Sebastien Ogier, Platz 1, Power Stage 1: Ein unglaubliches Finale. Ich bin wahnsinnig stolz auf diesen Sieg. Er ist ganz sicher einer meiner schönsten. Der erste Sieg in Schweden vor zwei Jahren gegen Sébastien Loeb war großartig, aber dieser war noch härter erkämpft. Julien und ich haben hier vom ersten Tag an bis zur Powerstage auf jeder Prüfung alles gegeben und sind maximale Attacke gefahren. Am Ende hat es sich ausgezahlt. Es war sicher eine der aufregendsten und spannendsten Rallye-Entscheidungen - und das nicht nur für die Fans sondern auch in meiner Karriere. Natürlich tut es mir auch Leid für Andreas, der so nah dran an seinem ersten Sieg war und sich mit uns einen extrem intensiven Kampf geliefert hat. Aber ich bin mir sicher, dass das nicht unser letztes Duell um einen Sieg war. Er und auch Thierry Neuville haben eine beeindruckende Leistung gezeigt.

Thierry Neuville, Platz 2, Power Stage 2: Was war das für eine Rallye! Wir hatten seit langem keinen derart engen Kampf um den Sieg und es war großartig, Teil eines so spannenden Finals zu sein. Niemand hat wirklich erwartet, dass wir hier um den Sieg kämpfen, daher war es eine hervorragende Leistung. Natürlich habe ich hart gepusht, um den Sieg zu feiern, bin ein paar Risiken eingegangen und ich hätte ehrlich gesagt nicht mehr tun können. Ein zweiter Platz ist immer noch ein sehr schönes Ergebnis für mich und für alle im Team, die hart gearbeitet haben.

Andreas Mikkelsen musste sich geschlagen geben. - Foto: Volkswagen Motorsport
Andreas Mikkelsen musste sich geschlagen geben.Foto: Volkswagen Motorsport

Andreas Mikkelsen, Platz 3: Wir haben alles bis zum letzten Meter gegeben - aber leider verloren. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich eines Tages enttäuscht über ein Podiumsresultat sein könnte. So viele habe ich in meiner Karriere schließlich noch nicht geholt. Aber ich hatte die Chance, hier meinen ersten Rallye-WM-Sieg zu feiern und war ganz nah dran. Ich habe aber auch einen kleinen Fehler gemacht, mich gedreht und damit diese Chance verpasst. Das ist sehr bitter und fühlt sich im Moment sehr enttäuschend an, obwohl wir insgesamt stolz auf das sein können, was wir die ganze Woche geleistet haben. Ich bin mir aber sicher, dass mein erster Sieg nur noch eine Frage der Zeit ist. Doch ich hätte nur zu gern diesen spannenden Dreikampf für mich entschieden. Jetzt werden wir in Mexiko alles geben, um es wieder zu versuchen.

Ott Tänak, Platz 4: Ich bin wirklich glücklich, die vierte Position nach Hause gefahren zu haben. Wir hatten am Anfang zu kämpfen - die Startposition war nicht großartig und ich habe früh einen Fehler gemacht. Danach befanden wir uns in keiner Art von Kampf, daher mussten wir einfach nur klug vorgehen und auf der Straße bleiben - und jetzt haben wir ein wirklich starkes Ergebnis. Es war gut, das Selbstvertrauen wiederzuerlangen. Jetzt können wir uns vornehmen, den Speed Stück für Stück aufzubauen und wir können etwas mehr pushen, wenn wir ein gutes Gefühl haben. Noch ein paar solcher Rallyes, dann können wir unsere Pace steigern, daher ist das wirklich gut für die Zukunft. Ich bin mir sicher, dass wir im Laufe der Saison stärker werden.

Hayden Paddon, Platz 5: Es war für uns insgesamt eine gute Rallye und sehr wichtig, bei diesen Winter-Bedingungen Erfahrungen zu sammeln. Nachdem wir die Prüfungen am Freitag als Sechste in der Gesamtwertung abgeschlossen hatten, haben wir uns zum Ziel gesetzt, diese Position zu festigen und ein Polster aufzubauen. Wir hatten viel Arbeit damit, den Fahrstil an das Setup des Autos und an die speziellen Erfordernisse dieser Prüfungen anzupassen. Ich bin zufrieden damit, wie wir diese Rallye bewältigt und welche Verbesserungen wir erzielt haben. Wir hatten definitiv ein paar gute Momente - und auch ein paar Kämpfe - aber in den Top-5 anzukommen, ist ein wirklich gutes Ergebnis und bringt für das Team wichtige Punkte in der Herstellerwertung ein. Wir haben alles Machbare erreicht und es ist definitiv eine gute Basis, auf der wir in Mexiko aufbauen können.

