Max, leider keine Punkte für dich beim Motorsport Festival Lausitzring. Was passte nicht?
Es war sehr schade, dass unser Kampf im Rennen am Sonntag nicht belohnt wurde. Ich fuhr auf Platz zwölf und habe Druck auf Timo Scheider vor mir gemacht. Ich wäre auch vorbeigekommen, doch beim Anbremsen in Kurve zwei ist wohl vorne rechts am Auto etwas gebrochen. Damit war mein Rennen in Runde 30 gelaufen. Ärgerlich, weil ich die gleichen Zeiten fuhr wie Chris Vietoris, der am Ende Siebter wurde. Da wären locker Punkte drin gewesen.

Das Rennen am Samstag hätte auch besser laufen können ...
Auf jeden Fall! Ich konnte morgens das Training wegen eines Problems am Auto nicht fahren. Ohne vorherige Übung mit neuen Reifen bin ich im Qualifying auf Platz 15 gelandet, das war in Ordnung. Wegen einer Strafe musste ich dann von der 20. Position starten. Im Rennen war ordentlich was los und ich hatte einige Überholmanöver. Meine Meinung: Du musst um jeden Platz kämpfen, egal ob um Platz 15, Punkte oder den Sieg. Manchmal läuft es nicht, aber ich will mir nicht vorwerfen lassen, nicht in jedem Rennen maximal gefightet zu haben. Platz 16 entsprach am Ende nicht unseren Erwartungen. Ohne die Zurückversetzung wäre mehr drin gewesen.

Highlights Rennen 2: (06:40 Min.)

Wie hat dir generell die Atmosphäre beim Motorsport Festival Lausitzring gefallen?
War super, als Fan kann man sich doch eigentlich nicht mehr wünschen. Es gab von morgens bis abends Renn-Action in unterschiedlichen Serien. Es wäre toll, wenn wir solch ein Event jährlich im Rennkalender hätten. Ich persönlich fand es schön, mal wieder im Fahrerlager des ADAC GT Masters vorbeizuschauen. Ich kenne viele noch gut aus meinen Zeiten im GT-Sport, etwa die Jungs und Mädels von MS Racing, mit denen ich 2012 die Meisterschaft gewonnen habe.

Nach drei aufeinanderfolgenden Rennwochenenden ging es für dich rasant weiter. Am Montag hast du allerdings ausnahmsweise auf dem Beifahrersitz Platz genommen ...
Am Montag war ich in Stuttgart und habe mich mit Mesut Özil getroffen. Wir standen zusammen vor der Kamera, das war eine coole Aktion. Lasst euch überraschen, was da genau kommt! Mesut ist seit ein paar Tagen Markenbotschafter für Mercedes-Benz. Ich habe ihm seinen neuen Dienstwagen, ein Mercedes-AMG S 63 Coupé, übergeben. Gefühl in den Beinen hat Mesut ja sowieso, das hat er auch am Steuer während der Probefahrt bewiesen. Ich habe dieses Jahr den Slogan ‚Vive La Mannschaft‘ auf meinem DTM-Auto und drücke den Jungs bei der Europameisterschaft die Daumen.

Das nächste Highlight wartet um die Ecke. Freust du dich auf dein DTM-Heimspiel in Nürnberg?
Klar, der Norisring gehört zu den absoluten Höhepunkten im Rennkalender. Natürlich freue ich mich auf mein Heimrennen und die fantastische Atmosphäre, aber da habe ich noch eine Rechnung zu begleichen. Im vergangenen Jahr hatte ich ziemlich viel Pech und blieb ohne Punkte. Das war ärgerlich, weil unser Mercedes-AMG DTM-Team an diesem Wochenende super aufgestellt war. Der Plan muss also sein, die ersten Zähler in dieser Saison einzusacken – und natürlich nebenbei die EM-Spiele zu verfolgen!