Circuit de Spa-Francorchamps, Formel 1

Belgien GP - Spa-Francorchamps

Strecken-Informationen

Ort: Spa-Francorchamps
Land: Belgien
Strecke: 7,004 km
Runden: 44
Distanz: 308,176 km
Adresse: SPRL Spa Activities
Route du Strecke 55
B-4970 Francorchamps
Belgium
Telefon: +32 87 27 51 46
Telefax: +32 87 27 55 51
Internet: spa-francorchamps.be

Strecken-Portrait

Strecke Belgien GP: Circuit de Spa-Francorchamps

Der Grand Prix von Belgien zählt zu den beliebtesten Rennen des Jahres. Durch sein einzigartiges Layout ist Spa-Francorchamps selbst für die besten Piloten der Welt immer wieder aufs Neue eine Herausforderung.

Bereits 1950 zählte die Ardennenachterbahn von Spa zum Formel-1-Kalender. Zeitweise wurde sie von Nivelles und Zolder abgelöst. Seit 1985 ist Spa in der Königsklasse aber die erste Wahl.

Das Layout des Circuit de Spa-Francorchamps

Die Strecke ist die längste im aktuellen Rennkalender. Mit 7,004 Kilometern Asphaltband gibt es im Rennen gerade einmal 44 Runden zu absolvieren. Diese sind aber dafür umso anspruchsvoller. Einige Kurven wie Eau-Rouges, Les Combes, Pouhon, La Source und Blanchimont sind weltbekannt und selbst für erfahrenste Piloten alles andere als einfach. Ein kleiner Fehler kann schnell zum vorzeitigen Feierabend führen.

Die Auslaufzonen sind über die Jahre zwar größer geworden, doch endlos wie auf den modernen Kursen sind sie nicht und gerade in den schnellen Passagen stehen die Reifenstapel zum Teil sehr nah an der Strecke. Links- und Rechtskurven sind gleichmäßig verteilt. Neunmal geht es für die Piloten rechts herum, zehnmal links.

Highspeed-Run durch Eau Rouge in Sektor 1

Die Haarnadel von La Source eröffnet die Runde. Im Qualifying kann sie bereits über Zehntelsekunden entscheiden, denn wer hier für einen späten Bremspunkt Exit-Speed opfert, wird auf dem darauffolgenden Vollgas-Stück durch Eau Rouge und über die lange Kemmel-Gerade gnadenlos bestraft.

Am Ende von Kemmel erwartet die Piloten die Rechts-Links-Rechts-Kombination Les Combes. Auch hier muss mit Köpfchen gefahren werden, denn wer es am Eingang zu hitzig angeht, bringt sich für die gleich darauffolgende Rechtskurve Malmedy in eine schlechte Position und verliert in der gesamten Passage Zeit.

Darauf folgt eine kurze Gerade, bevor hart in die Bergab-Rechtskurve Bruxelles hineingebremst wird. Am Ausgang dieser Kurve müssen sich die Piloten sogleich für die darauffolgende Linkskurve in Position bringen. Als es hier noch keine asphaltierte Auslaufzone gab, flogen dort regelmäßig Piloten rücklings in die Reifenstapel, nachdem sie beim Einlenken das Heck verloren hatten.

Pouhon: Die neue Herausforderung in Spa

Danach folgt ein weiterer Highspeed-Abschnitt. Auf dem Bergab-Stück zur Doppellinks genannten Pouhon erreichen die Piloten bis zu 300 km/h. Die Kurven werden danach mit den aktuellen Boliden fast Vollgas durchfahren. 2017 wagte Alonso es als einziger Pilot, verwirrte damit jedoch die Telemetrie seiner Power Unit und verlor kurz darauf Leistung in einem anderen Streckenabschnitt.

Nach einem kurzen Geradeausstück erreichen die Piloten die schnelle Rechts-Links-Passage Campus. Der Kurvenausgang lädt dazu ein weit zu gehen, doch wer es hier übertreibt kommt meist nicht mehr zurück. Die darauffolgenden Stavelot-Rechtskurven sind vor allem unter nassen Bedingungen eine echte Herausforderung.

