-10 zu fahren", klagt Espargaro.

Und wenn von Seiten des Fahrers einfach nicht mehr geht, gibt es nur noch eine Seite, die an der Performance der RS-GP etwas ändern kann: Der Hersteller. "Wir brauchen etwas mehr Unterstützung von Aprilia", stellt Espargaro deshalb klar, auch wenn für ihn ebenfalls offensichtlich ist, dass die Ingenieure im italienischen Noale alles tun.

Aleix Espargaro kämpft darum, die Aprilia besser zu machen - Foto: Aprilia
Aleix Espargaro kämpft darum, die Aprilia besser zu machenFoto: Aprilia

"Wir haben nach jeder Session lange Meetings", gibt Espargaro einen Einblick in die Arbeitsweise bei Aprilia. "Alle Ingenieure kennen unsere Probleme, aber es ist immer besser, wenn man nach einer Session direktes Feedback bekommt." Hilfreich ist bei der Problembewältigung auch, dass die drei Aprilia-Piloten, die in Barcelona im Einsatz sind, sich über die Schwachstellen der RS-GP einig sind.

"Andrea (Iannone), Bradley (Smith) und ich haben in denselben Zonen dieselben Probleme", erläutert Espargaro. "Die Ingenieure wissen, was unsere Forderungen sind und daran müssen sie jetzt hart arbeiten. Der Ball liegt bei ihnen."

Espargaro ist trotz seiner wiederholten Forderungen nach mehr Unterstützung seitens des italienischen Herstellers aber auch klar, dass von heute auf morgen keine bahnbrechenden Änderungen machbar sind. "In einer Woche schaffen sie es natürlich nicht, unsere Probleme zu lösen", erklärt Espargaro hinsichtlich seiner Erwartungen von Mugello hin nach Barcelona. "Ich werde an diesem Wochenende deshalb trotzdem versuchen, dichter auf die Top-10-Piloten aufzuschließen. Vielleicht geben wir die heimischen Fans ja mehr Power."