Unter den testenden Teams war auch das Porsche Team Manthey, das nur einen Steinwurf vom Nürburgring entfernt in Meuspath zu Hause ist. Mit den Porsche-Werksfahrern Michael Christensen (Dänemark) und Richard Lietz (Österreich) nutzte es am Montag und Dienstag die Gelegenheit, den Porsche 911 RSR für sein Heimrennen am 30. August abzustimmen. Im Einsatz waren die Autos mit den Startnummern 91 und 92, die in der WEC in der Klasse GTE-Pro am Start sind.

Für den 470 PS starken 911 RSR, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert und sich durch konsequenten Leichtbau sowie eine ausgefeilte Aerodynamik auszeichnet, begann der Test am Montag bei typischem Eifelwetter mit Regen und Sonnenschein. Am Dienstag war es dann zwar stark bewölkt, doch die anspruchsvolle Grand-Prix-Strecke blieb trocken. Das Team konnte sein umfangreiches Testprogramm planmäßig abspulen.

Auf dem Nürburgring getestet haben auch die Porsche-Kundenteams Dempsey Proton Racing mit Patrick Dempsey (USA) und Marco Seefried (Wildschönau) sowie Abu Dhabi Proton Racing, für das der ehemalige Porsche-Junior Klaus Bachler (Österreich), Christian Ried (Schönebürg) und Khaled Al Qubaisi (Abu Dhabi) zum Einsatz kamen. Beide Teams setzen in der WEC den Porsche 911 RSR in der Klasse GTE-Am ein.

Stimmen nach dem Test

Olaf Manthey, Teamchef Porsche Team Manthey: "Wir haben schon in der vergangenen Woche einen Tag auf dem Nürburgring getestet. Dabei konnten wir alle Punkte abarbeiten, die auf unserer Liste standen. Insofern war es für uns nicht ganz so dramatisch, dass das Wetter gestern nicht mitspielte. Wir haben die wechselhaften Bedingungen aber so gut es ging genutzt. So haben wir zum Beispiel ausprobiert, wie lange wir bei einsetzendem Regen mit Slicks draußen bleiben können und wie lange unsere Regenreifen auf abtrocknender Strecke halten. Außerdem haben wir verschiedene Abstimmungen und Komponenten getestet. Der Dienstag war von den Bedingungen her besser. Da haben wir versucht, so viel wie möglich reinzupacken, was auch ganz gut gelungen ist. Wichtig war, dass wir mit beiden Autos testen konnten. Alles in allem war es ein sehr guter und ergiebiger Test auf unserer Hausstrecke. Jetzt freuen wir uns auf die Premiere der WEC in der Eifel."

Christensen ist mit der Vorbereitung auf die WEC-Premiere zufrieden - Foto: Porsche AG
Christensen ist mit der Vorbereitung auf die WEC-Premiere zufriedenFoto: Porsche AG

Michael Christensen (911 RSR #92): "Der Montag war wegen des wechselhaften Wetters nicht einfach. Doch wir sind hier auf dem Nürburgring, da muss man, was das Wetter betrifft, mit allem rechnen. Ich denke aber, wir haben das Beste daraus gemacht. Am Dienstag konnten wir dann viele Dinge ausprobieren, von denen wir uns eine Verbesserung unserer Performance erhoffen. Ich mag die Strecke, habe hier 2013 als Porsche-Junior mein erstes Supercup-Rennen gewonnen. Wir gehen auf jeden Fall gut vorbereitet in das Rennen."

Richard Lietz (911 RSR #91): "Das war ein wichtiger Test. Es kommt ja nicht so häufig vor, dass man auf der Strecke, auf der man nachher das Rennen fährt, im Vorfeld so ausgiebig testen kann. Am Montag hatten wir leider etwas Pech mit dem Wetter, doch der Dienstag hat uns einen großen Schritt weiter gebracht. Das Team hat gute Arbeit geleistet. Wir haben verschiedene Dinge aussortieren können und freuen uns jetzt auf unser Heimrennen. Da wollen wir natürlich besonders gut sein."