2015 hat sich einiges verändert in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Statt einem werden seit dieser Saison zwei Rennen pro Wochenende gefahren. Anstatt zehn wurde der Kalender aber auf neun Termine reduziert. Die Bosse der Hersteller fragen sich, ob 2016 eine Rückkehr zu zehn Rennwochenenden sinnvoll wäre.

Der Faktor Geld

Für Mercedes sind zwei Faktoren von besonderer Wichtigkeit. "Es ist, wie immer, eine Frage des Geldes aber es geht auch darum, eine gute Location für ein weiteres Rennen zu finden", zeigt sich Ulrich Fritz gegenüber Autosport aufgeschlossen, betont allerdings auch, dass er mit der aktuellen Situation sehr zufrieden ist. "Ich finde neun Events mit 18 Rennen ist eine gute Anzahl für uns. Damit können wir leben."

Jens Marquardt will Balance sehen - Foto: BMW AG
Jens Marquardt will Balance sehenFoto: BMW AG

Für Jens Marquardt zählen hingegen das Image sowie die Wirtschaftlichkeit der Rennserie. "Mir geht es nicht darum, ein weiteres Event hinzuzufügen, sondern es geht darum dem Ganzen mehr Wert zu verschaffen", erklärt der BMW-Boss. "Am Ende des Tages, muss es eine Balance geben mit dem was man reinsteckt und rausbekommt."

Die aktuellen drei Events außerhalb von Europa sind laut Marquart ein voller Erfolg. "Spielberg, Zandvoort und Moskau denke ich funktionieren gut."

Reglement überdenken

Dieter Gass hätte auch nichts gegen 15 Events - Foto: Audi
Dieter Gass hätte auch nichts gegen 15 EventsFoto: Audi

Audi's Dieter Gass würde sich über eine Erweiterung der DTM-Events freuen. "Ich denke wir alle, die Fahrer wie auch die Fans, würden 15 Rennwochenenden lieben", schwärmt der Audi-Boss. "Aber dafür muss natürlich auch Budget da sein."

Bei einer Änderung der Rennanzahl müsste zudem das Reglement angepasst werden. "Wir haben fixe Regulationen mit der Anzahl der Motoren, die wir die Saison über verwenden dürfen. Sollten wir einen zehnten Event haben, dann könnten diese Regulationen auch zu Problemen führen", warnt Gass. "Deshalb ist es ein Thema, welches wir genauestens überprüfen sollten."