Nico Rosberg startet den Großen Preis der USA von der Pole Position. Mit seiner Bestzeit von 1:36.067 Minuten ließ er seinen Teamkollegen und WM-Rivalen Lewis Hamilton um 0,376 Sekunden hinter sich. Für Nico Rosberg ist es die mit Abstand beste Startposition in den USA. Bisher war Platz zwölf im Qualifying des Vorjahres das beste Ergebnis des Deutschen.

"Ein großartiger Tag, ich bin sehr glücklich", freute sich der Mercedes-Pilot über seine neunte Saison-Pole. "Alles hat sehr gut funktioniert. Zusammen mit meinen Ingenieuren habe ich für das Qualifying ein Auto gehabt, mit dem ich wirklich glücklich war." Die veränderten Bedingungen vom dritten Freien Training zum Qualifying hätten die Aufgabe allerdings nicht einfach gemacht. "Am Morgen war es eiskalt und am Nachmittag war es warm. Wir konnten nichts richtig testen, aber das Auto lag im Qualifying gut und ich konnte richtig attackieren."

Nico Rosberg hat 17 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton - Foto: Sutton
Nico Rosberg hat 17 Punkte Rückstand auf Lewis HamiltonFoto: Sutton

In allen Freien Trainings musste sich Rosberg hinter Hamilton anstellen, wendete das Blatt im entscheidenden Moment aber perfekt. Der Deutsche entschied alle Qualifying-Segmente für sich, obwohl in Q3 kurz Sorgenfalten auftauchten: "Bitte kontrolliert meinen Frontflügel, ich habe einen Kerb berührt", funkte Rosberg. Ohne Probleme ging es aber wieder auf die Strecke und dort verbesserte der Deutsche seine absolute Bestzeit nochmals.

"Der erste Platz heute ist unglaublich, aber das Rennen zählt. Daher muss ich mich vollkommen auf morgen konzentrieren und versuchen, es nach Hause zu fahren", erklärte der Mercedes-Pilot. "Natürlich wird der Start wichtig. Ich muss dort das Maximum herausholen und vorne bleiben."

Mit seiner 13. Karriere-Pole-Position zieht Rosberg mit großen Namen in der ewigen Bestenliste gleich: Graham Hill, Jack Brabham, Jacky Ickx, Jacques Villeneuve, Juan Pablo Montoya und Mark Webber fuhren in ihrer Formel-1-Laufbahn ebenfalls 13. Mal auf die erste Startposition.

Lauda: Mercedes hat Texas erobert

Großes Lob für den Wendepunkt in den USA gab es von Niki Lauda. "Für Nico ist es unglaublich wichtig, dass er Lewis geschlagen hat - für den Kopf und die Motivation", erklärte Lauda. "Er wurde die letzten vier Rennen demoralisiert, ist jetzt aber wieder oben und hat mit dieser Runde eine super Leistung gezeigt. Ich glaube nicht, dass Lewis die Runde von Nico heute geschafft hätte."