Marc Marquez (Repsol Honda, 1.): "Ich war am kompletten Samstag sowie auch im Warm-Up schneller als Jorge und hatte eigentlich damit gerechnet, hier die beste Pace zu haben. Von Startplatz eins war mein Ziel, mich früh abzusetzen, eine Lücke zu reißen und dann das Rennen zu kontrollieren. Jorge war aber unglaublich heute und ich musste meine Taktik anpassen, um überhaupt eine Chance zu haben. Ich habe also abgewartet und ihn mit einem späten Angriff überrascht. Der Sieg macht mich extrem glücklich, aber ich bin noch lange nicht in der Position, über die WM nachzudenken."

Jorge Lorenzo (Yamaha, 2.): " Ich habe alles gegeben, um Marquez abzuschütteln. Aber ich wusste, dass es selbst dann schwierig wird. Es hat nicht gereicht dieses Mal. Mir ist die Kraft zum Ende hin ausgegangen, und als er vorbei war, sind mir ein paar Fehler unterlaufen. Unsere Pace war nicht gut genug, um Marc und Honda, die sehr stark waren, zu bezwingen. Ich war kurz davor, 13 Punkte gutzumachen. Aber dann hat Vale Dani überholt und ich habe einen Platz an Marc verloren."

Valentino Rossi (Yamaha, 3.): "Es war ein sehr hartes Rennen für mich - extrem fordernd. Mit Rang drei bin ich daher sehr zufrieden, denn am gesamten Wochenende waren Jorge und Marc viel schneller als ich. Wir konnten unser Setup im Warm Up noch einmal verbessern. Mir war klar, dass ich so eine ordentliche Pace im Rennen haben würde. Tatsächlich konnte ich dann auch viele Runden im Bereich von 1:32.8 fahren. Gegen Dani war es wirklich schwierig. Es war ein großartiger Kampf und ich bin wirklich happy, ihn für mich entschieden zu haben und wieder auf dem Podium zu stehen."

Valentino Rossi schaffte es auf das Podium in Indianapolis - Foto: Yamaha
Valentino Rossi schaffte es auf das Podium in IndianapolisFoto: Yamaha

Dani Pedrosa (Repsol Honda, 4.): "Im letzten Umlauf ist Valentino einfach immer sehr stark. Er hat mich in Kurve zwei überholt und ich konnte nicht mehr kontern. In der Schlussphase war ich eigentlich schneller als er, aber nachdem ich ihn überholt habe ist mir in Kurve zehn ein Fehler unterlaufen und er war wieder durch. Mir war klar, dass meine Pace etwas langsamer ist als die von Marc und Jorge, aber nach den Trainings hatte ich zumindest erwartet, etwas näher an ihnen dran zu sein."

Andrea Iannone (Ducati, 5.): "Ich hatte einen sehr guten Start, aber leider hatte ich nicht die Pace, um danach mit der Führungsgruppe mitzuhalten. Ich habe alles in meiner Macht stehende versucht, aber ich war einfach nicht so schnell wie die vier Jungs da vorne. Es war nicht leicht, Smith hinter mir zu halten. Wir haben das bestmögliche Resultat geholt."

Bradley Smith (Tech 3 Yamaha, 6.): "Ich wollte die zweite Saisonhälfte mit einem starken Resultat einzuläuten. Das ist mir mit Platz sechs gelungen und ich bin absolut glücklich darüber. Wir fahren ein unglaublich konstantes Jahr und holen nahezu in jedem Rennen das Maximum an Punkten heraus. Das Resultat heute hätte allerdings auch schlechter ausfallen können, denn ich musste das Rennen ohne elektrische Starthilfe beginnen, da ich zuvor ausversehen bereits in den zweiten Gang geschaltet hatte. Ein ärgerlicher Fehler, der glücklicherweise ungeahndet blieb."

Pol Espargaro (Tech 3 Yamaha, 7.): "Platz sieben ist natürlich ein gutes Resultat für uns. Ich hatte leider wie schon oft Probleme mit dem Gefühl für das Bike auf frischen Reifen, wenn du eigentlich die beste Performance extrahieren können solltest. Das hat mir leider zugesetzt und ich habe es so nicht geschafft, früh in die Positionen zu kommen, das Rennen noch erfolgreicher für mich zu gestalten. Wir haben Crutchlow am Ende noch abgefangen und somit wertvolle Punkte hinzugewonnen."

Crutchlow berührte zu Beginn Dovizioso - Foto: Milagro
Crutchlow berührte zu Beginn DoviziosoFoto: Milagro

Cal Crutchlow (LCR Honda, 8.): "Ich bin von meinem heutigen Ergebnis enttäuscht. Das Rennen an sich war nicht so übel, aber ich hatte einen wirklich schlechten Start. Ich habe in der zweiten Kurven so viele Plätze verloren, weil die Bremse noch nicht warm genug war. Sie hat nicht gegriffen, deshalb musste ich eine weite Linie gehen und habe sieben Ränge oder so verloren. Auf dieser Strecke ist es besonders schwer, Zeit und Position gutzumachen, aber ich habe natürlich mein Bestes gegeben."

Andrea Dovizioso (Ducati, 9.): "Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort in Kurve zwei. Ich musste die Außenbahn nehmen, dort fuhr mir Crutchlow in die Linie, der selbst eine Berührung mit Smith auf der Innenbahn vermeiden musste. Auf dieser Strecke ist es sehr schwer, sich von hinten durch das Feld zu pflügen, denn man darf nicht zu aggressiv zu Werke gehen. Meine Rundenzeiten im Rennen waren okay, aber es wäre wohl noch etwas schneller gegangen."

