Die Formel-1-Saison 2020 lässt wegen der Coronavirus-Pandemie auf sich warten. Motorsport-Magazin.com nutzt die Zwangspause für eine Serie historischer Beiträge - ‚On this day’. Heute, am 5. Mai, gibt es einen ganz besonderen Moment in der einzigartigen F1-Karriere von Michael Schumacher. Zum ersten Mal startete der zweifache Weltmeister für Ferrari von Pole - ausgerechnet beim Heimrennen der Scuderia in Imola.

Formel 1 heute vor 24 Jahren: Michael Schumachers erste Ferrari-Pole

Aller Anfang ist schwer. Das galt vor dem großen Triumphzug mit Ferrari zunächst selbst für Michael Schumacher. Ab 1997 zumindest immer im WM-Kampf, verlief das Debütjahr des amtierenden Weltmeisters bei der Scuderia holprig. Mit dem Ferrari F310 war gegen den Williams FW18 so gut wie nie etwas auszurichten. Ganz zu schweigen von der im Vergleich zu den Ferrari der 2000er Jahre noch astronomischen Anfälligkeit für technische Defekte.

Für eine ganze Reihe erster Highlights reichte es 1996 dennoch, allen voran natürlich der berühmten Fahrt des ‚Regengotts’ Schumacher beim Spanien GP in Barcelona, die beim siebten Saisonrennen im ersten Sieg des zweifachen Champions für Ferrari mündete.

Imola: Schumacher 1,3 Sekunden schneller als Irvine

Bereits zwei Grands Prix zuvor, beim Großen Preis von San Marino in Imola, hatte Schumacher einen anderen Meilenstein erreicht. Ausgerechnet beim ersten Ferrari-Heimrennen der Saison, am heutigen 5. Mai vor 24 Jahren, startete Schumacher erstmals für die Roten von der Pole Position.

Den ersten Startplatz im Autodromo Enzo e Dino Ferrari hatte Schumacher mit gut zwei Zehntelsekunden vor dem späteren Weltmeister Damon Hill herausgefahren. Der zweite Williams von Jacques Villeneuve folgte mit einer weiteren Zehntel Rückstand auf Schumacher. Den wahren Wert der Pole zeigt jedoch der Vergleich zum Teamkollege. Eddie Irvine im zweiten Ferrari fehlten 1,3 Sekunden auf Schumacher - P6 im Grid.

Im Rennen reichte es für Michael Schumacher zum zweiten Platz - Foto: Sutton
Im Rennen reichte es für Michael Schumacher zum zweiten PlatzFoto: Sutton

Schumi-Podium trotz Ferrari-Defekt in letzter Runde

Zum perfekten Märchen vor den heimischen Tifosi reichte es im Rennen allerdings nicht. Hill war nicht zu halten. Der Brite gewann mit 16 Sekunden Vorsprung auf Schumacher, der - trotz eines noch in der letzten Runde vorne rechts blockierendem Rads - den Tifosi mit P2 immerhin mit einem Podium Grund zum Feiern gab.

Was sonst noch geschah:

Vor 35 Jahren: Michele Alboreto erzielt beim Großen Preis von San Marino in Imola die 100. schnellste Rennrunde in der Geschichte der Scuderia Ferrari.
Vor 35 Jahren: Ebenfalls in Imola fährt Thierry Boutsen zum ersten Mal auf das Podest. Insgesamt kam der Belgier in der Formel 1 auf deren 15, darunter drei Siege.