Pirellis Reifen-Testprogramm für die Formel-1-Saison 2022 startete am 22. Februar ins neue Jahr. Der Einheits-Lieferant arbeitet weiter an den neuen 18-Zoll-Reifen, die im nächsten Jahr gemeinsam mit dem neuen Reglement kommen werden. Das erste Team, welches zum Test antrat, war Ferrari mit den beiden Einsatzfahrern Carlos Sainz und Charles Leclerc.

Mehrere Teams werden im Laufe des Jahres die Reifen für Pirelli mit sogenannten 'Mule Cars' testen - das sind Autos des Jahres 2019, die speziell für die 18-Zoll-Reifen umgerüstet wurden. Sainz und Leclerc fuhren drei Tage lang über 300 Runden mit Slicks, Intermediates und Regenreifen, und klangen danach den neuen Reifen gegenüber positiv eingestellt. Wenngleich auch Gerüchte über einen Unfall aufkamen.

Sainz & Ferrari zu Unfall-Gerüchten schweigsam

"Pirelli-Tests sind natürlich durchwegs privat, daher sind solche Fragen, die von woanders kommen, schwer zu beantworten", erinnert Sainz. "Ich weiß schließlich nicht, wie viel ich vertraglich darüber sagen darf, was bei dem Test passiert ist."

Eventuelle Sorgen zerstreut Ferraris Neuzugang gleich im nächsten Satz: "Wenn etwas passiert sein sollte, was ich euch nicht sagen werde, dann war es nur etwas sehr Kleines." Unter dem Strich war das Dreitages-Programm umfangreich: Leclerc fuhr am ersten Tag 110 Runden mit Intermediates, am zweiten Tag fuhren er und Sainz 85 Runden mit Slicks, und Sainz alleine fuhr am dritten Tag 125 Runden auf Slicks, Intermediates und Regenreifen.

Sainz und Leclerc loben Pirellis neue Formel-1-Reifen

Das Ganze fand bei etwas frostigen, und feuchten Bedingungen statt, bei Streckentemperaturen unter 15 Grad. Trotz dieser Umstände hinterließen die Reifen bei beiden Fahrern einen positiven Eindruck. "Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert, und viel Positives kam dabei raus", meint Leclerc. "Ich denke, es gibt noch ein bisschen Arbeit zu verrichten, aber es ging in die richtige Richtung."

Vom Pirelli-Test mit Ferrari gibt es kaum Bilder - Foto: Pirelli Sport / Twitter
Vom Pirelli-Test mit Ferrari gibt es kaum BilderFoto: Pirelli Sport / Twitter

"Es ist relativ positiv, wenn man bedenkt, wie jung das Projekt mit den 18 Zoll noch ist, und wie wenig wir bisher getestet haben", erinnert Sainz. Pirelli startete das Projekt Ende 2019 in Abu Dhabi mit einem Test, den George Russell im Mercedes absolvierte. In der Pandemie musste die Entwicklung 2020 dann jedoch pausiert werden, und es konnten auch keine Tests gefahren werden.

"Die ersten Zeichen, das Feeling, das war alles wirklich positiv", sagt Sainz. "Wir müssen natürlich warten, bis wir diese Reifen auf das nächstjährige Auto bringen, das wird ein ganz anderes Biest. Aber die ersten Eindrücke mit den neuen Reifen sind positiv."