Weltmeister zum Zweiten: Sebastien Ogier kam, sah und siegte - zum zweiten Mal in seiner Karriere ist der Franzose Weltmeister. Einfach wurde es ihm 2014 aber nicht gemacht, denn Teamkollege Jari-Matti Latvala war stets zum Angriff bereit. Hinzu kam ein Motivationsloch im Sommer. Doch am Ende kann der Weltmeister jubeln. "Es war mir sehr wichtig, den Titel zu verteidigen und damit allen zu beweisen, dass es nichts mit Glück oder sonstigem zu tun hatte."

Bei Volkswagen wurde gefeiert - Foto: Volkswagen Motorsport
Bei Volkswagen wurde gefeiertFoto: Volkswagen Motorsport

Kaiserlicher Dank: Wo der Weltmeister ist, ist Andrea Kaiser nicht weit. Die deutsche TV-Moderatorin ist seit mehr als einem Jahr die Frau an der Seite des Champions und seit dem Sommer sogar seine Frau. Wann immer es ihre Verpflichtungen zulassen, reist sie zu den Rallyes, um ihren Mann zu unterstützen. Deshalb gab es ein ganz besonderes Geschenk: "Ich möchte diesen Titel meiner Frau widmen, denn sie ist nun jeden Tag an meiner Seite", erklärte Ogier bei der Pressekonferenz.

Tierischer Fahrgast: Ein Tier, dass eine Rallye mitentscheidet gab es bereits öfter in der Vergangenheit. Dass es diesmal allerdings eine kleine Fliege im Auto von Thierry Neuville war, ist neu. Der Hyundai-Pilot kämpfte gegen Sebastien Ogier um die Führung, bis ihn eine dreckige Windschutzscheibe und schließlich der kleine Fahrgast so wütend machten, dass er für einen Moment die Konzentration verlor. Das Resultat: Er kam von der Strecke ab, beschädigte sich den Reifen und fiel durch einen Wechsel mehr als zwei Minuten zurück.

Thierry Neuville war kurz abgelenkt - mit heftigen Konsequenzen - Foto: Motorsport-Magazin.com
Thierry Neuville war kurz abgelenkt - mit heftigen KonsequenzenFoto: Motorsport-Magazin.com

Der Wandel des Jari-Matti Latvala: Finnen und Asphalt - eine schwierige Kombination. Nicht so bei Jari-Matti Latvala. Der VW-Pilot entwickelt sich zum richtigen Experten auf festem Untergrund und kann es selbst nicht fassen. "2008 musste ich bei diesem Event für das Stobart-Team starten, weil meine Performance auf Asphalt zu schlecht war", erinnerte Latvala. Seinen Platz im Werksteam nahm damals Francois Duval ein. "Und jetzt hat sich das Blatt so gewendet, das hätte ich niemals gedacht. Aber offenbar ist es so, dass du etwas Neues lernst und dafür irgendwo anderes wegnimmst. Nun muss ich nur das Puzzle wieder zusammensetzen", lachte Latvala.

Jari-Matti Latvala entwickelt sich langsam zum Asphalt-Spezialisten - Foto: Sutton
Jari-Matti Latvala entwickelt sich langsam zum Asphalt-SpezialistenFoto: Sutton

Der Verlierer zahlt: Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen hatten vor dem Wochenende in Spanien eine Wette abgeschlossen: Wer schlechter abschneidet, zahlt ein Abendessen. Nun muss Mikkelsen seinen Geldbeutel öffnen. "Es sah lange besser für ihn aus, aber am Ende muss er bezahlen", sagte Neuville auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Das muss er jetzt wohl seinem Co-Piloten anlasten." Mikkelsen war bis zur Power Stage vor Neuville, allerdings startete der Norweger die Prüfung eine Minute zu spät und bekam dafür zehn Sekunden Strafe aufgebrummt.

Podest zum Jubiläum: Was lange währt, wird endlich gut. Beim 160. gemeinsamen Anlauf von Mikko Hirvonen und Co-Pilot Jarmo Lehtinen hat es endlich wieder geklappt mit dem Podest. "Ich fand einfach, dass es mal wieder Zeit war", scherzte Hirvonen auf der anschließenden Pressekonferenz. Zuletzt war der vierfache Vizeweltmeister bei der Rallye Portugal unter den Top-3.

Mikko Hirvonen ist endlich wieder vorne - Foto: Sutton
Mikko Hirvonen ist endlich wieder vorneFoto: Sutton

Block liefert die beste Show: In Spanien war es endlich wieder soweit: Showman Ken Block begeisterte die Fans mit seinen Showeinlagen. Das demonstrierte der US-Amerikaner in perfekter Manier während der Power Stage. Einen Kreisverkehr zwei Mal umrunden kann schließlich jeder. Block setzte noch einen drauf: Unter dem Jubel aller Fans und Journalisten machte er einfach einen Donut mehr. Belohnt wurde sein Einsatz nicht: kurze Zeit später war sein rechter Vorderreifen platt und er kam mit 1:26.5 Minuten Rückstand ins Ziel. Der Show tat das aber keinen Abbruch. Und das Wichtigste: Block hatte Mörderspaß.