Pirelli hat sich für das Formel-1-Rennen in Aserbaidschan für die drei verschiedenen Reifenmischungen entschieden. In Baku stehen den Piloten 2018 die Mischungen Ultrasoft, Supersoft und Soft zur Verfügung.

Auf die Hypersoft-Premiere müssen Fans und Fahrer somit weiter warten. Auch bei den ersten drei Grands Prix hat sich der Alleinausrüster der Formel 1 gegen die neue Reifenmischung entschieden. Der weichste Reifen wurde speziell für Straßenkurse entwickelt, allerdings werden in Baku mitunter die höchsten Endgeschwindigkeiten der ganzen Saison erreicht, weshalb die Beanspruchung hoch ist.

Auch wenn der Hypersoft zunächst noch im Regal bleibt, Pirelli geht mit der Wahl schon einen deutlichen Schritt weicher als in der abgelaufenen Formel-1-Saison. Damals brachten die Italiener Supersoft, Soft und Medium mit ans kaspische Meer. Zudem waren die Mischungen 2017 ohnehin schon eine Stufe härter.

Hypersoft Ultrasoft SupersoftSoftMediumHard Superhard
AustralienQRR
BahrainQRR
ChinaQRR
AserbaidschanQRR

Q: Von Pirelli nominierter Qualifying-Reifen
R: Zwei von Pirelli festgelegte Reifensätze fürs Rennen

Relevante Referenzdaten aus dem Vorjahr über die Rennstrategie gibt es nur bedingt. Zahlreiche Safety-Car-Phasen und sogar eine Rennunterbrechung sorgten für undurchsichtige Strategien. Unter normalen Umständen wäre der Aserbaidschan GP aber wohl ein Einstopp-Rennen geworden.

Reifen-Neuerungen zur Formel-1-Saison 2018

Pirelli bringt zur Saison 2018 gleich zwei komplett neue Formel-1-Reifen. Neben der generellen Tendenz, alle Reifen eine Stufe weicher zu gestalten, gibt es zwei zusätzliche Mischungen. Der Hypersoft-Pneu rundet das Angebot auf der weichen Seite ab, der Superhard am anderen Ende der Skala.

Die prinzipiellen Reifen-Regeln bleiben gleich. Nachdem Pirelli 2017 breitere Pneus brachte, bleiben die Dimensionen 2018 identisch. Auch die Auswahl der Mischungen bleibt, Pirelli wählt weiterhin pro Rennwochenende drei Mischungen aus, aus denen die Teams wählen dürfen. 3 der 13 Reifensätze für jeden Piloten bestimmen die Italiener. Davon sind zwei Sätze für das Rennen reserviert, der andere für die Qualifikation. Fahrer, die sich in den Top-10 qualifizieren, müssen diesen Reifensatz nach Q3 zurückgeben, alle anderen dürfen ihn im Rennen verwenden. Die restlichen zehn Sätze dürfen die Teams für ihre Fahrer individuell aussuchen.

Die Team erhielten bereits am 7. Dezember die voraussichtlichen Mischungen für die ersten drei Rennen. Bis zum 14. Dezember müssen sich die Teams für ihre Reifensets beim Australien GP entschieden haben. Für Bahrain und China bleibt ihnen noch etwas Zeit, allerdings gibt es bis dahin keine Testfahrten.