Casey Stoner wehrte sich am Dienstag nach seinem Testeinsatz zum ersten Mal öffentlich gegen die anhaltenden Gerüchte eines möglichen Wildcard-Einsatzes in dieser Saison. "Nein, ich habe keine Intention, das zu machen. Es war nett heute, aber ich schaue mir die Rennen lieber von außen an", meinte Stoner.

Bei dem Test in Sepang teilte sich Stoner zum ersten Mal seit seinem Rücktritt vor etwas mehr als drei Jahren die Rennstrecke mit ehemaligen Rivalen wie Valentino Rossi oder Jorge Lorenzo. Allerdings konnte er sich von diesen kaum etwas abschauen oder zum direkten Vergleich ausholen. "Ich war die meiste Zeit völlig alleine auf der Strecke. Ich hätte mir ehrlich gesagt etwas mehr Action gewünscht", führte Stoner aus.

Casey Stoner in Action: (00:14 Min.)

Immerhin konnte sich die Zeit des Australiers sehen lassen: Als Tages-Neunter verlor er auf die Bestzeit zwar rund eine Sekunde, doch Stammfahrer Andrea Iannone war nur unwesentlich schneller, Andrea Dovizioso sogar deutlich langsamer. Da vor allem die Kunden-Ducatis überzeugten, landeten sogar fünf der italienischen Motorräder in den Top-Ten.

Ducati 2016 im Aufwind

"Das ist alles wegen meiner Vortests", scherzte Stoner in Sepang. "Nein, mal im Ernst: Ducati hatte schon im Vorjahr ein gutes Paket und es scheint, als kämen sie mit den Michelin-Reifen und der Einheitselektronik besser zurecht als andere Hersteller. Zudem ist das Feedback von den beiden Andreas und mir ähnlich, daher ist auch klar, in welche Richtung weiter entwickelt wird."

Die Früchte seiner Arbeit will Stoner anscheinend nicht ernten, dämpfte er doch die Gerüchte um einen möglichen Wildcard-Einsatz. Zudem bereiteten ihm seine verheilten Verletzungen kleinere Schwierigkeiten: "Ich bin in diesen Tagen zum überhaupt ersten Mal seit meinem schweren Unfall in Suzuka wieder auf einem Motorrad gesessen. Wegen der Folgen meiner Verletzungen musste ich mich an dieses Gefühl erst wieder gewöhnen."

Am Mittwoch will es Stoner aber noch einmal wissen. Er tritt am finalen Testtag erneut gegen die versammelte Weltelite zum direkten Zeitenvergleich an.