Andreas Mikkelsen (Volkswagen Polo R) Ergebnis: Platz 1
Mikkelsen führte einen Gutteil der ersten Etappe das Feld an, konnte einen inspirierten Ott Tänak jedoch nicht abwehren. Seine Entschlossenheit schwankte jedoch nie und er hielt den Druck auf den Esten aufrecht, indem er den Abstand unter 20 Sekunden hielt. Als Tänak sich auf der vorletzten Prüfung einen Reifenschaden zuzog, erntete Mikkelsen den Lohn für eine Fahrt, die er als seine bisher beste bewertete. Sein zweiter Karrieresieg beförderte ihn auf Rang zwei in der Meisterschaft.

Zweiter WRC-Sieg für Mikkelsen in Polen: (03:09 Min.)

Mads Östberg (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 8
Nicht das Ergebnis, das man nach seinem starken Auftritt in Italien im vergangenen Monat erwartet hätte. Er mochte die schnellen Straßen und genoss es, auf ihnen zu fahren - aber er gab selbst zu, dass die Zeiten mau waren. Wäre Eric Camilli nicht auf der letzten Prüfung von Aufhängungsproblemen eingebremst worden, wäre Östberg hinter ihm ins Ziel gekommen, obwohl Camilli erst lernt, auf Schotter zu fahren. Östberg hat nur etwas mehr als drei Wochen, um ein Heilmittel zu finden, ehe die Pace in Finnland sogar noch schneller wird.

Thierry Neuville (Hyundai i20) Ergebnis: Platz 4
Ein weiterer guter Auftritt von Neuville nach seinem Sieg in Italien im vergangenen Monat. Sein Aufschrieb war für die blitzschnellen Straßen des ersten vollen Tages zu langsam und der Belgier räumte ein, dass ihn das den Kampf um den Sieg gekostet haben könnte. Er nahm über Nacht Änderungen vor, verdrängte Sebastien Ogier im Tableau und scheiterte auf der letzten Prüfung nur knapp daran, das gleiche mit seinem Teamkollegen Hayden Paddon zu tun. Als Bonus nahm er den letzten Punkt auf der Power Stage mit.

Hyundai zeigt die besten Slowmotions der Rallye Polen: (01:03 Min.)

Sebastien Ogier (Volkswagen Polo R) Ergebnis: Platz 6
Der Regen war der Schlüssel zu Ogiers Chancen. Wäre er - wie ursprünglich vorhergesagt - am Freitag oder Samstag gefallen, hätte er den Nachteil des Straßenfegers überwinden und die Rallye gewinnen können. Er kam nicht und so hatte er auf dem sandigen, losen Untergrund zu kämpfen. Stattdessen regnete es am Sonntag, als die Startreihenfolge umgedreht wurde und das war für ihn nicht von Vorteil. Er fuhr manchmal auf Messers Schneide und hatte einige Besuche in den Straßengräben zu verzeichnen. Untypisch für den Franzosen.

Craig Breen (DS 3) Ergebnis: Platz 7
Nachdem er seit Schweden fast sechs Monate lang nicht mehr im Auto saß, rutschte der Ire in den DS 3 wie in ein bequemes Paar Schuhe. Er kämpfte mit Zähnen und Klauen gegen seinen Teamkollegen Lefebvre und war von den wiederholten Vergleichen etwas frustriert, da das Duo um einen Stammplatz 2017 bei Citroen kämpft. Er schmälerte seine Chancen nicht und eine drittschnellste Zeit am Freitagnachmittag überstieg seine Erwartungen bei Weitem.

Lorenzo Bertelli (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 11
Auf der ersten Etappe fehlte im Auto des Italieners das Vertrauen. Er war mit seinem Aufschrieb nicht zufrieden, hatte das Gefühl, dass er zu vorsichtig ist, hatte einen Dreher und traf außerdem ein großes Loch. Das alles summierte sich zu einem alles andere als zufriedenstellenden 15. Platz. Er arbeitete über Nacht an seinem Aufschrieb und fand am Samstag mehr Pace, trotz eines bizarren Zwischenfalls, als eine Biene den Weg in seinen Fiesta RS fand! Am Finaltag ging es nur noch ums Überleben.