"Ich hatte diesen heftigen Regen nicht erwartet", sagte Mads Östberg am Freitagabend im Servicepark der Rallye Spanien. Das hatte niemand. Es wurde spekuliert, ob es auf den Prüfungen südwestlich des Serviceparks regnen würde. Die Teams waren auf feuchte Strecken gefasst, aber nicht auf das, was sie letztlich erwartete.

"Das Wetter war unglaublich heute. Wir hatten etwas Regen erwartet, aber das war ein heftiges Gewitter. Auf diesen Straßen in Spanien liegt feiner Staub und wenn der nass wird, ist es unvorstellbar rutschig", erklärte Citroen-Pilot Kris Meeke, der sich an die Rallye Großbritannien erinnert fühlte. "Auf der ersten Prüfung heute Morgen hatten wir Spurrillen gefüllt mit Wasser und Aquaplaning überall. Die Straßen sind so eng hier, dass du sofort raus bist, wenn das Auto aufschwimmt."

Mit den gleichen Problemen kämpfte auch Mads Östberg. Der Ford-Pilot hatte das große Pech, dass direkt vor seinem Start ein heftiges Gewitter begann. "Die Scheibenwischer hatten keine Chance mehr mitzuhalten", erinnerte sich der Norweger im Interview mit Motorsport-Magazin.com. "Auf jeder Geraden hatten wir überall Aquaplaning. Das war eine große Herausforderung, denn wir hatten die Dinge selbst nicht mehr in der Hand." Privatier Martin Prokop beschrieb die Situation kurz und knapp: "Normalerweise haben wir hier in Spanien nette, trockene Strecken und eine Menge Staub. Aber dieses Jahr war es Wasser, einfach überall Wasser."

Jari-Matti Latvala im Schlamm der Rallye Spanien - Foto: Volkswagen Motorsport
Jari-Matti Latvala im Schlamm der Rallye SpanienFoto: Volkswagen Motorsport

Ogier: Es war einfach nur Überleben

Für Weltmeister Sebastien Ogier war der Vormittag der Rallye nicht das große Problem. Der Volkswagen-Pilot lag in allen Prüfungen innerhalb der Top-3 und profitierte davon, dass es erst nach seinen Durchfahrten heftig zu regnen begann. Dafür erwischte es den Franzosen am Nachmittag auf der zweiten Durchfahrt von 'Caseres'.

"Es waren entsetzliche Bedingungen für uns und absolut kein Grip. Es ging nur ums Überleben und ich war froh, als ich durch die Prüfung war. Die Streckenbedingungen haben sich recht schnell verändert", sagte Ogier auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Auf dieser Prüfung war wirklich das schwierigste, dass der Grip sehr gering war und es überall Spurrillen gab. Ich hatte wirklich mit dem Auto zu kämpfen, dass es überhaupt eingelenkt hat. Das war nicht angenehm zu fahren. Das waren die längsten 12 Kilometer des Tages!"