Elfyn Evans, Platz 6: Es war ein zweigeteiltes Event. Wir haben einen Fehler gemacht, der uns am Freitag viel Zeit gekostet hat und wir hatten bisweilen damit zu kämpfen, das Selbstvertrauen zu finden. Aber insgesamt haben wir viel gelernt und wir konnten gegen Ende eine ziemlich gute Pace zeigen. Wir fahren nur eine Schneerallye im Jahr und diese war gerade einmal meine zweite, das verheißt für die Zukunft Gutes. Ich bin wirklich zufrieden mit dem Fortschritt, den wir hier zeigen konnten und ich denke, wir haben unser Potential auf dieser Oberfläche zeigen können. Insgesamt haben wir gute Arbeit geleistet. Ich habe es eigentlich deutlich mehr genossen, als ich vorher dachte, und wir hatten heute einen großartigen Kampf mit Kris. Ich habe seit gestern Nachmittag das Fahren wirklich genossen. Wir hatten ein gutes Gefühl im Auto und alles kam so zusammen, wie es sein sollte.

Kris Meeke wurde erneut ein Schneewall zum Verhängnis. - Foto: Red Bull
Kris Meeke wurde erneut ein Schneewall zum Verhängnis.Foto: Red Bull

Kris Meeke, Platz 7: In Schweden muss man die Prüfungen sehr sauber fahren, aber mich hat es ein paar Mal erwischt. Nichtsdestotrotz ist es ein ziemlich ermutigendes Zeichen, dass ich bei gerade einmal meiner zweiten Teilnahme hier auf Schnee eine Prüfung gewonnen habe. Meine Pace hat sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbessert. Ich fühle mich im DS3 WRC wohl. Ich muss so weitermachen und die Fehler ausmerzen. In Mexiko müssen wir es ohne Fehler ins Ziel schaffen.

Martin Prokop, Platz 8: Ich bin mit dem Speed, den wir dieses Wochenende gezeigt haben, zufrieden. Wir hatten früh ein paar Fehler, aber nach der Enttäuschung von Monte Carlo ist das hier gut für unsere Motivation.

Yuriy Protasov, Platz 9: Das ist ein wirklich gutes Ergebnis für uns. Die Prüfungen waren schnell und knifflig und wir haben nicht immer alles richtig auf die Reihe bekommen. Aber wenn es gut lief, dann richtig. Es war großartig, meine erste Bestzeit einzufahren. Wir haben so viel gelernt und wir sind wirklich glücklich.

Mads Östberg, Platz 10, Power Stage 3: Wir werden unsere Aufmerksamkeit sehr schnell der Rallye Mexiko widmen. Wir müssen uns die positiven Aspekte in Schweden vor Augen halten und den Rest vergessen. Aber sogar mit unseren Problemen waren wir in der Lage, hier um einen Podestplatz zu kämpfen.

Kevin Abbring, Platz 11: Es war ein Event, das ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde und ich bin wirklich froh, mein erstes Event im Hyundai i20 WRC beendet zu haben. Es war eine unglaubliche Erfahrung und ein wirkliches Privileg, diese schwierigen Prüfungen der Rallye Schweden bewältigt zu haben. Sie erfordern definitiv Respekt. Ich habe mein Selbstvertrauen im Laufe des Wochenendes aufgebaut und hatte uneingeschränkt Spaß. Wir hatten ein paar Schreckmomente, was bei unserem ersten Event bei diesen Bedingungen zu erwarten war, und uns fehlte an manchen Stellen der Rhythmus im Aufschrieb. Aber es gibt so viel Positives, das wir mitnehmen können. Das Team war außergewöhnlich und hat mir und Seb dabei geholfen, schnell selbstständig zu werden. Ich kann es nicht erwarten, bei meinem nächsten WRC-Event wieder im Auto zu sitzen.

Jari-Matti Latvala, Platz 12: Was für eine verrückte Woche. Schade, dass es für meinen Team-Kollegen Andreas Mikkelsen nicht zum ersten Rallye-WM-Sieg gereicht hat. Und Glückwunsch an Sébastien Ogier. Die 28 Punkte hat er sich redlich verdient. Für mich persönlich heißt es, das Positive mitzunehmen. Nach meinem Fehler vom Freitag hatte ich mit dem Ausgang der Rallye natürlich nichts mehr zu tun. Somit hatte ich Zeit, einige Dinge am Setup auszuprobieren und habe dadurch neue und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Ich verstehe den neuen Polo jetzt noch besser und das hat sich heute schon bemerkbar gemacht. Die Saison ist noch jung und es ist noch nichts entschieden. Für Mexiko wird meine Startposition mit Sicherheit von Vorteil sein und dort werde ich wieder angreifen.