Einige der Beschlüsse, die das World Motorsport Council heute bestätigte waren bereits bekannt. Zum Beispiel die vergrößerte Auswahl auf drei verschiedene Reifenmischungen für mehr strategische Vielfalt oder die Anhebung der erlaubten Entwicklungstoken. Doch sowohl bei den technischen als auch sportlichen Bestimmungen gab es noch ein paar Zusätze. Darunter wird erneut die Sicherheit der Fahrer durch eine erhöhte Dicke der Polster im Kopfbereich bedacht.

Ferrari darf in der kommenden Saison ein Kundenteam noch mit einem 2015er-Motor beliefern - Foto: Sutton
Ferrari darf in der kommenden Saison ein Kundenteam noch mit einem 2015er-Motor beliefernFoto: Sutton

In der kommenden Saison dürfen, wie erwartet 32 Tokens verwendet werden, im Folgejahr noch 25. 2018 sinkt die erlaubte Entwicklung auf 20 Tokens, 2019 auf 15. Neue Hersteller sind von dieser Regel ausgenommen und dürfen im Einstiegsjahr weitere 15 Tokens nutzen, im zweiten Jahr 32.

Bei den Motoren gibt es jedoch eine Einschränkung, denn es darf zukünftig nur in Ausnahmefällen mehr als eine Motorspezifikation pro Hersteller im Umlauf sein. Zu diesem Zweck dürfen die Hersteller jetzt einen Motor neu homologieren lassen, der dann als offizielle Spezifikation gilt. Eine Ausnahme dieser Regel besteht bereits, denn die FIA hat zugestimmt, dass Ferrari ein viertes Kundenteam mit einem 2015-er Aggregat beliefert.

Der Ultrasoft-Pneu erweitert zudem die Reifenpalette von Pirelli - Foto: Pirelli
Der Ultrasoft-Pneu erweitert zudem die Reifenpalette von PirelliFoto: Pirelli

Bei den sportlichen Neuerungen geht es primär um die dritte Reifenmischung, die Pirelli 2016 den Teams zur Verfügung stellt. Von den 13 Sätzen, die jeder Fahrer bekommt, werden zwei von Pirelli bestimmt und ein Satz der weichsten Mischung wird für das Q3 reserviert. Die restlichen Reifensätze dürfen von den Piloten frei gewählt werden. Die Regel, dass zwei verschiedene Reifenmischungen in einem trockenen Rennen genutzt werden müssen bleibt bestehen.

Eine weitere Änderung ist, dass nach dem virtuellen Safety-Car (VSC) das DRS sofort wieder freigegeben wird und nicht erst nach ein paar Runden und das VSC kann auch im Training genutzt werden, um die verlorene Zeit bei einem Zwischenfall zu reduzieren.