Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, nun ist es offiziell: Kris Meeke wird bei Citroen bleiben. Der Nordire hat einen Dreijahres-Vertrag mit dem französischen Hersteller unterschrieben und wird bis einschließlich 2018 bei Citroen in der WRC bleiben. "Für mich lagen verschiedene Möglichkeiten auf dem Tisch, wie es mit meiner Karriere weitergeht", so Meeke. "Aber ich habe mich für Citroen entschieden, um auch die Lorbeeren der Arbeit der letzten beiden Jahre zu ernten."

Meeke war bereits 2014 und 2015 für Citroen am Start und sorgte in dieser Saison in Argentinien für den ersten Sieg der Marke seit 2013. Bis zum Saisonende hüllte sich der Hersteller bezüglich seiner Zukunft in der Rallye-WM - und entsprechend auch der Zukunft des Nordiren - in Schweigen. Vor wenigen Wochen erklärte Citroen nun, ab 2017 den vollen Fokus auf die WRC zu legen und das Engagement in der WTCC zu beenden.

Kris Meeke feierte in Argentinien seinen bisher einzigen Karriere-Erfolg in der WRC - Foto: Citroen
Kris Meeke feierte in Argentinien seinen bisher einzigen Karriere-Erfolg in der WRCFoto: Citroen

Um für die Regelevolution 2017 allerdings perfekt vorbereitet zu sein, zog sich Citroen für die kommende Saison werksseitig zurück und Meeke stand vor einer schwierigen Entscheidung. Immer wieder wurde er mit Neueinsteiger Toyota in Verbindung gebracht, die ihm in der anstehenden Saison allerdings ebenfalls keine Renneinsätze hätten bieten können. Nun fiel die Entscheidung auf Citroen, für die Meeke 2016 einige Einsätze bestreiten wird. "Er wird an einigen Läufen der WRC teilnehmen", erklärte Teamchef Yves Matton. "Genauere Details zu diesem privaten Programm werden in Kürze bekanntgegeben."

Testprogramm steht im Fokus

Wichtiger als die Einsätze während einiger Rallyes ist die Testarbeit. Meeke wird sich laut Matton ab kommenden April auf das neue Auto konzentrieren. Bis dahin soll der Bolide für 2017 bereit zu ersten Testfahrten sein. Meeke ist prädestiniert für diese Aufgabe, denn er ist Fahrer und Techniker in Personalunion. Bevor sich der Nordire 2000 für den Weg auf den Fahrersitz entschied, studierte er Maschinenbau und war als Techniker bei M-Sport beschäftigt.

"Für unser Programm wollten wir in allererster Linke einen erfahrenen Top-Level-Fahrer mit fundiertem Technik-Wissen", erklärte Matton. "Kris war unzweifelhaft die beste Wahl und wir sind glücklich, dass er sich dazu entschieden hat, bei uns zu bleiben." Meeke arbeitete bereits in der Junior-WM mit Citroen zusammen, bevor sich die Wege trennten und erst später wieder trafen. Der WM-Fünfte der Saison 2015 ist aber überzeugt, dass eine sehr gute Basis für die gemeinsame Entwicklung des neuen Renners gegeben ist.

"Ich begann meine Karriere als Entwicklungsingenieur und obwohl ich es kaum erwarten kann, ins Auto zu steigen, werde ich jede Stufe des Designs und der Fertigung des neuen Autos mit großem Interesse verfolgen", freute sich Meeke. Und das Ziel steht bereits jetzt eindeutig fest: Argentinien soll keine Ausnahme oder Eintagsfliege in Meekes Karriere bleiben. "Natürlich zielt all die Arbeit darauf ab, dass ich in der Lage sein werde, um Siege und den WM-Titel zu kämpfen."

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