Sebastien Ogier, Volkswagen, Erster: Das ist ein aufregendes und spannendes Duell mit Kris Meeke zum Auftakt der ‚Monte'. Er war heute schnell unterwegs. Ich bin mit dem Tag insgesamt absolut zufrieden. Bis auf einen kleinen Fehler auf der zweiten Prüfung am Morgen haben Julien und ich einen guten Rhythmus gefunden. Die Bedingungen waren größtenteils gut, nur auf der siebten Prüfung war es etwas tückisch und ich habe es vorsichtiger angehen lassen. Der Vorsprung von Kris und mir auf die Konkurrenz sieht zwar komfortabel aus, aber bei der ‚Monte' ist kein Vorsprung sicher - da kann immer noch alles passieren.

Kris Meeke, Citroen, Zweiter: Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden. Ich fühle mich im Auto wohl und es macht richtig Spaß, um den Sieg zu kämpfen. Es waren nur ein paar Sekunden zwischen mir und Sebastien, aber er hat auf ein paar Kilometern zwischen Les Costes und Chaillol den Unterschied gemacht. Ich bin persönlich zufrieden mit meinem Fahrstil und ich weiß wirklich nicht, wie er die Zeit gutmachen konnte. Aber wie auch immer: Es ist nach wie vor eng und der Kampf ist keineswegs vorbei. Morgen müssen wir mit der 51 Kilometer-Prüfung kämpfen und zudem mit der WP, in der die Skipisten von Ancelle enthalten sind. Bei der Reifenwahl wird alles über den richtigen Kompromiss entschieden und das könnte die Rallye in die eine oder andere Richtung lenken.

Kris Meeke will Sebastien Ogier nicht ziehen lassen - Foto: Abu Dhabi Total WRT
Kris Meeke will Sebastien Ogier nicht ziehen lassenFoto: Abu Dhabi Total WRT

Jari-Matti Latvala, Dritter: Alles läuft planmäßig. Es war von Anfang an nicht mein Ziel, um den Sieg bei dieser Rallye zu kämpfen, sondern mein eigenes Rennen zu fahren. Und genau das mache ich. Die Bedingungen waren über den ganzen Tag schwierig, da es einen steten Wechsel zwischen sehr trockenen und eisigen Passagen gab. Vielleicht war ich hier und da etwas zu vorsichtig, aber über den Nachmittag habe ich meinen Rhythmus gefunden und das haben auch die Zeiten widergespiegelt. Bis zur Siegerehrung am Sonntagnachmittag in Monte Carlo ist es noch ein weiter Weg, aber dort mit auf dem Podium zu stehen, wäre ein toller Einstieg in die Saison.

Andreas Mikkelsen, Vierter: Der Tag war alles in allem okay für uns. Wir haben super angefangen, haben nur hier und da mit etwas zu viel Vorsicht Zeit liegen gelassen. Mein neuer Beifahrer Anders Jäger und ich haben als neues Duo schnell einen Rhythmus gefunden. Sein Timing ist perfekt. Am Nachmittag hatte ich auf der zweiten Prüfung der Schleife einen Dreher, als das Heck urplötzlich ausbrach. Wir mussten wenden - das hat viel Zeit gekostet. Von diesem Fehler abgesehen, sind wir mit unserer Leistung zufrieden.

Thierry Neuville hat noch mit seinem neuen Hyundai zu kämpfen - Foto: Hyundai
Thierry Neuville hat noch mit seinem neuen Hyundai zu kämpfenFoto: Hyundai

Thierry Neuville, Hyundai, Fünfter: Es war ein schwieriger, aber nützlicher Tag für das gesamte Team, da wir versuchen, den neuen i20 WRC zu verbessern. Die Morgen-Etappe war wirklich hart. Das Auto sprang durch die zu weiche Aufhängungs-Einstellung stark. Über den Mittagsservice haben wir einige Änderungen vorgenommen, die definitiv geholfen haben. Aber leider waren wir nicht auf den besten Reifen, um das Maximum aus dem Änderungen herauszuholen. Es fehlte uns an Traktion. Das Gefühl wie das Verständnis des Autos besser. Ich fühle mich gut und es ist schön, konstant in den Top-5 zu kämpfen.

