Kris Meeke, Citroen, Sieger: Ehrlich gesagt ist es ein bisschen verrückt. Hier ist der Rallyesport zu Hause und die Ouninpohja ist der heilige Gral unter den Prüfungen. So zu gewinnen ist unglaublich. Ich kann mich an die Zeit erinnern, als ich als Kind zu Hause mit dem Quad gespielt habe und es hat sich genauso angefühlt. Ich habe es wie ein kleines Kind genossen. Was für ein Ergebnis! Am Samstagmorgen mussten wir etwas Besonderes leisten. Am Sonntagmorgen musste ich mein Gehirn benutzen. Auf der Ouninpohja habe ich es wohl im Hotel vergessen (lacht). Es war ein unglaubliches, außergewöhnliches Wochenende.

Jari-Matti Latvala, Volkswagen, Platz 2: Ich bin glücklich über meine Leistung dieses Wochenende, auch wenn mir der Hattrick bei der Rallye Finnland leider nicht gelungen ist. Der zweite Platz und der Punkt in der Powerstage sind eine sehr gute Ausbeute. Noch dazu konnte ich mich in der Gesamtwertung um einen Platz verbessern. Insgesamt war an diesem Wochenende gegen Kris Meeke nicht mehr drin. Nochmals ein großes Dankeschön an all die vielen Fans, die mich unterstützt haben. Es ist immer wieder etwas Besonderes, hier in der Heimat zu fahren. Jetzt fängt die Asphalt-Saison an und die lief letztes Jahr erstaunlich gut bei mir. Daran gilt es jetzt gleich in Deutschland anzuknüpfen.

Craig Breen, Citroen, Platz 3: Es ist der beste Tag meiner Karriere. Aber mit diesem Auto scheint jeder Tag etwas besser zu sein! Als ich am Samstagnachmittag Platz drei eroberte, hatte ich schon das Gefühl, dass ich mich auf ein anderes Level begeben habe. Am Finaltag standen nicht mehr viele Kilometer auf dem Programm. Es war trotzdem ziemlich hart, weil mich meine Rivalen unter Druck gesetzt haben. Ich könnte nicht glücklicher sein: Ich habe meinen ersten Prüfungssieg in der WRC geholt und bin aufs Podest gefahren. Die Ankunft im Ziel war sehr emotional. Ich konnte es nicht glauben, aber es war fantastisch, diesen Moment mit den Leuten zu feiern, die mich unterstützt haben. Es ist außerdem ein wohlverdientes Ergebnis für das Team, denn die Jungs mussten hart arbeiten, um das Auto nach meinem Abflug beim Test am Montag zu reparieren. Ich bin an diesem Wochenende einen Schritt näher an mein Ziel herangekommen.

Thierry Neuville, Hyundai, Platz 4: Wir haben das ganze Wochenende über unser Maximum gegeben und waren absolut am Limit. Leider war es nicht genug, um es aufs Podest zu schaffen - aber es war sehr nah dran! Wir hatten einen starken Schlussspurt mit zwei Prüfungssiegen, die Power Stage eingeschlossen. Das war eine schöne Art und Weise, die Rallye zu beenden. Es war für das Team besonders befriedigend, nach einem kniffligen Wochenende einen Doppelsieg auf der Power Stage einzufahren. Wir hatten auf den meisten Prüfungen ein paar Probleme mit den Einstellungen am Auto und dem Gripniveau. Daher können wir ganz zufrieden sein. Es war ein aufregender Zweikampf mit Hayden und die Chance zu haben, auf diesen unglaublichen finnischen Prüfungen zu fahren, ist immer ein Vergnügen. Es gibt immer noch einige Dinge, die wir über unser Auto bei diesen Bedingungen lernen müssen. Wir können nun auf Deutschland vorausblicken - eine Rallye, an die wir gute Erinnerungen haben!

Hayden Paddon, Hyundai, Platz 5: Es war ein herausforderndes Wochenende, aber es gibt auch Positives zu berichten. Wir mussten den Großteil des Events als Zweite starten. Daher ist ein Top-5-Resultat letzten Endes nicht allzu schlecht. Wir hatten einen annehmbaren Finaltag, auch wenn wir bisweilen etwas unsauber gefahren sind. Wir sind keine großen Risiken eingegangen und haben uns darauf konzentriert, die Autos nach Hause zu bringen. Wenn man das bedenkt, war es ein schönes Trostpflaster, in der Power Stage die Positionen eins und zwei herauszufahren. Wir haben alles gegeben, aber wir hatten bei den rutschigen Bedingungen mit dem Auto zu kämpfen. Es war ein enger Kampf mit Thierry und ich habe diese fantastischen Prüfungen wirklich genossen.

