Die ADAC GT4 Germany steht vor ihrer zweiten Saisonstation 2020. Auf dem Hockenheimring darf sich die Serie am kommenden Wochenende (18. bis 20. September) im Rahmen des ADAC GT Masters über weiteren Teilnehmerzuwachs freuen. Burgmann Racing setzt unter der Bewerbung "Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport" einen Porsche 718 Cayman GT4 ein, dazu stockt Dörr Motorsport sein Kontingent auf drei McLaren auf. SPORT1 zeigt wieder beide Läufe im Free-TV. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Als Tabellenführer reist das Porsche-Duo Jan Kasperlik (41/Huglfing) und Nicolaj Møller Madsen (27/DNK, beide Team Allied-Racing) ins badische Motodrom. "Wir haben bereits am Nürburgring gezeigt, dass der Porsche 2020 sehr wettbewerbsfähig ist", erklärt Kasperlik, der mit Møller Madsen in der Eifel einen Laufsieg und ein weiteres Podiumsergebnis erzielte. "Wir gehen natürlich mit ähnlichen Erwartungen nach Hockenheim. Wir kennen die Strecke sehr gut, da wir dort recht oft getestet haben. Es wird wichtig sein, ein Set-up zu finden, dass nicht nur in Sektor eins und zwei sondern auch im Motodrom gut funktioniert. Insgesamt schätze ich auch BMW und Mercedes-AMG am Wochenende stark ein. Wir fahren voll auf Sieg und wollen zeigen, was wir können. Unser Ziel ist 2020 ganz klar der Meistertitel in der ADAC GT4 Germany."

Neben den insgesamt drei Porsche vom Team Allied-Racing und jeweils einem weiteren vom Küs Team75 Bernhard und vom DLV-Team Schütz Motorsport schraubt Burgmann Racing das Porsche-Kontingent in Hockenheim auf sechs 718 Cayman GT4 hoch. Das Fahrzeug startet unter der Nennung des Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport aus Gilching-Argelsried. Am Steuer sitzen Dominik Schraml (33/Altenstadt) und Dennis Richter (24/Essen), der Sohn der 2001 tödlich verunglückten Nürburgring-Legende Uli Richter.

Ebenfalls neu am Hockenheimring mit dabei ist ein dritter McLaren 570S vom Team Dörr Motorsport. Dieses Fahrzeug ist mit Steer-by-Wire-Technologie ausgestattet und verzichtet somit auf eine herkömmliche Lenksäule. Im Cockpit teilen sich die ehemaligen ADAC GT Masters-Fahrer Christer Jöns (33/Ingelheim) und Christopher Dreyspring (22/Nürnberg) die Arbeit. "Der Start in der ADAC GT4 Germany ist jetzt der nächste logische Schritt", erklärt Robin Dörr, dessen Team bereits Erfahrung mit der neuen Technik gesammelt hat. "Mit Christer Jöns konnten wir einen extrem professionellen und routinierten Fahrer für dieses Projekt gewinnen. Er begleitet uns mittlerweile seit mehr als einem Jahr und hat schon 2019 in der ADAC GT4 Germany ein Podium eingefahren - und das bei seinem Debüt mit uns. Wir wollen vorne mitmischen."

Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Team Schütz Motorsport) ist auf dem Hockenheimring wieder im doppelten Einsatz. Als einziger Pilot im Feld tritt er sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 Germany an. "Ich habe mich mittlerweile an die Doppelbelastung gewöhnt und komme sehr gut zurecht. Natürlich brauche ich jeweils ein bis zwei Runden, um mich im GT3- bzw. GT4-Fahrzeug einzufinden", erklärt Dienst, der sich das Fahrzeug mit Marcus Suabo (51/Malsch) teilt. "Mein Ziel in der ADAC GT4 Germany ist es, Marcus fahrerisch weiterzuentwickeln. Dennoch möchte ich natürlich auch vorne mit dabei sein und hoffe auf die Pole-Position für das Rennen am Sonntag. Diesen Anspruch muss ich an mich persönlich stellen. In den beiden Läufen sollten Plätze in den Top Zehn auf jeden Fall drin sein. Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre natürlich super." Auf den Mercedes-AMG GT4 setzen in Hockenheim auch noch Dupré Motorsport Engineering und das Mann-Filter Team HTP-Winward.

Hofor Racing by Bonk Motorsport, das Team AVIA Sorg Rennsport, das Team Lillestoff und MRS GT-Racing mit den Zwillingen Alesia Kreutzpointner und Jacqueline Kreutzpointner (beide 21/Töging am Inn) vertrauen auf den BMW M4 GT4. Hella Pagid - Racing One und T3-HRT-Motorsport starten auf dem Hockenheimring wieder mit einem Audi R8 LMS GT4. Dazu kommen noch jeweils ein KTM X-Bow GT4 (Evo) von RTR Projects und True Racing sowie die Ginetta G55 GT4 vom Team Piro Sports Caffè d´Italia.