Vier Saisonrennen, vier Mal der gleiche Sieger. Beim Volkswagen Heimspiel in Oschersleben lautet im ADAC Volkswagen Polo Cup die Frage: Beendet jemand die Siegesserie von Maciek Steinhof? Und wenn ja, wer macht dem Polen einen Strich durch die Rekord-Rechnung? Gleich vier "Heimspieler" bieten sich beim Renndoppelpack in der Magdeburger Börde unweit des Volkswagen Stammwerks Wolfsburg dafür an. Felix Tigges aus Wolfsburg, Marcel Belka aus Lehrte, Kris Heidorn aus Wunstorf und Jann-Hendrik Ubben aus Ihlow wollen vor großer Sportkulisse glänzen. Neben den drei Lokalhelden gelten vor allem die "üblichen Verdächtigen" Elia Erhart, Tabellenzweiter, und Max Sandritter, Tabellendritter, als Kandidaten für ihre ersten Saisonsiege.

Das Feld der 26 "Tourenwagen-Schüler", die permanent im Polo-Cup starten, ergänzen in Oschersleben drei Gaststarter. Fußball trifft auf Handball: Der "weiße Brasilianer" Ansgar Brinkmann, der zu seinen aktiven Zeiten als einer der letzten Straßenfußballer Deutschlands galt, duelliert sich dabei mit Frank von Behren, dem ehemaligen Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Beide testeten in Oschersleben bereits den 150 PS starken Renn-Polo. Ein weiterer Gaststarter kommt aus Übersee: Der Halbzeitmeister des US-amerikanischen Jetta-TDI-Cup, Timmy Megenbier, bekommt von Volkswagen die einmalige Gelegenheit, im deutschen Cup zu starten.

Allerdings kommen die Gaststarter mit einem erheblichen Erfahrungsnachteil nach Oschersleben. Die 26 Stammfahrer des Cups kennen die Motorsport Arena wie ihre Westentasche - dort haben sie bereits zahlreiche Lehrgänge und Testfahrten absolviert. "Damals hatten wir ausreichend Zeit, an unserem Fahrstil und der Fahrzeugabstimmung zu arbeiten", erläutert Elia Erhart. "Dieses Mal sollte man nichts mehr ausprobieren. Denn jetzt zählt es!" Da alle Teilnehmer die Strecke in Oschersleben von den Tests kennen, erwartet der Tabellenzweite Erhart "zwei extrem hart umkämpfte Rennen."

Im Gegensatz zu den anderen Saisonstationen fahren die Polo-Piloten beim Volkswagen-Heimspiel in Oschersleben gleich zwei Rennen. Am Sonntag kommen sie dabei in einen ganz ungewohnten Genuß: sie dürfen in der Mittagszeit direkt vor ihrem großen Vorbild, der DTM, an den Start gehen.