Mads Östberg, M-Sport, Sechster: Es war ein recht guter Tag für uns. Okay, ich denke, es ist klar, dass wir nicht maximal pushen, aber wir haben im Auto viel gearbeitet und das ist wirklich wichtig. Ich habe wirklich lange keinen richtigen norwegischen Aufschrieb mehr verwendet, daher braucht es etwas Zeit, bis ich mich daran gewöhnt habe. Wie alles andere wird es eine Weile dauern, damit es perfekt ist, aber wir schaffen das schon. Wir sind einfach nur mit einer angenehmen Geschwindigkeit gefahren und ich bin froh, dass wir den Tag ohne Probleme beendet haben. Es geht nur darum, ein passendes Setup zu finden und ein System beim Aufschrieb, das für uns am besten funktioniert - wir lieben die Herausforderung und werden uns verbessern!

Dani Sordo, Hyundai, Siebter: Es war nicht einer meiner besten Tage, aber wir passen uns immer noch an das neue Auto an. Wir wussten, dass wir einiges auf den Eröffnungsprüfungen zu lernen haben würden. Das hat sich bestätigt. Das Setup heute Morgen hat mir nicht wirklich entsprochen und ich konnte in den rutschigen Monte Carlo-Bedingungen nicht das nötige Selbstvertrauen gewinnen. Wir nahmen einige Veränderungen vor, um die Radaufhängung etwas steifer zu machen, aber wir hatten auf den weichen Reifen nicht genug Grip. Daher konnten wir nicht wie gewollt pushen.

Stephane Lefebvre, Citroen, Achter: Der Tag hatte einiges zu bieten. Ich begann heute Morgen vorsichtig - vor allem, nachdem ich Kubicas Auto am Baum geparkt sah. Wir veränderten das Setup über Mittag, aber es war nicht perfekt. Also nahmen wir noch ein paar Änderungen zwischen zwei Prüfungen vor. Unglücklicherweise blieb der Überrollkäfig stecken und wir kamen dadurch zu spät zur Zeitnahme. Zudem haben wir auf WP8 einen kleinen Umweg durch ein Feld genommen. Ich denke, wir sind auf einer Eisplatte gerutscht und das Auto lenkte beim nächsten schnellen Knick nicht richtig ein. Glücklicherweise kamen wir schnell wieder auf die Straße zurück und verloren nicht mehr als fünf Sekunden. Heute habe ich gemerkt, wie wichtig Erfahrung bei der Rallye Monte Carlo ist. Ich konnte mein Gelerntes aus Deutschland, Spanien oder Korsika hier nicht wirklich einsetzen, weil die Bedingungen so wechselhaft sind.

Paddons Aus bei der Rallye Monte Carlo: (00:18 Min.)

Hayden Paddon, Hyundai, ausgeschieden: Der Morgen lief absolut nicht wie geplant. Wir wurden einfach von einer Eisplatte rausgezogen, die das Heck des Autos in einen Baum knallen ließ und dadurch brach die hintere Radaufhängung. Es gab keine Möglichkeit zum Weiterfahren, daher hatten wir keine andere Chance, als aufzugeben. Wir wussten, dass es bei dieser Rallye vor allem ums Lernen gehen würde. Wir hatten aber nicht damit gerechnet, dass unser erster ganzer Tag so schnell zu Ende sein würde. Ich vermute, das ist die Natur dieser Rallye. Wir kehren Morgen unter Rally2 zurück und hoffen, unsere Lernkurve fortzusetzen - mit der 51 km-Prüfung zu Beginn. Das wird unser nächster großer Test.

Eric Camilli, M-Sport, ausgeschieden: Es lief am Nachmittag nicht nach Plan. Ich wollte die Rallye unbedingt beenden und ich glaube, das war das Problem, denn ich bin an einer eisigen Stelle viel zu vorsichtig gefahren - viel zu langsam. Wir haben es in die Kurve geschafft, aber als wir sie geschnitten haben, wurde das Auto von der Straße und in die Bäume gezogen. Wir hatten wirklich Pech, dass der Aufprall den Überrollkäfig beschädigt hat. Natürlich bin ich enttäuscht, dass meine Rallye früh zu Ende ist, aber das hat meine Motivation nicht geschmälert. Die Zeit, die wir am Vormittag erzielt haben, hat mir gezeigt, dass wir das Potential haben, eines Tages schnell zu sein. Es war auf keinen Fall eine schlechte Rallye für mich.