Jari-Matti Latvala (VW Polo R) Ergebnis: Platz 48
Latvalas Rallye war effektiv nach nur sieben Kilometern auf der ersten Prüfung vorbei, als das Getriebe seines Polo R den Geist aufgab. In seiner Verzweiflung schaltete der Finne mit dem manuellen Ersatzhebel so hart, dass dieser auch brach. Als er am Samstag zurückkehrte, konzentrierte sich Latvala aufs Testen und Experimentieren und zeigte mit einer Bestzeit auf WP9, was möglich gewesen wäre. Zwei Punkte in der Power Stage plus Platz acht in der Herstellerwertung waren am Ende nur ein kleines Trostpflaster.

Eric Camilli (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 50
Camillis Rallye lief auf der allerersten Prüfung schief, als sein Fiesta RS von der Straße abkam und auf einem Stapel Baumstämme landete. Da es keine Möglichkeit gab, das Auto zu befreien, war der Tag beendet. Immerhin fungierten die Baumstämme jedoch als ein effektives Sicherheitsnetz, denn sie verhinderten, dass das Auto die Mosel-Weinberge hinunterkullerte. Als er am Samstag zurückkam, standen Lernen und Erfahrungen sammeln im Vordergrund. Er behielt die Fassung, als er als Erster an Lefebvres Unfallstelle eintraf und eilte seinen Freunden Stephane und Beifahrer Gabin Moreau zu Hilfe. Anschließend übte er weiter und verbesserte sich Schritt für Schritt.

Rallye Deutschland: Hyundai sorgt für Spannung bis zum Schluss: (04:40 Min.)

Dani Sordo (Hyundai i20) Ergebnis: Platz 2
Sordo kehrte eindrucksvoll zurück, nachdem er die Rallye Finnland nach einem Testunfall verletzt absagen musste. Wenn man seine vergangenen Auftritte bedenkt, war das keine große Überraschung. In zehn vorherigen Starts sammelte er einen Sieg und sechs Podestplätze. Die späte Startposition des Spaniers am Freitag und Samstag bedeutete, dass er mit schmutzigeren Straßen zurechtkommen musste als die meisten anderen. Doch er hielt sich schadlos und traf einige scharfsinnige Reifenentscheidungen - vor allem am Samstagnachmittag, als er auf Platz zwei kletterte. Das Duell mit Teamkollege Thierry Neuville am Sonntag war ein Krimi - enger ging es nicht.

Andreas Mikkelsen (Volkswagen Polo R) Ergebnis: Platz 4
Der großartige Start des zu Beginn Führenden dauerte bis Samstagmorgen an, als er von Teamkollege Sebastien Ogier eingeholt wurde. Keine große Überraschung, wenn man Mikkelsens verhältnismäßig geringe Erfahrung und Ogiers Erfolge bei diesem Event bedenkt. Aber was nach einer Chance auf den zweiten Platz aussah, wurde letztlich zu Platz vier, nachdem erst Sordo und dann Neuville vorbeiging. Mikkelsen machte einen Reifenpoker verantwortlich, der nicht aufging, während Bremsversagen auf der Power Stage ohne Frage seinen letzten Angriff vereitelte. Zurück im Service Park erklärte sich der Norweger mit Platz vier zufrieden, doch er sah nicht danach aus.

Mikkelsen griff noch einmal das Podest an, musste sich jedoch geschlagen geben - Foto: Sutton
Mikkelsen griff noch einmal das Podest an, musste sich jedoch geschlagen gebenFoto: Sutton

Ott Tänak (Ford Fiesta RS) Ergebnis: Platz 23
Ausgestattet mit der neuen Palette der DMACK-Asphaltreifen erwischte Tänak einen soliden Start, während er sich an die Charakteristiken des ungewohnten Gummis anpasste. Am Samstag von Position fünf gestartet nahm er seine Pace auf und war auf der Bosenberg-Prüfung (WP7) Drittschnellster. Leider war dies das Ende der Fahnenstange für den Esten, der kurz danach aufgeben musste, als sein Fiesta RS mit einem Lichtmaschinenproblem liegen blieb. Als ob das noch nicht schlimm genug gewesen wäre, verbrannte er sich auch noch die Stirn, als er im Motorraum nachsehen wollte, was los war. Abgesehen von der Verbrennung erkannte Tänak viele Gründe, das Wochenende sowie seine Chancen bei den nächsten Asphaltevents positiv zu betrachten.