Auf dem 3,629 Kilometer langen Nürburgring konnte Alexander Rambow seinen dritten Saisonsieg im Volkswagen Polo Cup holen und seinen Rückstand auf die Tabellenspitze auf ein Minimum verkürzen. Der Gesamtführende Shane Williams konnte sich im siebten Saisonlauf vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessern und so zwei Punkte Vorsprung retten. Mit Elia Erhart gab es zudem ein neues Gesicht auf dem Podium - der Franke holte seinen ersten Podestplatz im Cup.

"Ganz alleine so weit in Führung, das war schon etwas langweilig. Aber wir haben ein gutes Paket gefunden und konnten das Rennen kontrollieren", freute sich Rennsieger Alexander Rambow, der die Ziellinie mit einem Vorsprung von über vier Sekunden kreuzte. "Ich bin sehr glücklich, den Abstand auf Shane wieder verkürzt zu haben. Es stehen noch drei Rennen an, da ist alles möglich. Für Brands Hatch rechne ich mir gute Chancen aus, denn ich gewöhne mich schnell an neue Strecken."

Hinter Rambow wurde über weite Phasen des Rennens der zweite Platz ausgefochten. Williams und Erhart konnten sich in der ersten Runde an Andreas Simonsen vorbeischieben, der von der zweiten Position startete und später Fünfter wurde. "Der Zweikampf mit Shane war ziemlich lang. Einmal konnte ich ihn überholen, dann sind wir drei Kurven nebeneinander gefahren, bis er mich wieder geschnappt hat", erzählte Erhart. Für Shane Williams war der zweite Rang unheimlich wichtig, denn nur dieser reichte um die Gesamtführung zu verteidigen.

"In der Schlussphase haben wir noch zusammengearbeitet, weil Olsson von hinten immer näher kam", so Williams gegenüber motorsport-magazin.com. Niclas Olsson setzte sich zuvor im skandinavischen Dreikampf gegen Simonsen und Thor Qualmann durch, schaffte es daraufhin aber trotz schnellerer Rundenzeiten nicht die Lücke auf Erhart zu schließen und wurde als vierter gewertet.

Während es in der Spitzengruppe immer fair zuging, wurde im Hinterfeld ordentlich ausgeteilt. Schon am Start kollidierten Ignacio Espinosa und Maciek Steinhof und sorgten so für eine einründige Safety-Car-Phase. Wenig später musste auch Gaststarter Dieter Depping feststellen, wie hart es im Polo Cup zugeht - er wurde von Maximilian Karsten auf die Wiese geschoben. Auch das Auto von Vivien Volk, der einzigen Dame im Feld, kam nicht unbeschadet zurück - sie kollidierte im Kampf um die hinteren Plätze mit Florian Spengler.