Alexander Rambow hat im Qualifying zum siebten Saisonlauf des Volkswagen Polo Cup die Konkurrenz deklassiert. Auf dem nur 3,629 Kilometer langen Nürburgring nahm der Tabellen-Zweite seinen Mitstreitern gut vier Zehntelsekunden ab und sicherte sich damit nach der Trainingsbestzeit auch den ersten Platz im Zeittraining. Auf den Plätzen drei und vier folgten Andreas Simonsen und Elia Ehart, während der Meisterschaftsführende Shane Williams auf die vierte Position kam.

"Wir haben anscheinend eine gute Linie gefunden, schon im Training hat sich gezeigt, dass wir schnell sind", urteilte Rambow nach seiner Zeit von 1:48.8 Minuten. Der Deutsche stand lange Zeit in der Box, nachdem er seine schnelle Runde schon in der Anfangsphase setzen konnte. Erst kurz vor Ablauf der Zeit ging Rambow abermals auf die Strecke: "Ich habe keine Angst bekommen, denn mein Vorsprung war schon beruhigend."

Für das Rennen am Sonntag erwartet Rambow mehr Gegenwehr von seinen Verfolgern: "Das Rennen ist eine komplett andere Geschichte. Ich will am Start gut durchkommen und dann das Rennen gewinnen." Gegen diesen Plan hat Andreas Simonsen große Einwände. Heute hatte der Schwede zwar einen großen Rückstand, doch er setzt klar auf den Lauf am Sonntagvormittag. "Ich stehe auf der Innenbahn, das könnte ein Vorteil sein. Ich denke ich kann Rambow das Leben schwer machen."

Mit einem Angriff in letzter Sekunde konnte sich Elia Erhart im letzten Versuch noch vor Shane Williams auf die dritte Startposition schieben. Dabei sah es für den Franken zwischenzeitlich gar nicht gut aus - nach technischen Problemen an seinem Polo musste er sogar für kurze Zeit das Cockpit verlassen. "Danach habe ich in der letzten Runde alles riskiert, das hat funktioniert", freute sich Erhart im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Die Zeit wäre schon früher möglich gewesen, aber ich habe beim Überholen etwas Zeit verloren. Von Platz drei ist morgen viel möglich..."