Das Rennwochenende in Indianapolis läuft für Marc Marquez bisher so gut wie perfekt. Je zwei Mal Rang zwei und Bestzeit in den Trainings und Pole Position im Qualifying stehen für ihn zu Buche. Auch in den Longruns wusste der amtierende Weltmeister durchaus zu überzeugen und war zusammen mit Jorge Lorenzo klar schnellster Mann über mehrere Runden. Nichtsdestotrotz zaubert der Gedanke an das Rennen am Sonntag die ein oder andere Sorgenfalte auf die Stirn Marquez'.

Grund hierfür ist der rutschige Streckenbelag in Indianapolis, auch wenn dieser dem Repsol-Honda-Piloten rein fahrerisch eine Menge Spaß bereitet. "Es ist natürlich anders als sonst, aber ich mag das. Das ist eine echte Herausforderung. Wenn du das Bike richtig daran anpasst, ist es ein gutes Rutschen und du kannst es als Fahrer genießen", erklärte er nach dem Qualifying.

Marquez ist auch in Indianapolis gewohnt spektakulär unterwegs - Foto: Repsol Honda
Marquez ist auch in Indianapolis gewohnt spektakulär unterwegsFoto: Repsol Honda

Klar ist aber auch, dass jeder Slide am Hinterrad die Reifen stark in Mitleidenschaft zieht. Über 27 Runden kann das üble Auswirkungen haben, wie Marquez zu bedenken gibt: "Der Reifenverschleiß wird sicherlich eine große Rolle spielen. In den letzten Runden wird wohl jeder Probleme mit dem Grip am Hinterrad bekommen." Die richtige Reifenwahl könnte also unter Umständen entscheidend sein, auf jeden Fall aber das ideale Haushalten mit den gewählten Gummis.

Pole bringt breite Brust

Trotz all dieser Überlegungen überwog bei Marquez aber die Freude über die fünfte Pole Position der Saison, die zweite in Folge. "Diese Pole Position und das gesamte bisherige Wochenende sind natürlich unglaublich wichtig für mein Selbstvertrauen", gab der Titelverteidiger zu. "Wir können hier unseren Fortschritt erneut bestätigen und sind wirklich schnell."

Marquez will in Indianapolis weiter Boden auf Rossi und Lorenzo gut machen - Foto: Repsol Honda
Marquez will in Indianapolis weiter Boden auf Rossi und Lorenzo gut machenFoto: Repsol Honda

Wirklich schnell ist an diesem Wochenende aber auch Jorge Lorenzo unterwegs, der die ersten beiden Trainings am Freitag angeführt hatte und am Sonntag von Startplatz drei ebenfalls aus Reihe eins ins Rennen geht. Wenig verwunderlich, dass Marquez den Mallorquiner als härtesten Konkurrenten sieht. "Am Freitag war Jorge noch etwas voran, aber nun haben wir aufgeholt. Er hat im Longrun aber eine extrem gute Pace", musste er zugeben.