Im Volkswagen Polo Cup scheint es wahre Seriensieger zu geben. Nachdem Maciek Steinhof die ersten vier Rennen für sich entscheiden konnte, hat Max Sandritter die letzten drei Läufe gewonnen. Nach seinem Doppelerfolg beim Volkswagen-Heimspiel in Oschersleben siegte Sandritter auch beim siebten von neun Saisonrennen auf dem Nürburgring. In einem spannenden Kampf setzte sich der neue Tabellenzweite gegen Simon Reinberth aus Schweden durch. Dritter wurde Stefan Kolb, der nach einer langen Durststrecke zurück auf das Podium stieg.

"Der Druck war schon krass. Ich konnte im ersten Sektor immer wieder drei Zehntelsekunden herausfahren, die waren aber nach der langen Gegengeraden immer wieder weg", so der Rennsieger im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Soviel Druck hatte ich im Polo Cup noch nie." Trotzdem verteidigte Sandritter die Spitzenposition 14 Runden lang und überquerte die Ziellinie mit 0,347 Sekunden Vorsprung. In der Gesamtwertung löst Sandritter den heute viertplatzierten Elia Erhart ab - der Rückstand auf Steinhof ist aber weiterhin beträchtlich. Der Pole musste nach einer Strafe heute von ganz hinten starten, arbeitete sich allerdings bis auf den siebten Rang nach vorne und hat noch 45 Zähler Vorsprung.

Obwohl er das Duell gegen Sandritter verlor, war Reinberth zufrieden mit dem dritten Platz. "Ich habe ihn erst nicht angegriffen, da ich mich gemeinsam mit ihm absetzen wollte", sagt Reinberth über die fehlgeschlagene Gemeinschaftstaktik mit Sandritter. Fast das ganze Rennen hing ihnen Stefan Kolb im Nacken. Den entscheidenden Angriff auf Sandritter wollte der Schwede erst in der letzten Runde setzen, doch dann überraschte ihn die Zielflagge. "Leider hat mir meine Boxencrew die falsche Rundenzahl angezeigt, deshalb war das Rennen früher zu Ende als gedacht..."

Nach einer langen Durststrecke und mehreren Nullrunden erkämpfte sich Stefan Kolb mit Rang drei einen weiteren Pokal. "Ich habe einen guten Start erwischt und konnte mich gleich von Rang sechs auf drei verbessern", berichtet der Deutsche. In der Gesamtwertung liegt Kolb nach einigen Problemen nur noch auf der zehnten Position, die Meisterschaft ist längst abgeschrieben. Nun hofft Kolb auf gute Einzelergebnisse: "Gerade beim Finale in Hockenheim, das gleichzeitig mein Heimspiel darstellt, möchte ich mich noch einmal beweisen."