In einem furiosen Finalrennen hat sich Alexander Rambow den Titel im Volkswagen Polo Cup gesichert. Zwar reichte es auf dem Hockenheimring Baden Württemberg nur für den fünften Rang hinter Dauerrivalen Shane Williams, doch Rambow rettete zwei Zähler Vorsprung bis ins Ziel. Das letzte Saisonrennen entschied Andreas Simonsen vor Thor Qualmann und Niclas Olsson für sich - die Geschehnisse an der Spitze gerieten jedoch schnell zur Nebensache.

Schon in der ersten Runde unterliefen Williams die wohl zwei entscheidenden Fehler der Saison: mit einem extremen Luftdruck ausgestattet, fehlte seinem Polo der Grip auf der Hinterachse - zwei heftige Quersteher waren die Folge. "Das war wahrscheinlich die schlimmste erste Runde meiner Karriere", ärgerte sich der Südafrikaner nach dem Rennen. Auf den ersten Kilometer wurde er bis auf den zwölften Rang zurückgereicht und brauchte beinahe die komplette Renndistanz, um sich wieder nach vorne zu kämpfen.

Williams musste sich durch das Feld kämpfen - Foto: Volkswagen
Williams musste sich durch das Feld kämpfenFoto: Volkswagen

Rambow, der direkt neben Williams in das elf Runden lange Rennen gegangen war, konnte sein Glück dagegen kaum fassen. "Nach dem Start war Shane nicht mehr zu sehen, daher habe ich es etwas ruhiger angehen lassen und bin der Spitze hinterhergefahren", so der neue Meister und Nachfolger von Constantin Dressler im Gespräch mit dem adrivo Motorsport-Magazin. Erst zwei Runden vor dem Ziel meldete sich Williams zurück in den Spiegeln von Rambow, zog sogar vorbei. "Aber ich wusste, dass ich Meister werde, wenn hinter ihm ins Ziel komme - das habe ich geschafft."

Williams wäre nur Meister geworden, wenn er eine weitere Position gewonnen hätte oder Rambow einen Platz zurückgefallen wäre. "Vor der Spitzkehre habe ich versucht, ihn etwas zu blocken und Kolb an ihm vorbeizubringen", erläuterte Williams seine vergeblichen Versuche. Stefan Kolb blieb hinter Rambow zurück, durfte sich aber über Platz sechs freuen.

Während sich die Enttäuschung bei Williams in Grenzen hielt und Rambow, nach dem wohl "psychisch schwersten Rennen des Jahres", fassunglos war, freute sich Andreas Simonsen über einen gelungenen Abschluss der Saison 2008: "Ich habe einen guten Start erwischt und konnte danach vom Windschatten profitieren. Das macht bei uns richtig viel aus, denn die Autos haben nicht so viel Pferdestärken. Am Ende war es natürlich nicht leicht, die Jungs hinter mir zu halten - ich musste vor der Spitzkehre immer Kampflinie fahren. Letztlich haben es drei Skandinavier auf das Podium geschafft, das ist doch toll", berichtete Simonsen.