DTM Reglement, Regeln und Änderungen 2021

Wertungen

In der DTM gibt es vier Jahreswertungen. Der Titel "DTM-Champion" wird an den Fahrer vergeben, der am Ende der Saison die höchste Punktzahl erreicht hat. Der Titel "DTM-Team-Champion" wird an das Team vergeben, dessen zwei Fahrer in der Addition die meisten Punkte haben. Für den Titel "DTM-Marken-Champion" zählen sämtliche Punkte von allen Fahrern einer Marke. Der beste Junior der jeweiligen Klassen des Jahrgangs 1999 oder jünger erhält am Ende der Saison den Titel "DTM Junior Champion".

Autos

In der DTM kommen seit der Saison 2021 Fahrzeuge der Kategorie GT3 zum Einsatz. Diese Klasse ist von der FIA ins Leben gerufen worden. Teilnahmeberechtigt in der DTM Fahrzeuge basierend auf Anhang J - Artikel 257A der FIA in einer von dem Serienausschreiber/Promoter spezifizierten Variante. Die teilnehmenden Fahrzeug-Typen werden über eine eigens entwickelte Balance of Performance (BoP) eingestuft und reguliert.

Erfolgsgewicht

Die drei Erstplatzierten jedes Rennens in der jeweiligen Kategorie erhalten das untenstehende Erfolgsgewicht: P1: 25kg, P2: 18kg, P3: 15kg. Das benannte Erfolgsgewicht ist ausschließlich im darauffolgenden Rennen vom entsprechenden Bewerber im jeweiligen Fahrzeug zu platzieren. Das Erfolgsgewicht ist Fahrerbezogen.

Balance of Performance (BoP)

Zur Einstufung der Fahrzeuge wird vor jeder Veranstaltung ein Bulletin veröffentlicht. Um die Fahrzeugperformance der teilnehmenden Fahrzeuge der Bewerber anzugleichen, werden unter anderem die folgenden Parameter vorgegeben: Fahrzeugmindestgewicht, Power Level, Reifenbreiten, Fahrhöhen. Die Balance of Performance wird in der Regel spätestens eine Woche vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung bekannt gegeben. Während der ersten drei Veranstaltungen sind Änderungen an der Balance of Performance auch im Laufe der Veranstaltung möglich.

Testfahrten

Ab Montag vor Beginn einer DTM-Veranstaltung sind Tests eines eingeschriebenen Fahrers und/oder Teams bzw. Bewerbers auf der jeweiligen Rennstrecke verboten. Das Test-Verbot gilt nicht für seitens des Serienausschreibers/Promoters organisierte Testfahrten.

Gaststarter

In der DTM sind Einzelnennungen (Gaststarts) erlaubt. Diese Gaststarter sind nicht punkteberechtigt.

Punktesystem

Für alle Rennen wird die gleiche Anzahl an Punkten vergeben. Für die Plätze eins bis zehn werden Punkte nach folgendem Schema vergeben: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Zusätzlich gibt es für die drei schnellsten Piloten des Qualifyings Punkte für die Wertung. Der Polesitter erhält 3 Punkte, der Zweite 2 und der Dritte noch einen Punkt. Es gibt keine zusätzlichen Punkte für die schnellste Runde und keine Streichresultate.

Reifen

Jeder Fahrer hat für ein gesamtes DTM-Rennwochenende, bestehend aus Freien Trainings, Qualifyings und Rennen, drei neue Sätze Slick-Reifen von Michelin zur Verfügung. Gaststarter erhalten beim erstmaligen Start zu einem Rennwochenende fünf neue Reifensätze von Exklusiv-Partner Mchelin.

Rennformat

In der Saison 2021 werden zwei gleich lange Rennen über 55 Minuten plus eine vollständige Runde ausgetragen - eines am Samstag und eines am Sonntag. Für beide Rennen werden die Startplätze in einem separaten, 20-minütigen Qualifying ausgefahren. Zusätzlich zu den Qualifyings und Rennen gibt es zwei Freie Trainings mit einer Dauer von jeweils 45 Minuten.

Strafen

Folgende Wertungsstrafen können ausgesprochen werden: Nichtwertung (Trainingsrunden; Trainingszeiten, Qualifikationszeiten; Rennergebnisse); Änderung der Startposition; 5-Sekunden-Zeitstrafe; 10-Second-Stop-and-Go-Time-Penalty; Drive-Through-Penalty; Pit-Stop-Penalty.

Boxenstopps

Bei beiden Rennen müssen die Fahrer mindestens einmal durch die Boxengasse fahren und dabei alle vier Reifen wechseln. Es gibt keine Zeitfenster für die Boxenstopps, der Fahrer muss selbst entscheiden, wann er den Reifenwechsel vornimmt. Beim Boxenstopp dürfen maximal sechs Mechaniker eines Teams am Auto arbeiten, und es steht pro Fahrzeugseite lediglich ein Schlagschrauber zur Verfügung. Während einer Safety-Car-Phase darf zwar die Box angefahren werden, der vorgeschriebene Stopp ist damit aber nicht erledigt.

