Mads Östberg kann in Wales auftrumpfen. Mit insgesamt zehn Starts bei der Heim-Rallye des M-Sports-Teams ist der Norweger bereits angetreten und ist damit schon fast ein Wales-Experte. Die Bedingungen in den Wäldern Großbritanniens sind der Rallye in seiner Heimat ähnlich. Und genau davon profitiert Östberg auch am meisten. "Wir haben zwar viel auf dem Asphalt gelernt, aber ich bin froh, dass wir jetzt auf Schotter zurückkehren", erklärt Östberg diplomatisch. "Die Prüfungen sind fantastisch, so schnell und flüssig, dann man in einen guten Rhythmus kommt. Sie sind den Prüfungen in Norwegen sehr ähnlich, deshalb fühle ich mich hier definitiv zu Hause", schwärmt Östberg weiter.

Einen Unterschied könnte die Rallye in diesem Jahr allerdings haben, wie Östberg betont: "Das Event ist dieses Mal etwas früher im Jahr, deshalb könnten wir vielleicht sogar eine trockene Rallye haben", spekuliert er. "Das wäre fantastisch. Ich bin die Rallye schon mal im Trockenen gefahren und das war unglaublich." Doch am Ende spielen die Wetter-Bedingungen nur eine untergeordnete Rolle für den Norweger, denn sein bestes Ergebnis in der WRC fuhr er mit einem zweiten Platz in Wales ein.

2014 war Östberg noch mit Citroen in Wales unterwegs - Foto: Citroen
2014 war Östberg noch mit Citroen in Wales unterwegsFoto: Citroen

Camilli: Erste WRC-Erfahrungen sammeln

Für Östbergs Teamkollegen Eric Camilli ist es zwar nicht das erste Mal bei der Rallye Wales, allerdings geht er das erste Mal als WRC-Pilot an den Start. "Wir waren bisher nur einmal in der WRC 2 in Wales und dort waren wir gleich konkurrenzfähig", sagt Camilli, der gemeinsam mit Beifahrer Benjamin Veillas in dieser Klasse acht Stages und die finale Prüfung für sich entscheiden konnte. "Jetzt ist es natürlich eine ganz andere Sache", ist sich Camilli sicher. "Aber ich freue mich darauf, meine Performance auf Schrotter zu verbessern."

"Ich muss lernen, herauszufinden, wie ein Auto in dieser Klasse auf die Bedingungen reagiert, aber das Wichtigste ist, die Rallye zu beenden", so Camilli. Nicht nur für das persönliche Wohlbefinden, sondern vor allem für das Team: "Die Heim-Rallye meines Teams ist sehr speziell für mich. Sie haben mich das ganze Jahr unterstützt und es würde mir viel bedeuten, sie mit einem guten Resultat zu belohnen."