Die Rallye Japan gehört zu den jüngeren Veranstaltungen im WRC-Kalender. Erstmals ausgetragen wurde sie 2004; 2008 wechselte sie von Obihiro in die Gegend um Sapporo, der Haupstadt der nördlichen Insel Hokkaido. 2009 pausierte die Rallye im Zuge des Rotationskalenders, so dass sie in diesem Jahr ihre sechste Austragung erleben wird. Dabei rückte sie gegenüber 2008 insgesamt etwas nach Norden, wobei sechs Etappen neu gestaltet wurden.

Die Prüfungen im Sapporo Dome haben ihre ganz eigene Atmosphäre. - Foto: Sutton
Die Prüfungen im Sapporo Dome haben ihre ganz eigene Atmosphäre.Foto: Sutton

Insgesamt besteht die Rallye aus verhältnismäßig engen, aber dennoch schnellen Wertungsprüfungen, die ein wenig an die Rallye Neuseeland erinnern. Dabei geht es über wellige Waldwege, deren Schotterbelag oft sehr lose ist, was die Bedingungen gerade bei Regen oft zusätzlich erschwert. Durch den sieben Wochen früheren Austragungstermin gegenüber 2008 gehen die Teams in diesem Jahr allerdings von trockenen Bedingungen aus.

Die ohnehin stets gute Stimmung bei der Rallye Japan dürfte währenddessen auch in diesem Jahr im Sapporo Dome ihren erneuten Höhepunkt erleben. So verfolgten schon 2008 mehr als 40.000 Menschen die dort ausgetragenen Super Special. Fußballfans dürfte der Sapporo Dome dabei noch aus der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 ein Begriff sein, als dort drei Spiele ausgetragen wurden. Insgesamt wird jeder Tag durch zwei Durchläufe im Sapporo Dome beschlossen, was inklusive der Eröffnung der Rallye am Donnerstagabend zu acht Durchläufen führt.

Petter Solberg gewann das Debüt der Rallye Japan noch für Subaru. - Foto: Sutton
Petter Solberg gewann das Debüt der Rallye Japan noch für Subaru.Foto: Sutton

Davon abgesehen erwarten die Piloten 18 weitere Prüfungen, die sich mit jeweils zwei Austragungen auf neun unterschiedliche Etappen verteilen. Die Gesamtdistanz beträgt 1220,43 und 303,54 gewertete Kilometer. Der Freitag ist mit 119,6 gewerteten Kilometern nur unwesentlich kürzer als der Samstag mit 125,12, der Sonntag fällt mit 55,68 hingegen eher kurz aus. Eine Besonderheit ist, dass es am Sonntag keinen Mittagsservice geben wird.

Bei den bislang fünf Austragungen der Rallye Japan gab es bislang viel Abwechslung in der Siegesliste. Das Debüt im Jahr 2004 entschied Petter Solberg im Subaru für sich, während Marcus Grönholm 2005 für Peugeot erfolgreich war. 2006 siegte Sébastien Loeb für Citroen, während Mikko Hirvonen Ford 2007 und 2008 gleich zweimal in die Siegeslisten eintrug.