Entscheidung im letzten Sektor

Auf einer schnellen Runde können sie ähnlich wie La Source entscheidend sein, denn wer hier nicht die perfekte Ausgangsgeschwindigkeit mitnimmt, verliert auf dem Bergauf-Run durch Blanchimont in Richtung Bus-Stop viel Zeit. Die ehemalige Mutkurve Blanchimont geht in der Formel 1 seit Jahren selbstredend mit Vollgas.

Die seit den frühen 2000er Jahren mehrfach umgebaute Bus-Stop ist der mit Abstand härteste Anbremspunkt auf der Runde und damit auch die beste Überholmöglichkeit. Die Rechts-Links-Kombination führt die Piloten zurück auf die Start- und Zielgerade.

Die Technik in Spa

Der Fokus liegt in Spa ganz klar auf Topspeed. Die Autos fahren im ersten Sektor zwischen La Sources und Les Combes 22 Sekunden Vollgas. Im letzten Sektor zwischen Stavelor und Bus-Stop sind es 19 Sekunden. Die Ingenieure müssen also schauen, wie viel Downforce sie entbehren können, ohne dass in den schnellen Kurven zu viel Stabilität und Zeit geopfert wird.

Insgesamt werden 70 Prozent der Runde unter Volllast zurückgelegt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Runde beträgt rund 240 km/h. Der Benzinverbrauch ist dementsprechend hoch. 2,2 Kilogramm werden pro Runde verbrannt. Damit ist natürlich auch ein gutes Power-Management auf Seite des Motors gefragt. Zumal in Spa nur wenig kinetische Energie gespeichert werden kann.

Lediglich 13 Prozent der Rundenzeit verbringen die Piloten auf der Bremse. Wirklich hart verzögert wird nur an wenigen Stellen. Ab Bruxelles, der elften Kurve auf der Runde, wird bis zur Bus-Stop (Kurve 20) nicht mehr hart verzögert. Die Abgabe zusätzlicher Energie zur Unterstützung des Verbrennungsmotors muss also intelligent eingeteilt werden.

