19 Rennwochenenden umfasst die MotoGP-Saison 2019, im kommenden Jahr werden es durch die Rückkehr des Finnland-GPs erstmals in der Geschichte 20 sein. Die Expansion der Motorrad-Weltmeisterschaft ist damit aber noch lange nicht abgeschlossen. Ab 2022 soll es 22 Grands Prix im Jahr geben. Indonesien, Brasilien, Chile und Kasachsten gelten als wahrscheinlichste Neuzugänge.

Dafür müssen aber logischerweise bestehende Rennen weichen. Spanien verfügt mit vier Grands Prix pro Jahr über die mit Abstand höchste Dichte an MotoGP-Events. Nur logisch, dass der Ausleseprozess hier beginnt. Da aber alle vier Veranstaltungen in Jerez, Barcelona, Aragon und Valencia durchaus erfolgreich sind, möchte man keine dauerhaft verlieren.

MotoGP-Promoter Dorna plant daher ein Rotationsprinzip der vier spanischen Rennen und des Portugal-GP, der 2022 ebenfalls eine Rückkehr feiern wird. Aus diesen fünf GPs sollen dann jährlich drei im Kalender stehen, zwei pausieren. Hier dürfte sich die moderne Strecke in Portimao, die in der Superbike-WM jährlich Fahrer und Fans gleichermaßen begeistert, gegenüber Estoril in der Pole Position befinden.

Dorna-Boss rechtfertigt sich

"Ich kann nicht fünf Rennen auf der iberischen Halbinsel veranstalten", erklärt Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta seinen Gedanken gegenüber 'As'. "Eine Rotation scheint für uns daher die beste Idee zu sein. Mit den Verantwortlichen in Portugal haben wir das geklärt, mit den spanischen Strecken müssen wir sprechen. Zuerst müssen wir aber ohnehin sehen, ob alle weitermachen wollen."

Portimao soll neu in den Kalender kommen - Foto: WSBK
Portimao soll neu in den Kalender kommenFoto: WSBK

Davon ist auszugehen, was die Aufgabe für die Dorna nicht einfach machen wird. Denn alle vier Events sind durchaus erfolgreich und jedes Event würde man aus dem ein oder anderen Grund nur ungern aus dem Kalender entfernen. Jerez ist seit vielen Jahren der traditionelle Europaauftakt der MotoGP und mittlerweile ein echter Klassiker. Barcelona ist das Heimrennen der dort beheimateten Dorna. In Aragon ist Ezpeleta-Sohn Carlos in prominenter Rolle involviert. Und an Valencia als großes Finale hat man sich auch bereits gewohnt.

Es wird also spannend sehen zu sein, wie die Dorna mit dieser Zwickmühle umgeht.