Danilo Petrucci (Pramac Ducati, 10.): "Das Rennen war gut. Ich konnte viele Runden hinter Dovi bestreiten und so wichtige Erkenntnisse für die Zukunft gewinnen. Schon die Fahrt in die Startaufstellung war ein Traum, weil ich so weit vorne Platz nehmen durfte. Ein noch besseres Ergebnis wäre zwar nett gewesen, aber wir haben das Maximum herausgeholt."

Maverick Vinales (Suzuki, 11.): "Mein Start war nicht gut. Das ist nicht das erste Mal, also müssen wir daran arbeiten. Meine Pace heute wäre sehr gut gewesen, aber leider musste ich durch den verpatzten Start viel im Feld kämpfen. Am Ende des Rennens hatte ich auch noch ein Problem mit dem Getriebe. Das Motorrad ist an und für sich wirklich konkurrenzfähig, aber das fehlende stufenlose Getriebe und die geringe Motorleistung hindern uns an besseren Resultaten."

Suzuki verpasste mit beiden Motorrädern die Top-Ten - Foto: Suzuki
Suzuki verpasste mit beiden Motorrädern die Top-TenFoto: Suzuki

Yonny Hernandez (Pramac Ducati, 12.): "Das schlechte Qualifying hat mein Rennen zwar ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, aber das Rennen selbst war gut. Ich musste einige Risiken nehmen, fand aber eine gute Pace und konnte einige Plätze gutmachen. Die Kämpfe mit Dovizioso und Vinales haben sehr viel Spaß gemacht."

Scott Redding (Marc VDS Honda, 13.): "Ich habe zu Beginn viel Risiko genommen und das hat sich ausgezahlt. Als das Tempo angezogen wurde, konnte ich mit der Gruppe vor mir leider nicht mehr mithalten. Jedes Mal, wenn ich richtig pushen wollte, konnte ich nur knapp einen Sturz verhindern. Da hatte ich sowohl am Hinterrad, als auch am Vorderrad Probleme."

Aleix Espargaro (Suzuki, 14.): "Das ganze Wochenende war extrem hart für mich. Ich habe mich auf dem Motorrad nie wohlgefühlt und das hat mich auch im Rennen beeinflusst. Ich hatte einen guten Start und konnte einige Positionen gutmachen, aber ab Runde zwei lief irgendetwas mit dem Hinterrad schief. Es hat beim Einlenken in die Kurven oft blockiert. Ich habe die Motorbremse daraufhin komplett weggenommen, aber das hat auch nichts geändert. So war es unmöglich, die guten Rundenzeiten zu halten."

Hector Barbera (Avintia Ducati, 15.): "Das Rennen war anstrengend, da die Reifen bei diesen Temperaturen ziemlich litten. Zudem berührte mich irgendjemand in Kurve zwei, sodass ich mich von hinten erst wieder nach vorne fahren musste. Ich muss definitiv an meinen Starts arbeiten, denn in den letzten Rennen hatte ich da immer meine Probleme und musste mich jeden Mal nach vorne kämpfen. Das ist körperlich sehr anstrengend."

Hayden konnte beim Heimrennen nicht punkten - Foto: Milagro
Hayden konnte beim Heimrennen nicht punktenFoto: Milagro

Nicky Hayden (Aspar Honda, 16.): "In den ersten Rennen herrschte ein wenig Chaos, deshalb kam ich nicht gleich auf Touren. Gegen Ende des Rennens hatte ich aber eine gute Pace. Mein Team hat das Motorrad im Vergleich zu gestern noch einmal ordentlich verbessert. Ich hatte sogar die Chance, Barbera zu schlagen und konnte ihn ein paar Mal überholen, am Ende setzte er sich aber durch."

Mike Di Meglio (Avintia Ducati, 17.): "Nach dem gestrigen Crash musste ich von ganz hinten starten. Dafür habe ich ein gutes Rennen abgeliefert. Ich konnte heute locker mit Miller mithalten, bis dieser gestürzt ist. Aber auch danach konnte ich meine Konzentration halten und damit auch mein Tempo."

Alvaro Bautista (Aprilia, 18.): "Es war ein hartes Rennen. Wir hatten die gleichen Probleme wie schon im Training. Zu Beginn blieb ich in einer Gruppe stecken und konnte keine Positionen gutmachen. Hart wurde es, als die Reifen begannen abzubauen. Vor allem in den Rechtskurven verloren wir dadurch viel Zeit."

Eugene Laverty (Aspar Honda, 19.): "Ich hatte Schmerzen in meiner linken Schulter, die mir heute zusetzten. Ich hatte gehofft, um die Position des besten Open-Fahrers zu kämpfen, aber das war durch die Schmerzen leider nicht mehr möglich. Nach dem Rennen war ich in der Clinica mobile und dort wurde mir gesagt, dass mein Leiden vom Nacken her rührt."

Stefan Bradl (Aprilia, 20.): "Ich hatte schon erwartet, dass meine Hand ein paar Probleme machen würde", gestand Bradl nach dem Rennen. "Heute Morgen hatte ich schon im Warmup leichte Schmerzen. Im Rennen konnte ich dann ab der Mitte das Motorrad an vielen Stellen nicht mehr so wie gewohnt kontrollieren. Ich sehe mein erstes Rennwochenende positiv. Ich konnte viel lernen und wir haben in kurzer Zeit sehr viel verbessern können."

Jack Miller (LCR Honda, out): "Ein unrühmlicher Schlusspunkt unter ein gutes Wochenende. Ich war mit meinem Motorrad sehr zufrieden, daher ist der Ausfall echt schade. Wir können es jetzt aber nicht mehr ändern und müssen uns jetzt auf Brünn konzentrieren."