Strecken-Chronik

Detail-Ansicht
2019Belgien GP
Charles Leclerc
Ferrari
Startnr.: 16
Motor: Ferrari
2018Belgien GP
Sebastian Vettel
Ferrari
Startnr.: 5
Motor: Ferrari
2017Belgien GP
Lewis Hamilton
Mercedes-AMG
Startnr.: 44
Motor: Mercedes
2016Belgien GP
Nico Rosberg
Mercedes-AMG
Startnr.: 6
Motor: Mercedes
2015Belgien GP
Lewis Hamilton
Mercedes-AMG
Startnr.: 44
Motor: Mercedes
2014Belgien GP
Daniel Ricciardo
Red Bull
Startnr.: 3
Motor: Renault
2013Belgien GP
Sebastian Vettel
Red Bull
Startnr.: 1
Motor: Renault
2012Belgien GP
Jenson Button
McLaren
Startnr.: 3
Motor: Mercedes
2011Belgien GP
Sebastian Vettel
Red Bull
Startnr.: 1
Motor: Renault
2010Belgien GP
Lewis Hamilton
McLaren
Startnr.: 2
Motor: Mercedes
2009Belgien GP
Kimi Räikkönen
Ferrari
Startnr.: 4
Motor: Ferrari
2008Belgien GP
Felipe Massa
Ferrari
Startnr.: 2
Motor: Ferrari
2007Belgien GP
Kimi Räikkönen
Ferrari
Startnr.: 6
Motor: Ferrari
2005Belgien GP
Kimi Räikkönen
McLaren
Startnr.: 9
Motor: Mercedes
2004Belgien GP
Kimi Räikkönen
McLaren
Startnr.: 6
Motor: Mercedes
2002Belgien GP
Michael Schumacher
Ferrari
Startnr.: 1
Motor: Ferrari
2001Belgien GP
Michael Schumacher
Ferrari
Startnr.: 1
Motor: Ferrari
2000Belgien GP
Mika Häkkinen
McLaren
Startnr.: 1
Motor: Mercedes
1999Belgien GP
David Coulthard
McLaren
Startnr.: 2
Motor: Mercedes
1998Belgien GP
Damon Hill
Jordan
Startnr.: 9
Motor: Mugen-Honda
1997Belgien GP
Michael Schumacher
Ferrari
Startnr.: 5
Motor: Ferrari
1996Belgien GP
Michael Schumacher
Ferrari
Startnr.: 1
Motor: Ferrari
1995Belgien GP
Michael Schumacher
Benetton
Startnr.: 1
Motor: Renault
1994Belgien GP
Damon Hill
Williams
Startnr.: 0
Motor: Renault
1993Belgien GP
Damon Hill
Williams
Startnr.: 0
Motor: Renault
1992Belgien GP
Michael Schumacher
Benetton
Startnr.: 19
Motor: Ford
1991Belgien GP
Ayrton Senna
McLaren
Startnr.: 1
Motor: Honda
1990Belgien GP
Ayrton Senna
McLaren
Startnr.: 27
Motor: Honda
1989Belgien GP
Ayrton Senna
McLaren
Startnr.: 1
Motor: Honda
1988Belgien GP
Ayrton Senna
McLaren
Startnr.: 12
Motor: Honda
1987Belgien GP
Alain Prost
McLaren
Startnr.: 1
Motor: TAG
1986Belgien GP
Nigel Mansell
Williams
Startnr.: 5
Motor: Honda
1985Belgien GP
Ayrton Senna
Lotus
Startnr.: 12
Motor: Renault
1983Belgien GP
Alain Prost
Renault
Startnr.: 15
Motor: Renault
1970Belgien GP
Pedro Rodriguez
BRM
Startnr.: 1
Motor: BRM
1968Belgien GP
Bruce McLaren
McLaren
Startnr.: 5
Motor: Ford
1967Belgien GP
Dan Gurney
Eagle
Startnr.: 36
Motor: Weslake
1966Belgien GP
John Surtees
Ferrari
Startnr.: 6
Motor: Ferrari
1965Belgien GP
Jim Clark
Lotus
Startnr.: 17
Motor: Climax
1964Belgien GP
Jim Clark
Lotus
Startnr.: 23
Motor: Climax
1963Belgien GP
Jim Clark
Lotus
Startnr.: 1
Motor: Climax
1962Belgien GP
Jim Clark
Lotus
Startnr.: 16
Motor: Climax
1961Belgien GP
Phil Hill
Ferrari
Startnr.: 4
Motor: Ferrari
1960Belgien GP
Jack Brabham
Cooper
Startnr.: 2
Motor: Climax
1958Belgien GP
Tony Brooks
Vanwall
Startnr.: 4
Motor: Vanwall
1956Belgien GP
Peter Collins
Ferrari
Startnr.: 8
Motor: Ferrari
1955Belgien GP
Juan Manuel Fangio
Mercedes
Startnr.: 10
Motor: Mercedes
1954Belgien GP
Juan Manuel Fangio
Maserati
Startnr.: 26
Motor: Maserati
1953Belgien GP
Alberto Ascari
Ferrari
Startnr.: 10
Motor: Ferrari
1952Belgien GP
Alberto Ascari
Ferrari
Startnr.: 4
Motor: Ferrari
1951Belgien GP
Giuseppe Farina
Alfa Romeo
Startnr.: 4
Motor: Alfa Romeo
1950Belgien GP
Juan Manuel Fangio
Alfa Romeo
Startnr.: 10
Motor: Alfa Romeo

Rekorde

Rennen: 2004

1Kimi Räikkönen
McLaren
1:45.108

Absolut: 2. Training 2005

1Vitantonio Liuzzi
Red Bull

Letzte Veranstaltung

Formel 1 Belgien GP 2019 - Rennen

Pos. Fahrer Zeit
1Charles Leclerc
Ferrari
1:23:45.710
44 Runden
2Lewis Hamilton
Mercedes-AMG
1:23:46.691
+ 0.981
3Valtteri Bottas
Mercedes-AMG
1:23:58.295
+ 12.585

Formel 1 Belgien GP 2019 - Startaufstellung

Pos. Fahrer Zeit
1Charles Leclerc
Ferrari
1:42.519
16 Runden
2Sebastian Vettel
Ferrari
1:43.267
+ 0.748
3Lewis Hamilton
Mercedes-AMG
1:43.282
+ 0.763


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