Versöhnlicher Abschluss für Hyundai in Finnland: (03:16 Min.)

Mads Östberg, Ford, Platz 6: Es war ein wirklich gutes Wochenende und wir haben auf allen Prüfungen hart gepusht. Die gesamte Rallye über gab es einen fantastischen Kampf ums Podium. Es ist ziemlich unglaublich, so viele Autos um Top-Positionen kämpfen zu sehen - und es ist schade, dass wir in diesem Kampf den Kürzeren gezogen haben. Ich hatte das Gefühl, dass mit dem Heck des Autos etwas nicht stimmte und das hat uns davon abgehalten, ans Maximum zu gehen. Es ist schade, dass es so geendet hat und dass wir uns mit Platz sechs zufrieden geben mussten, aber so läuft es eben manchmal.

Andreas Mikkelsen, Volkswagen, Platz 7: Insgesamt können Anders und ich mit dem siebten Platz zufrieden sein, mehr war an diesem Wochenende nicht möglich. Und das Gefühl, auf diesen fantastischen Strecken zu fahren, ist grandios. Positiv ist außerdem, dass wir gegenüber Sebastien einige Punkte gutmachen konnten. Natürlich ist sein Vorsprung immer noch groß, aber wir bleiben dran. Schwierig war es, nachdem wir am Samstag plötzlich als Erste auf die Strecke mussten. Wir haben alles gegeben, aber die erste Startposition macht einem das Leben wirklich nicht leicht. Auf einigen Prüfungen war ich ununterbrochen am absoluten Limit unterwegs, trotzdem waren die Zeiten zu langsam.

Kevin Abbring, Hyundai, Platz 9: Wenn man alle Faktoren bedenkt, kann ich mit diesem Wochenende zufrieden sein. Wir haben keine Fehler gemacht und reisen mit einem Top-10-Ergebnis aus Finnland ab. Es war eine extrem wertvolle Lernerfahrung und ich möchte dem Team für diese Chance danken. Der i20 WRC der neuen Generation hat eine gute Leistung gezeigt und es war ein wahres Vergnügen, ihn zu fahren. Wir haben uns auf jeder Prüfung verbessert, haben unseren Aufschrieb verfeinert und haben unsere Ziele erreicht.

Camillis Überschläge im Onboard-Video: (00:52 Min.)

Sebastien Ogier, Volkswagen, Platz 24: Die beste Nachricht des Tages ist für Julien und mich, dass die Straßenfeger-Rolle erstmal zu Ende ist. Seit einem halben Jahr habe ich das nun machen müssen und mental ist es extrem anstrengend, immer mit den schwierigen Streckenbedingungen kämpfen zu müssen. Jetzt freue ich mich auf die Rallye Deutschland mit hoffentlich guten Bedingungen für alle und auf einen schönen Kampf um den Sieg. Bis auf den Fehler war ich mit unserem Tempo sehr zufrieden, der dritte Platz wäre möglich gewesen. Gratulation aber auch an Kris Meeke und sein Team – natürlich konnte er ohne Druck fahren und hat von seinem Startplatz profitiert. Er hat aber auch eine absolut fehlerfreie und sehr starke Leistung gezeigt.

Eric Camilli, Ford, ausgeschieden: Auf der ersten Fahrt über Ouninpohja konnten wir sehen, dass unser Aufschrieb zu langsam war. Wo wir ein Minus notiert hatten, gehörte ein Plus hin. Daher beschloss ich, das vor der nächsten Prüfung zu ändern. Ein Linkskurve war allerdings ein Minus, kein Plus. Wir sind weit hinausgekommen in einen Graben und haben uns bei hoher Geschwindigkeit überschlagen. Zum Glück waren Ben [Veillas; Beifahrer] und ich okay, was das Wichtigste ist. Wir müssen das als Erfahrung verbuchen. Wir haben an diesem Wochenende viel gelernt und haben gezeigt, dass wir das Potential haben, uns in Zukunft gut zu schlagen.