Die Siegesserie von Maciek Steinhof ist beendet: Nach vier Siegen des jungen Polen in Folge feierte Maximilian Sandritter (Raubling) in Oschersleben seinen ersten Sieg im ADAC Volkswagen Polo Cup. Steinhof, der Zweiter wurde, freute sich über den vorzeitigen Gewinn der "Halbzeitmeisterschaft". Elia Erhart aus Nürnberg, der Steinhof während der 13 Runden einen spannenden Kampf geliefert hatte, verteidigte mit Rang drei seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Vierter und damit bester Rookie wurde der Wunstorfer Kris Heidorn, der damit Maximilian Hackländer (Rüthen) in der Wertung der besten Neueinsteiger auf Platz eins ablöste.

Den Grundstein für seinen ersten Sieg im ADAC Volkswagen Polo Cup hatte Maximilian Sandritter mit der Pole Position im Zeittraining gelegt. "Für mich war es natürlich einfacher, von der Pole Position aus in die erste Kurve gehen zu können", meinte Sandritter. "Danach kam mir zugute, dass sich Steinhof und Erhart über die gesamte Renndistanz bekämpft haben." Trotz seiner ersten Saisonniederlage reagierte Halbzeitmeister Steinhof keineswegs enttäuscht: "Elia war heute sehr schnell. Ich hatte alle Hände voll zu tun, ihn hinter mir zu halten. Die entscheidenden Zehntel habe ich im Qualifying eingebüßt und konnte mir keine optimale Startposition sichern", gab der 23-jährige Krakauer zu Protokoll. Zufrieden zeigte sich auch Elia Erhart: "Zehn Runden lang habe ich alles versucht, Maciek zu überholen, aber er hat seine Linie sehr geschickt verteidigt", erklärte der Nürnberger. Von Platz acht ins Rennen gegangen, konnte sich Kris Heidorn auf Position vier verbessern. "Mein guter Start war die Grundlage für den Erfolg", meinte der Niedersachse.

Weniger glücklich verlief das Rennen für den Halbzeitmeister im amerikanischen Volkswagen Jetta TDI Cup: Nachdem Timmy Megenbier eine Durchfahrtsstrafe wegen Überholens in der Einführungsrunde nicht rechtzeitig angetreten hatte, sah der Teilnehmer des internationalen Austauschprogramms von Volkswagen die schwarze Flagge und wurde nicht gewertet. Dagegen beendeten der ehemalige Kapitän der Deutschen Handball-Nationalmannschaft, Frank von Behren, und der ehemalige Bundesliga-Fußballer Ansgar Brinkmann ihre Rennen auf den Plätzen 24 und 25. "Mein erstes Gastspiel im Motorsport hat richtig Spaß gemacht", erklärte von Behren. "Im Training habe ich stets brav Platz gemacht – aber im Rennen habe ich um jeden Zentimeter gekämpft."