Parc-Fermé

Mit dem Absolvieren der ersten Zeitrunde im Qualifying unterliegen die Fahrzeuge den Parc-Fermé-Bestimmungen. Bis zum Rennstart dürfen nur wenige Arbeiten und Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Nach dem Rennen unterliegen alle in Wertung befindlichen Fahrzeuge erneut den Parc-Fermé-Bestimmungen. Änderungen am Fahrzeug dürfen dann nicht vorgenommen werden. Zwischen Rennen eins und Rennen zwei müssen die Mechaniker über Nacht eine festgelegte Ruhezeit einhalten. Währenddessen bleibt das Fahrzeug abgedeckt. Eine Ausnahme ist nur dann möglich, wenn ein Fahrzeug stark beschädigt wurde und wieder in Stand gesetzt werden muss, um am nächsten Tag starten zu können.

Safety Car

Das Safety Car wird eingesetzt, um Rennabbrüche zu vermeiden. Wenn die Anweisung zum Einsatz des Safety Cars gegeben wird, werden an allen Streckenposten bis zum Ende des Einsatzes geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild "SC" gezeigt. Überholen ist ab diesem Moment verboten. Das Safety Car fährt mit eingeschalteten Leuchten auf die Strecke und setzt sich vor das führende Auto. In der Runde, in der das Safety Car wieder in die Boxengasse einbiegt, werden die gelben Blinklichter ausgeschaltet. Vor der Start-/Zielgeraden formiert sich das Feld zum sogenannten Indianapolis-Start. Dabei fährt das Feld in Zweierreihen mit konstanter Geschwindigkeit auf die Startlinie zu. Der Führende (und die in seiner Reihe folgenden ungeraden Positionen) fährt dabei auf der Fahrbahnseite, die in der nach dem Start folgenden ersten Kurve die Innenbahn ist. Sobald der Führende in die Nähe der Startlinie kommt, bestimmt er, wann es losgeht. Sobald der Führende beschleunigt, wird wie bei der Nascar die grüne Flagge geschwenkt.

Startaufstellung

Die schnellste gefahrene Rundenzeit in Qualifying 1 bestimmt die Startaufstellung für Rennen 1. Die schnellste gefahrene Rundenzeit in Qualifying 2 bestimmt die Startaufstellung für Rennen 2. Das Qualifikationsminimum für die Zulassung zum Start ergibt sich aus der schnellsten gefahrenen Rundenzeit im offiziellen Zeittraining plus 10 % in der jeweiligen Kategorie. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft der Renndirektor in Abstimmung mit den Sportkommissaren. Fahrer, die diese Qualifikation nicht erreichen, werden grundsätzlich zum Start nicht zugelassen. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft der Renndirektor in Abstimmung mit den Sportkommissaren. Die Startplätze für die Wertungsläufe ergeben sich aufgrund der im jeweils relevanten Qualifying ermittelten schnellsten Rundenzeiten wie folgt: Der Fahrer mit der schnellsten Rundenzeit steht auf Startplatz eins, der Fahrer mit der zweitschnellsten Rundenzeit auf Startplatz zwei usw.

Start

Der Wertungslauf wird rollend gestartet. Die Startaufstellung für den Start erfolgt in 2 x 2 Startreihen (DTM Formation - Start). Die Pole-Position für den Start befindet sich auf dem Startplatz mit der kürzesten Entfernung zur ersten Kurve nach der Startlinie und wird in der Veranstaltungsausschreibung sowie in der Fahrerbesprechung bekannt gegeben. Für den Start kann das Safety-Car die Rolle des Führungsfahrzeuges übernehmen. Nach dem Ausscheren des Führungsfahrzeuges steht die Formation unter der Aufsicht des Starters. Die Fahrzeuge haben sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit in einer geordneten Formation in zwei Startreihen der Startlinie zu nähern. Dabei müssen alle Teilnehmer, die zum Zeitpunkt des Starts eine ungerade Platzierung in der Startaufstellung einnehmen (z.B. 1.Platz, 3. Platz, 5. Platz usw.) in einer Reihe hintereinander fahren und alle Teilnehmer, die zum Zeitpunkt des Start eine gerade Platzierung in der Startaufstellung einnehmen (z.B. 2. Platz, 4. Platz, 6. Platz usw.) in der Reihe auf der anderen Seite hintereinander fahren.

Startnummern

Die Piloten dürfen ihre Startnummer frei wählen. Diese behalten sie grundsätzlich während ihrer ganzen DTM-Karriere. Ausgenommen ist die Nummer 1, die dem Vorjahresmeister zusteht.

Kraftstoff

Nur der vom Serienausschreiber/Promoter für die betreffenden Veranstaltungen vorgeschriebene Serienkraftstoff darf verwendet werden. Zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung darf sich nach der Technischen Abnahme ein anderer als der vorgeschriebene Kraftstoff in einem von der Technischen Abnahme abgenommenen Fahrzeug befinden. Ausschließlich der gegen Bezahlung und vom Serienausschreiber bestimmte Kraftstoff ist zwingend bei jeder DTM Veranstaltung (alle Sessions) zu verwenden. Verändern des vorgeschriebenen Kraftstoffes ist verboten. So dürfen zum Beispiel keinerlei Substanzen hinzugefügt, entfernt oder in ihrer Konzentration verändert werden. Jegliches Vermischen mit anderen Kraftstoffen ist verboten; auch dann, wenn dieser bei einer der vorausgegangenen Veranstaltungen zugewiesen wurde.

Quelle: DTM.com