Jari-Matti Latvala. Ergebnis: Platz 14
Es war eine Rallye der Höhen und Tiefen für Jari-Matti. Der Tiefpunkt war, dass er am Eröffnungstag in eine Leitplanke krachte und ausschied. Highlights setzte er am Samstag und Sonntag, als er sich bei seiner Rückkehr neu belebt und sehr beeindruckend präsentierte. Fünf Prüfungssiege gaben einen kleinen Einblick, was möglich gewesen wäre und unterstrichen sein Potential vor dem nächsten Lauf in Wales. "Ich war bei einigen Rallyes verloren, aber jetzt ist mein Selbstvertrauen zurück", verkündete er. Das sollte die nächsten Rallyes interessant machen.

Thierry Neuville. Ergebnis: Platz 3
Neuville führte die Rallye zu einem frühen Zeitpunkt an, verlor jedoch ein paar Positionen, als er seinen Hyundai auf WP5 drehte und einen Baum touchierte. Wie alle Hyundai-Fahrer beklagte er sich über Untersteuern, aber er hielt den Druck auf die Spitze aufrecht und holte sich den dritten Platz, als Mikkelsen auf WP12 patzte. Von da an lautete sein Ziel, 15 Punkte zu sammeln, um seinem Kampf um den Vizetitel einen kräftigen Schub zu verleihen. Er lieferte ordnungsgemäß sein fünftes Top-3-Ergebnis der Saison und sein drittes Podium in Folge ab.

Latvals Ausfall bei der Rallye Spanien: (01:23 Min.)

Kris Meeke. Ergebnis: ausgeschieden
Ein ereignisreicher Auftritt des Briten, dem nur eine Handvoll saubere Prüfungen gelangen, ehe er am Sonntag mit einem elektrischen Problem ausschied. Meeke erwischte am Freitag den schlimmsten Sturzregen und machte für seinen Überschlag nach nur drei Kilometern auf der Eröffnungsetappe die mit Wasser gefüllten Spurrillen verantwortlich. Am Samstag fuhr er zwei Prüfungssiege ein, hatte jedoch auch einen Reifenschaden, nachdem er eine Kurve schnitt. Ein späterer Dreher im sechsten Gang ließ ihn frustriert zurück und er versprach, weniger dumme Fehler zu machen.

Mads Östberg. Ergebnis: Platz 5
Von den Schotterprüfungen einmal abgesehen war es für Mads eine Lernstunde. Er beschloss, dass der beste Weg, seinen Speed auf Asphalt zu verbessern, ist, zu den Grundlagen zurückzukehren und eine neue Fahrtechnik zu lernen. Er konzentrierte sich auf weichere Linien und einen präziseren Stil. Mads schien mit seinen Fortschritten ziemlich zufrieden zu sein, auch wenn er bei den Prüfungszeiten selten unter den Top-5 auftauchte.

Rallye Spanien: Crash und Überschlag von Andreas Mikkelsen: (01:45 Min.)

Ott Tänak. Ergebnis: Platz 6
Tänaks bester Moment war sein Prüfungssieg am Donnerstagabend in Barcelona. Aber sobald das richtige Geschehen losging, schlug er sich weniger gut. Wie Östberg wollte Tänak lernen - in seinem Fall ging es dabei jedoch um die DMACK-Reifen. Tänak fand schnell ihre Grenzen. Obwohl er den Wert der Informationen, die sein Team sammelte, anerkannte, konnte er wenig tun, um seine Frustration über das Sammeln dieser zu verbergen. Ein weiterer Fahrer, der froh ist, in Wales wieder auf Schotter zu fahren.

Andreas Mikkelsen. Ergebnis: ausgeschieden
Am Samstagnachmittag verteidigte der Norweger auf der ersten Prüfung seinen dritten Platz gegen Thierry Neuville, als er übers Limit ging und seinen Polo R in die Leitplanken schlug. Mikkelsen und Beifahrer Anders Jaeger kamen unverletzt davon, aber ihr Auto ließ sich nicht mehr für einen Neustart unter Rally2 reparieren. Schlimmer war jedoch, dass das frühe Aus seinen Vorteil im Kampf um den Vizetitel in der Fahrerwertung wegwischte, sehr zur Freude von Neuville. Wir werden nach der Rallye Wales den wahren Preis seines Spanien-Crashs erfahren.

Martin Prokop. Ergebnis: ausgeschieden
Dies ist eine traurige Liebesgeschichte. Prokop nahm sich eine Pause von der WRC, um sich auf die Dakar vorzubereiten, als ihn eine Testfahrt im 2017er Auto von M-Sport daran erinnerte, wo seine wahre Liebe liegt. Für Spanien zog es ihn zurück. Die nassen und schlammigen Bedingungen am Freitag fand er schwierig und er verbrachte den Großteil des Samstags - seinem ersten Tag auf Asphalt seit zwölf Monaten - damit, aufzuholen. Ergebnistechnisch sah der achte Platz am Sonntagmorgen gut aus, bis er sich ein Rad abriss und zwei Prüfungen vor dem Ziel aufgeben musste. Nun wird er sich wieder auf die Dakar konzentrieren - die Zeichen stehen jedoch gut, dass er nächstes Jahr in der WRC zurück sein wird.