Maciek Steinhof hat auch das dritte Rennen des Volkswagen Polo Cup für sich entschieden. Bei trockenen Bedingungen fuhr der Pole zum nächsten Sieg und vergrößerte damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung. Nach einem spannenden Duell belegten Elia Erhart und Simon Reinberth die Ränge zwei und drei.

Für Steinhof war es ein klassischer Start/Ziel-Sieg, auch wenn er heute teilweise unter großem Druck stand. Gleich mehrfach musste sich der Tabellenführer beim Anbremsen der ersten Kurve gegen Reinberth verteidigen. Dieses Duell nutzte Erhart zu seinen Gunsten - nachdem er sich von Startplatz vier auf Rang drei nach vorne schieben und die Lücke zum Spitzenduo schließen konnte, überraschte er den Zweitplatzierten im Beschleunigungsduell zur zweiten Kurve.

"Das war wirklich ein hartes Rennen", bestätigte Maciek Steinhof gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Aber es ist toll, den dritten Sieg zu holen. An der Spitze haben wir wirklich gut gekämpft, das war Fairplay. Ich denke, es war für alle Beteiligten ein tolles Rennen, auch für die Zuschauer. Ich kann es kaum glauben, dass ich die ersten drei Rennen gewonnen habe."

Besonders wichtig war der Sieg, da es ab dem dritten Rennen die volle Punktzahl gibt. "Als Elia hinter mir war, habe ich kurz an die 60 Punkte für den Sieg gedacht. Die wollte ich nicht verlieren", so der Pole, der in den letzten zwei Runden gleich mehrfach von Erhart attackiert wurde. "Ich war am Ende noch zwei Mal neben Maciek, aber es hat nicht gereicht", erläuterte der Nürnberger.

"Ich stand nun bei allen drei Rennen auf dem Podium und konnte wichtige Punkte sammeln. Die Saison ist noch lang, es gibt noch alle Chancen", meinte Erhart. "Heute war die Anfangsphase nicht leicht, erst hat Stefan Kolb von hinten Druck gemacht, dann hing ich hinter Kris Heidorn fest. Als ich vorbei war, konnte ich die Lücke nach vorne schnell schließen und habe mich dann innen neben Simon Reinberth gesetzt, als er im Duell mit Maciek zu weit nach außen kam."

Kaum weniger spannend war der Dreikampf um den vierten Platz hinter dem Podium. Stefan Kolb, der es in einem sehenswerten Manöver an Heidorn vorbei schaffte, musste seinen Platz kurz vor dem Ziel räumen - Marcus Fluch und Heidron zogen vorbei. In der Gesamtwertung liegt Kolb hinter Steinhof und Erhart allerdings noch auf der dritten Position.