2015 war für Rickard Rydell eine WTCC-Saison zum vergessen. Aus einer ursprünglich für die komplette Saison geplanten Teilnahme wurden wegen Krankheit, einem Ersatzfahrer jedoch nur ein vorzeitig abgebrochenes Rennjahr mit drei bestrittenen Rennwochenenden. Es war für den Schweden jedoch nicht die erste Saison in der WTCC.

Rydell war einer der Piloten in der Debüt-Saison der Tourenwagenweltmeisterschaft 2005 und nahm an insgesamt 51 Rennwochenenden teil. Doch weitere Rennen wird es nicht geben. "Ich habe mich entschlossen 2016 nicht mehr zu fahren und meine Karriere zu beenden", sagte Rydell. Statt weiter Rennen zu fahren, will sich Rydell auf seine Arbeit als TV-Kommentator und Mentor konzentrieren. Als Mentor wird er dabei Gustav Malja betreuen, der 2015 an der europäischen Formel 3, der GP2 und der Formel Renault 3,5 Series teilnahm.

"Ich war 20 Jahre lang Werksfahrer. Das ist ein Privileg und ich bin stolz Marken wie Toyota, Volvo, Seat und Aston Martin in wichtigen Meisterschaften und Rennen vertreten zu haben", fügte Rydell hinzu. Seine erfolgreichsten Jahre hatte Rydell in der Zeit vor der WTCC. Nach einem dritten Gesamtrang in der BTCC 1995 und 1996 krönte er sich 1998 den Titel und wurde in den beiden Folgejahren jeweils Dritter.

2015 startete Rydell nur bei drei Events - Foto: WTCC
2015 startete Rydell nur bei drei EventsFoto: WTCC

2005 folgte der Einstieg in die WTCC mit Seat und gleich im sechsten Rennen durfte Rydell seinen ersten Weltmeisterschaftssieg feiern. Die Saison beendete er auf dem sechsten Rang mit insgesamt vier weiteren Podestplätzen. dann musste er bis 2007 auf seinen nächsten Sieg warten. Doch zuvor nahm er mit Aston Martin an den 24 Stunden von Le Mans teil und fuhr dort in der GT1-Kategorie mit David Brabham und Darren Turner den Klassensieg ein.

Wenige Monate folgte ein Gaststart in der WTCC mit Chevrolet in seiner Heimat Schweden. Den zweiten Lauf konnte der 48-Jährige dabei für sich entscheiden. 2008 reichte es wieder für eine komplette Saison mit Seat und er fuhr erneut zwei Siege ein und beendete seine beste Saison auf dem fünften Rang. Nach einem weiteren Jahr in der Tourenwagenweltmeisterschaft endete dann die Zusammenarbeit mit Seat und nach einem Jahr Pause wechselte er in die STCC.

Der nordische Ableger der Tourenwagenmeisterschaft kam Rydell entgegen und gleich in seiner Debütsaison fuhr er mit drei Siegen dem Meistertitel entgegen. In der Folgesaison konnte Rydell den Titel jedoch nicht verteidigen und musste sich mit dem Vize-Titel zufrieden geben. 2012 und 2013 erfolgte jeweils ein Gaststart in der WTCC.