Nico Rosberg muss sich beim Großen Preis von Belgien in Spa erneut seinem Teamkollegen Lewis Hamilton beugen. Nachdem Rosberg am Start mehere Positionen verloren hatte, kämpfte sich der deutsche Mercedes-Fahrer zwar bis auf Rang zwei zurück. Für einen Angriff auf Hamilton reichte es allerdings nicht mehr.

"Den Start habe ich richtig versemmelt. Alles wurde heißer, weil es noch eine Einführungsrunde gab. Das war richtig nervig. Denn dann war es hart, weil ich viel Zeit auf Lewis verloren habe, bis ich durch den Verkehr gekommen bin. Da war ich acht Sekunden weg. Da muss ich anscheinend noch ein bisschen üben. Danach habe ich alles gegeben, jede Runde war eine Quali-Runde, alles was geht, um Lewis zu jagen. Aber wir waren eben beide am Limit. Lewis hat einen super Job gemacht und konnte immer antworten. So hat es nicht gereicht. Aber das Auto war klasse", sagt Nico Rosberg.

Rosberg verliert einmal mehr gegen Hamilton - Foto: Sutton
Rosberg verliert einmal mehr gegen HamiltonFoto: Sutton

Wolff: Müssen das analysieren!

"Wir müssen das analysieren - hat komisch ausgeschaut. Aber der Nachteil als Zweiter zu starten ist sowieso groß. Der Abstand zu Lewis war dann schwer aufzuholen. Aber er hat sich gut vorgearbeitet. Beide Fahrer waren mit der Delta-Time immer im grünen Bereich", ergänzt Toto Wolff zum Start von Rosberg und zum weiteren Verlauf. Hamilton habe einfach keinen Fehler gemacht und sei die Pace gefahren, die nötig gewesen sei, um Rosberg zu halten.

Rosberg bestätigt: "Wenn ich schneller gefahren bin, so kam ich nur langsam ran, dachte, vielleicht kann ich am Ende noch mal angreifen, aber es ging nicht. Trotzdem war es ein super Wochenende für das Team. Das war ein super Auto, der Wahnsinn! Dann die Riesen-Stimmung in Spa. Super!"

Am Freitag platzte bei Rosberg ein Reifen - bei 300 km/h - Foto: Sutton
Am Freitag platzte bei Rosberg ein Reifen - bei 300 km/hFoto: Sutton

Wegen Reifenplatzern: Rosberg fordert Nachbesserungen

Nach seinem eigenen Reifenplatzer im Training am Freitag sagte Rosberg über den heutigen Vorfall bei Vettel: "Das ist heftig. Wir beide hatten riesiges Glück. Sowas darf nicht passieren, dass Reifen ohne Vorwarnung platzen. Es bringt nichts, jemanden dem Schuld zu geben. Es ist schwierig zu verstehen. Da müssen wir viel Arbeit reinstecken."

Bis Monza passiere allerdings nichts. "Wir können in zwei Wochen keine neuen Reifen bauen", sagt Rosberg. Er fordert: "Wir müssen es verstehen und irgendwie Sicherheitsvorkehrungen einbauen. Ich weiß nicht, ob man die Heckkameras einschalten kann, damit man es genau sieht. Denn oft gibt es Vorwarnungen, bevor der Reifen platzt, wie bei mir - da hat man es schon eine halbe Runde vorher sehen können."