Kann Maciek Steinhof seinen Vorsprung von 37 Punkten vor Max Sandritter beim Finale in den Titel verwandeln? Die Chancen stehen gut: Zum einen zählt zu den bislang vier Saisonsiegen des Tabellenführers aus Krakau auch der Auftakt-Erfolg an gleicher Stelle. Max Sandritter musste sich am 17. Mai auf der badischen Rennstrecke unterdessen mit Platz 22 begnügen. Zum zweiten ist der Vorsprung des Polen denkbar groß. Würde Sandritter aus dem oberbayrischen Raubling beispielsweise in Hockenheim der vierte Saisonsieg gelingen, dürfte Steinhof nicht besser als auf Platz zehn abschneiden.

Ein zwar mögliches, aber unwahrscheinliches Szenario: Steinhof hat sich seinen Vorsprung bislang mit konstanten Bestleistungen erarbeitet: Sieben Mal stand er in den ersten acht Rennen auf dem Podium, davon vier Mal als Gewinner, zwei Mal als Zweiter, zuletzt in Barcelona als Dritter. Am Nürburgring fuhr er mit Platz sieben sein schlechtestes Saisonergebnis ein.

Äußerst spannend gestaltet sich dagegen der Kampf im Rookie Cup für den besten Neueinsteiger: Maximilian Hackländer besitzt gerade drei Punkte Vorsprung vor Kris Heidorn. Mathematisch hat auch David Jahn als Dritter mit 32 Punkten Rückstand noch Chancen. Ihm gelang zuletzt in Barcelona der erste Rookie-Sieg und dabei auch der erste Gesamtsieg. "Das Publikum darf sich also auf ein garantiert spannendes Finale freuen", fasst Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen zusammen. "Seit Barcelona haben wir durchaus eine neue Situation: Zum ersten Mal hat ein Rookie in diesem Jahr den Gesamtsieg eingefahren. Das beweist, welche Chancen auch Neueinsteiger bei uns haben. Die Titelanwärter in der Gesamtwertung müssen sich also in Hockenheim auf harte Konkurrenz gefasst machen."