Die Formel-3-Piloten mussten sich 2021 vor der Saison lange in Geduld üben. Nach mehreren Verschiebungen war es an diesem Wochenende so weit. Das 30-Fahrer-starke Feld konnte auf dem Red Bull Ring in Spielberg zu den ersten Tests ausrücken.

Tag 1: Smolyar-Bestzeit und Correa-Comeback

Bei den zweitägigen Testfahrten kam allerdings kein eindeutiges Bild zum Vorschein, was die Favoritenrollen angeht. Vier Piloten von vier verschiedenen Teams teilten sich die schnellsten Rundenzeiten in ebensovielen Sessions untereinander auf.

Am ersten Tag der Testfahrten lieferte der Russe Aleksander Smolyar, der in seine zweite Formel-3-Saison startet, die beste Zeit ab. Mit einer 1:18.894 am Nachmittag war der ART-Fahrer der erste Formel-3-Pilot überhaupt, der in Spielberg eine Rundenzeit unter 1:19 hinlegte. Grund dafür ist, dass die Grip-Verhältnisse aufgrund der kühlen Temperaturen das ganze Wochenende lang deutlich besser waren als üblicherweise beim Termin des Österreich-Grand-Prix im Hochsommer.

Aleksandr Smolyar erzielte am Samstag die Bestzeit. - Foto: Formula 3
Aleksandr Smolyar erzielte am Samstag die Bestzeit.Foto: Formula 3

Die Top-5 komplettierten bei dieser Session Jonny Edgar (Carlin), Frederik Vesti (ART), Jak Crawford (Hitech) und Dennis Hauger (Prema). Am Vormittag führte Clement Novalak (Trident) die Zeitentabelle an. Hinter ihm folgten Caio Collett, Victor Martins (beide MP Motorsport), Vesti und Olli Caldwell (Prema).

Für die Story des Tages sorgte aber das Comeback von Juan Manuel Correa. Correa war 2019 beim Formel-2-Rennen in Spa-Francorchamps in die Kollision involviert gewesen, bei der Anthoine Hubert sein Leben verlor. Der US-Amerikaner erlitt damals einen doppelten Beinbruch und lag nach einem Lungenversagen eine Zeit lang im künstlichen Koma. Als Hommage an Hubert trägt Correa in dieser Saison einen Helm, auf welchem die Initialen und die Fahrzeug-Nummer des Franzosen abgebildet sind.

Tag 2: Schnee und Streckenrekord

Am zweiten Tag machten anfangs die Witterungsverhältnisse dem Test einen Strich durch die Rechnung. Am Vormittag verzögerte Schneefall die ersten schnellen Versuche um eine Stunde. Anschließend boten die kalten Temperaturen aber eine noch schnellere Piste als am Vortag. Caio Collet nutzte diese in der Nachmittags-Einheit um die schnellste Rundenzeit des Wochenendes zu erzielen.

Mit einer Rundenzeit von 1:18.592 stellte der Brasilianer gleichzeitig eine neue Rekordrunde für derzeitige Formel-3-Boliden auf dem Kurs auf. Allgemein wurden am letzten Testtag besonders schnelle Zeiten gefahren. Insgesamt 15 Piloten blieben unter der 1:19er-Marke. Hinter Collet waren die drei Red-Bull-Junioren Hauger, Crawford und Edgar die Schnellsten, gefolgt von dem Italiener Matteo Nannini (HWA Racelab).

In der etwas langsameren Vormittags-Session sicherte sich Jenzer-Fahrer Calan Williams die Bestzeit vor Nannini, dem Amerikaner Kaylen Frederick (Carlin), Formel-Renault-Champion Victor Martins (MP Motorsport) und Crawford.

David Schumacher einmal in den Top-10

Der einzige deutsche, der in dieser Saison an der Formel-3-Meisterschaft teilnimmt, ist David Schumacher. Der Sohn von Ralf Schumacher war bei keinem der Testtage an der Spitze des Klassements vertreten, sondern bewegte sich eher im Mittelfeld. Seine beste Platzierung erreichte er in der Vormittags-Session von Tag 2, bei der er auf Rang 9 landete. Die anderen Einheiten beendete der Trident-Fahrer auf den Positionen 11, 15 und 21.

Die nächsten Testfahrten der Formel 3 finden am 21. und 22. April auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt, ehe die Serie zwei Wochen später auf derselben Strecke im Rahmen des Grand Prix von Spanien ihre Saison beginnt.