Auf dem Sachsenring war am vergangenen Wochenende der Lampertheimer Marvin Dienst zur vorletzten Veranstaltung des ADAC Formel Masters zu Gast. In aufregenden Rennen feierte der Pilot der Deutsche Post Speed Academy einen weiteren Podestplatz und hat den Vizetitel im Blick.

Nach seinem gelungenen Wochenende auf dem Nürburgring, hoffte Marvin Dienst auch diesmal auf ähnliche Resultate. Doch schon nach dem freien Training zeigte sich, dass es keine einfachen Rennen auf dem 3.645 Meter langen Kurs werden. "Mir fehlen in jeder Runde wichtige Zehntelsekunden. Wenn es trocken bleibt, wird es schwer den Sprung in die Top-Drei zu schaffen", erklärte der Pilot aus dem Team kfzteile24 Mücke Motorsport.

Marvin Dienst feierte sein Podium ausgelassen - Foto: ADAC Formel Masters
Marvin Dienst feierte sein Podium ausgelassenFoto: ADAC Formel Masters

Dienst nach Qualifying mit Hypothek

Somit war es keine Überraschung, dass Marvin nach dem Qualifying nur die Startpositionen zehn und neun für die ersten beiden Wertungsläufe belegte. Im ersten Durchgang machte er mit einem guten Start direkt einen Platz gut und verteidigte diesen bis ins Ziel. Zum zweiten Lauf am Nachmittag setzte der erhoffte Regen ein und Marvin zeigte eine starke Performance. Im Verlauf der 25 Rennminuten kam er bis auf Rang sechs nach vorne und gab sich im Ziel zufrieden: "Im Regen läuft es deutlich besser für uns. Ich hätte noch die Chance gehabt einen Platz mehr aufzuholen, doch das Rennen war etwas zu früh zu Ende."

Durch die umgekehrte Startreihenfolge im dritten Rennen startete Marvin als Dritter und peilte einen Platz auf dem Podest an. Nach einem Safety-Car-Start lieferte sich der 17-jährige Nachwuchspilot einen packenden Kampf um Rang zwei und setzte sich am Ende durch. Eigentlich wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wie der Schützling des ADAC Nordbaden e.V. verriet: "Durch den starken Regen war die Sicht einfach zu schlecht. Für mich war es wichtig die Punkte für einen zweiten Platz einzufahren."

Dienst hofft auf sein Heimrennen

In der Meisterschaft belegt der Südhesse vor dem großen Finale in Hockenheim den vierten Rang und hofft nun auf sein Heimrennen: "Auch wenn der Titel schon vergeben ist, kann ich noch Zweiter werden. Wir werden voll attackieren und unser bestes geben."

Marvin Dienst betreibt bereits seit seinem sechsten Lebensjahr Motorsport und tritt mit seiner Nominierung zum Förderkandidaten der Deutsche Post Speed Academy in große Fußstapfen, so waren in der Vergangenheit auch die aktuellen Formel1-Piloten Nico Hülkenberg und Adrian Sutil, sowie DTM-Fahrer Timo Glock Teil des Förderprogramms und haben dort ihre Grundlagen für den Rennsport erlernt.

Als Nachwuchsprogramm unterstützt die Deutsche Post Speed Academy seit 2004 talentierte und viel versprechende Rennfahrer auf ihrem Weg in den professionellen Motorsport. Über die gesamte Saison werden die Nachwuchspiloten von neun prominenten Jurymitgliedern für ihre Leistungen bewertet und können sich so eine finanzielle Unterstützung für das kommende Jahr sichern.