Alpine wird 2021 erstmals in der Formel 1 starten. Neu ist das Team aber nicht, der Renault-Konzern hat sich im vergangenen Jahr nur dazu entschlossen, den Gruppen-eigenen Sportwagenhersteller in der Königsklasse antreten zu lassen, statt den französischen Volumenhersteller.

Allerdings wird sich beim Formel-1-Team doch mehr ändern, als nur der Name. Wie Renault am Montag bekanntgab, wird Teamchef Cyril Abiteboul den Konzern verlassen. Der Franzose hatte das Formel-1-Engagement seit dem Einstieg des Werksteams 2016 geleitet und wurde 2020 zusätzlich zum Alpine Geschäftsführer befördert.

Nun wird der bislang erfolglose Abiteboul den Konzern komplett verlassen. Laurent Rossi wird ihn als Alpine Geschäftsführer ablösen. Wie die Führung des Formel-1-Teams aussehen wird, ist hingegen noch nicht klar.

Wer wird Formel-1-Teamchef bei Renault-Alpine?

Marcin Budkowski wurde zu Jahresbeginn zum Direktor ernannt. Der ehemalige FIA-Mann arbeitet seit 2017 in einer hohen Management-Funktion bei Renault. Er könnte zukünftig die Rolle des Teamchefs bekleiden.

Marcin Budkowski könnte der neue starke Mann bei Alpine werden - Foto: LAT Images
Marcin Budkowski könnte der neue starke Mann bei Alpine werdenFoto: LAT Images

Auch Davide Brivio könnte ein Kandidat für den vakanten Posten sein. Erst unlängst gab Suzuki bekannt, dass der Boss des MotoGP-Teams die Japaner verlassen wird. Wohin, ließ Suzuki noch offen. Die Spatzen pfeifen einen Wechsel zu Renault allerdings von den Dächern.

Seit Luca de Meo im vergangenen Jahr die Spitze des Renault-Konzerns übernahm, bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Der Italiener baut vor allem im Formel-1-Team radikal um. Im Dezember trat bereits Jerome Stoll als Präsident von Renault Sport zurück.

Luca de Meo lässt bei Renault keinen Stein auf dem anderen - Foto: LAT Images
Luca de Meo lässt bei Renault keinen Stein auf dem anderenFoto: LAT Images

Dass Renault sein Formel-1-Engagement umkrempelt, kommt wenig überraschend. Mit Fernando Alonso, der 2021 sein Comeback geben wird, sind die Erwartungen hoch. Bisher hinken die Franzosen ihren ambitionierten Zielen deutlich hinterher.

Zwar konnten Daniel Ricciardo und Esteban Ocon 2020 erstmals seit der Rückkehr des Werksteams Podestplatzierungen einfahren, der große Durchbruch blieb aber aus. In der Konstrukteurswertung blieb nur Rang fünf.